Maienfelser Gesichtsöle

Vor kurzem habe ich eine kleine Bestellung bei Maienfelser aufgegeben. Ich bin noch immer total begeistert von der Auswahl der Öle und Hydrolate und habe mich diesmal für sechs verschiedene Öle und Ölmischungen entschieden.

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Von links nach rechts: Baumöl Körperöl, Midlife Gesichtsöl, Youngster Fine und Youngster Super Gesichtsöle, Redpower Speiseöl und Wiesenschaumkrautöl.

Seit ein paar Wochen bin ich auf der Suche nach einem Ölserum für mein Gesicht, gerne als Ölmischung mit der meine trockene Fetthaut sehr gut klarkommt. Von Maienfelser hatte ich das Gesichtsöl Youngster super und das Redpower Speiseöl ausgesucht, sie erschienen mir als geeignete Kandidaten.

Die Redpower Ölmischung besteht aus Erdbeernussöl*, Himbeernussöl, Sanddornfruchtfleischöl*, Gojibeerenöl*, Cranberryöl*, Granatapfelkernöl* und Kirschkernöl (* aus kontrolliert biologischem Anbau). Sie trägt keine Zertifizierung, dürfte aber als Biokosmetik durchgehen, da fast alle einzelnen Öle bio sind. Die Farbe ist total schön, ein dunkles orange, im Sonnenlicht gefällt es mir besonders gut.

Redpower Öl im Sonnenlicht

Redpower Öl im Sonnenlicht

Die Miniölfläschchen haben auch interessante Farben, das finde ich bemerkenswert, da den Ölmischungen keine Farbstoffe zugesetzt werden, sondern die Farben tatsächlich nur von den Inhaltsstoffen kommen. Von links nach rechts: Gesichtsöl Midlife, Baumöl, Gesichtsöle Youngster Fine und Youngster Super.

Farben der Öle

Farben der Öle

Baumöl

Bestandteile: Arganöl*, Cocosöl*, Macadamianussöl*, Baobaböl, Babassuöl, Mangobutter, Avocadoöl*, Moringaöl, Essenzen aus Palo Santo, Aloebaum, Backhousia, Sandel Amyris, Atlas-Ceder*, Wacholderholz*, Ho-Scho Kampferbaum, Siamholz, Antsoro, Ravintsarabaum, Sassafras.
* aus kontrolliert biologischem Anbau
Quelle: http://www.maienfelser-naturkosmetik.de

Das Baumöl riecht für meine Nase etwas komisch. Ich mag den Duft nicht. Drum bin ich froh, dass ich nur eine kleine Probe bestellt habe.

Gesichtsöl Youngster Super

Bestandteile: Macadamianußöl*, Sacha Inchiöl, Cocosöl*, Traubenkernöl*, Cameliakernöl*, Meadowfoamöl, Mohnöl*, Walnussöl*, Rizinusöl*, Rosenkernöl*, Ätherische Essenzen aus Lindenblüte, Ylang-Ylang*, Rosenholz*, Mandarine*.
* aus kontrolliert biologischem Anbau
Quelle: http://www.maienfelser-naturkosmetik.de

Mit dieser Ölmischung bin ich bisher am allerbesten ausgekommen. Sie zieht bei mir auch in größeren Mengen schön in die Haut ein und liegt danach nicht auf. Sie lässt sich gut mit Cremes und Lotionen mischen. Da auf der anderen Seite des Zauns das Gras jedoch viel grüner ist, möchte ich ein paar andere Ölseren austesten. Damit ich danach weiß, das ich nichts verpasst habe.

Gesichtsöl Youngster Fine

Bestandteile: Ramtillkrautöl, Distelöl*, Gurkenkernöl, Andirobaöl, Schwarzkümmelöl*, schwarzes Johannisbeersamenöl*, Callophyllumöl, Sanddornfruchtfleischöl*, ätherische Essenzen aus Gengrigras, Lemon-Mythe*, Weihrauch.
* aus kontrolliert biologischem Anbau
Quelle: http://www.maienfelser-naturkosmetik.de

Hier bin ich gespannt, ob ich es besser vertrage als das Super. Auf dem Papier kann man sich die Inhaltsstoffe schönreden, doch ob sie im Gesicht die erhoffte Wirkung haben, muss man schon austesten. Der direkte Vergleich der beiden Youngsteröle gibt mir also die Möglichkeit, das Einziehvermögen auf der rechten bzw. linken Gesichtshälfte auszutesten und so herauszufinden, ob meine schlauen Überlegungen wirklich so schlau waren.

Gesichtsöl Midlife

Bestandteile: Arganöl*, Avellanaöl, Avocadoöl*, Kirschkernöl, Mandelöl*, Rosenkernöl* und Rosen-Gesamtextrakt*, Palmöl rot*, Baobaböl, Passionsfruchtkernöl, äth. Öl der Rosenblüte.
* aus kontrolliert biolobischem Anbau
Quelle: http://www.maienfelser-naturkosmetik.de

Diese Ölmischung habe ich mir tatsächlich aus Neugier und der Vollständigkeit halber mitbestellt. Wenn ich schon ein neues Öl für mein Gesicht suche, dann sollten auch die anderen Maienfelser Gesichtsöle eine Chance bekommen. Falls es nicht perfekt in meine Haut einzieht – und davon gehe ich aus – werde ich es am Körper verwenden oder Gesichtsmasken damit aufwerten. Gesichtsmassagen lassen sich mit so tollen Ölen natürlich auch machen!

Das Wiesenschaumkrautöl ist so eine Sache für sich. Das Ölsäurespektrum besteht ungefähr aus 63% Eicosensäure, 17% Docosadiensäure und 16% Docosensäure. Die Maienfelser schreiben:

Das Öl ist von außergewöhnlicher Eigenart. Es zählt durch 97 % der langkettigen ungesättigten Fettsäuren zu den stabilsten antioxidativen Pflanzenölen überhaupt (ähnlich dem Jojobaöl). Trotz seines hohen Molekulargewichtes ist es bei Zimmertemperatur flüssig.

Kosmetische Verwendung: Aufgrund seiner Stabilität ist es hervorragend geeignet zur Vermischung mit anderen Pflanzenölen, die durch ihre Zusammensetzung viel empfindlicher sind wie Nachkerze, Hanf, Sonnenblume etc. Das Wiesenschaumkrautöl hat eine hohe feuchtigkeitsspendende und -erhaltende Eigenschaft und ist sowohl für Mischhaut, fette Haut als auch trockene Haut geeignet. Die Haut wird samtweich, elastisch und fettet nicht nach. Außerdem eignet es sich auch gut als Haaröl.
Quelle: http://www.maienfelser-naturkosmetik.de

Ich teste mich gerne durch Öle mit besonderen Zusammensetzungen, so bin ich auch überhaupt erst auf linolensäurebasierte Gesichtsöle gekommen. Diese langkettigen ungesättigten Fettsäuren gibt es so kaum in einem anderen (verfügbaren) Öl, daher war ich sehr gespannt, wie es sich auf der Haut anfühlt. Ob es meinem Broccolisamenöl als Haaröl Konkurrenz machen wird?

Flakonkunst

Flakonkunst

Dieses Foto hat mir besonders gut gefallen. Die kleinen Glasflaschen von Maienfelser sind nicht nur ideal zum Einpacken für unterwegs, sie sehen auch gut aus.

Ein bischen was habe ich natürlich schon getestet, das schiebe ich in diesem Beitrag gleich hinterher.

Das Redpower Öl hat sich für mich als Gesichtsöl nicht als ideal herausgestellt. Ich habe eine Versuchsreihe durchgeführt: am ersten Tag 6 Tropfen, am zweiten Tag 5 Tropfen, am dritten Tag 4 Tropfen und so weiter. Jeweils morgens habe ich das Öl in das hydrolatfeuchte Gesicht einmassiert, abends habe ich zum Öl zusätzlich eine Lotion verwendet. Nehme ich viele Öltropfen, dann liegt das Öl auf der Haut auf und zieht nicht gut ein. Bei nur ein oder zwei Tropfen zieht das Öl zwar mehr oder minder gut weg, aber ich habe nicht das Gefühl, dass meine Haut durchfeuchtet ist. Das ist mit dem Youngster Super viel eher der Fall.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich pulvrige Masken nicht nur mit Wasser oder Hydrolat anrühren werde, sondern ein paar Tropfen dieser Ölmischung hinzugebe. Dadurch werden Heilerdemasken nicht so schnell fest und trocknen die Haut weniger aus. Oder, wie oben schon geschrieben, ich verwende das Öl als Körperöl. Oder – total abwegig bei diesem Speiseöl – ich esse es.

Zum Wiesenschaumkrautöl kann ich bisher nur folgendes sagen: ich verwende es gerne als Handöl. Wenn die Hände noch nass sind trockne ich sie nicht ab, sondern gebe auf die Oberseite insgesamt zwei Tropfen Öl. Erst verreibe ich es auf der (bei mir viel pflegebedürftigeren) Oberseite, dann auf der restlichen Hand. Ich massiere dabei die Muskeln der Daumen und die Finger, Handwurzelknochen und an jedem Finger das Nagelbett. Dazu nehme ich mir ein paar Minuten Zeit: solch eine intensive Pflege benötige ich nur, wenn meine Hände viel geleistet haben, und dann haben sie diese Aufmerksamkeit auch verdient. Sind die Hände trocken dauert es noch zwei, drei Minuten, bis das Öl wirklich eingezogen ist. Dann kann ich auch wieder am Rechner tippen und Türklinken anfassen und Klamotten glattziehen, ohne Öldatscher zu hinterlassen. Das kann ich auf den Tod nicht ausstehen!

 

Verwendet ihr auch Öle in der Körper- oder Gesichtspflege? Was mögt ihr lieber: reine Öle oder Cremes & Lotionen?

12 Comments

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12 Responses to Maienfelser Gesichtsöle

  1. Als ich den Satz gelesen habe, dass das Baumöl für Deine Nase nicht gut riecht, ist mir auch bewusst geworden, wie wichtig das für mich ist: Riecht ein Produkt für mich nicht angenehm, mag ich es nicht benutzen. Irgendwie ist ein angenehmer Geruch sehr wichtig für mich, als wie gut ich ein Produkt letztendlich empfinde!
    Ginni hat kürzlich gebloggt: Warmer Herbst, kühles MauveMy Profile

    • Angenehm muss der Geruch nicht sein, nur erträglich. Das Baumöl habe ich heute im Gesicht verwendet – Tag eins, 6 Tropfen – und der Geruch hält sich echt lange. Was tut man nicht alles um die perfekte Feuchtigkeitspflege zu finden? Falls ich dieses Öl länger verwenden möchte als die Minigröße hält, muss ich es beduften, mit irgendwas passendem. Aber wenn ich den Geruch nicht mehr ertragen könnte, dann wäre es das. Dennoch versuche ich, mich daran zu gewöhnen, dem Öl eine Woche lang eine Chance zu geben. Ich habe mich auch an Sacha Inchi gewöhnt und an diverse Hydrolate, manchmal braucht es etwas, bis die Nase nicht mehr rebelliert. Eine Woche, dann weiß ich mehr. Am Körper? Never ever.

  2. Oooh, ein Beitrag zu Gesichtsölen!
    Ich liebe Öle für das Gesicht ja über alles. Cremes mag ich dagegen eher nicht gern.
    Mit Maienfelser habe ich mich bislang noch gar nicht beschäftigt… Da ist mir wohl etwas entgangen?!
    In den nächsten Tagen geht bei mir ein Bericht über das Inkanussöl von Farfalla online.
    Das Öl von Pai benutze ich auch sehr gerne. Gerade jetzt, wo es dem Winter entgegen geht, ist das echt super.

    Liebe Grüße! 🙂
    Sabine hat kürzlich gebloggt: Aufgebraucht (und nachgekauft) Oktober 2014My Profile

    • Inkanuss, also Sacha Inchi, mag ich gern. Der Geruch war anfangs auch gewöhnungsbedürftig, aber inzwischen mag ich ihn – geschnittenes Gras und Kopfsalat, das riecht so nach Spätsommer. Erst habe ich eine Flasche von Maienfelser aufgebraucht, jetzt habe ich eine von Primavera im Kühlschrank. Ich freue mich auf deinen Bericht zu Farfalla! Vor allem, wie du den Duft empfindest und das Einziehvermögen.

  3. Ich muss zugeben; trotz besseren Wissens, muss für mich der Duft auch mindestens erträglich sein^^, lieber habe ich es aber, wenn ich ihn mag.
    Mit einer Maienfelser-Bestellung liebäugele ich auch noch, vor allem mit den Youngster Ölen, aber so richtig mag meine Gesichtshaut Öl nicht. (der Rest meines Körpers glücklicherweise schon)
    strawberrymouse hat kürzlich gebloggt: Oui, c’est Zuii oder: [Review] Zuii Duo Eyeshadow PaletteMy Profile

    • Dass meine Gesichtshaut kein Öl mag, dachte ich auch immer. Erst mit Ölen reich an Linolen- und Linolsäure habe ich solche gefunden, die nicht aufliegen, sondern einziehen. Manche besser, manche schlechter. Ich finds besonders ansprechend, dass ich Öle partiell auftupfen kann an Hautstellen, die mehr Pflege benötigen: bei mir sind das Wangen und Kieferbereich, alle Haut die sich bewegt, wenn man gähnt. Nicht die typische T-Zone, auch das musste ich erst lernen.

      Wenn du bei Maienfelser bestellst, schau dir auf jeden Fall die Probengrößen an, und auch die Ölportraits der einzelnen Öle, die in den Ölmischungen drin sind. Das hilft bei der Auswahl.

  4. Super Idee, pulvrige Masken mit Öl zu mischen. Ich habe das Antrocknen bis jetzt immer damit überbrückt, mir jede Minute einen Nebel von Hydrolat ins Gesicht zu sprühen. Joghurt habe ich auch mal getestet, aber auch der trocknet irgendwann an, wenn auch nicht ganz so schnell.
    Das mit dem Öl ist ja noch viel besser, das probiere ich mal aus.
    wasmachtHeli hat kürzlich gebloggt: TAG – Top 5 unter 5 € GesichtspflegeMy Profile

  5. Gesichtsöle benutze ich auch sehr gerne, allerdings halte ich mich lieber an reine Öle oder selbstgemischte Mischungen. Die Produkte von Maienfelser reizen mich vor allem, weil die Ettiketten so schön sind 😀 Das Wiesenschaumkraut klingt sehr interessant.

    Liebe Grüße
    H. V hat kürzlich gebloggt: Chagrin Valley – Cafe MorenoMy Profile

    • Selber mische ich Öle auch ab und an, doch die Mischungen von Maienfelser sind so schön, da würde ich mir die Öle nicht alle einzeln kaufen. Es wäre mir schlicht und ergreifend zu teuer. Selbst gemischt habe ich derzeit ein Abschminköl aus Jojoba, Rizinus, Aprikosenkern und ein paar anderen Ölen, vor allem, damit ich sie aufbrauchen kann.

  6. Allerlei Julchen

    Mit den Gesichtsölen von Maienfelser ist meine Haut leider nicht zurechtgekommen, sie ist bei Inhaltsstoffen leider eine große Zicke und reagiert schnell mit Hautunreinheiten.

    Dafür liebe ich den Geruch vom Baumöl, da könnte ich mich glatt reinsetzen und drin wälzen, so unterschiedlich sind die Geschmäcker.
    Allerlei Julchen hat kürzlich gebloggt: Verlinked #26My Profile

    • Hautunreinheiten sind bei mir fast immer da. Es ist nur die Frage, ob sie unter der Haut verkapseln oder durch die Haut durchkommen und dann abfließen/abheilen. Insofern kann ich nicht sagen, ob eine Creme oder ein Öl bei mir Hautunreinheiten fördert, denn es sind die Unterlagerungen, die mich stören, und das passiert wenn die Haut zu wenig durchfeuchtet und unelastisch ist. Bei mir helfen die Öle dabei, die Hautfeuchtigkeit zu halten und die Haut elastisch. Ob langfristig die Öle von Maienfelser Unreinheiten verursachen, das zu erkennen liegt für mich noch in ferner Zukunft.

      Es ist aber ein interessanter Denkansatz für mich, jetzt, wo ich näher auf deinen Kommentar eingehe und drüber nachdenke. Das muss ich im Hinterkopf behalten, falls die Haut erst besser wird, danach aber mehr Unreinheiten aufweist.

      Das Baumöl habe ich inzwischen eine Woche lang im Gesicht getestet, es zieht erstaunlich gut ein und liegt nicht auf, auch bei größerer Menge. Trotzdem irritiert mich der Geruch noch immer, er ist so nach Fenchel, Lakritz, Süßholz, Anis, … Schön, dass er dir so gut gefällt, es ist sicher ein passender Duft zu einem Herbstspaziergang durch einen regennassen Wald im Sonnenschein. Das Bild stelle zumindest ich mir bei diesem Geruch vor.

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