Aromatherapie im Home-Spa

Hab ich euch mit dem Titel gekriegt? Gut so, denn heute stelle ich euch eine Möglichkeit vor, wie jeder aus seiner Dusche eine Aromatherapiesauna machen kann. Wenn euch das Thema Aromatherapie generell interessiert, schaut doch mal bei Ida oder Julia vorbei. Aber zuerst gibt’s hier einen kleinen Kurs in Sachen Home-Spa!

Für Aromatherapie braucht ihr vor allem ätherische Öle. Ich empfehle jedem, sich mal an einer Primavera Schnupperbar oder einer anderen Duftbar durchzuschnuppern. So merkt man schnell, was einem gefällt, und kann sich von den Lieblingsdüften ausgehend weiter zu den Wirkweisen derselben informieren. Ich mag sehr gerne Zitrusdüfte und Blumendüfte, zu diesen Duftfeldern gibt es bereits vorgemischte ätherische Ölmischungen im Handel. Zitrusdüfte wirken stimmungsaufhellend, erfrischend und belebend, Lavendel und Melisse beruhigend; ein paar ätherische Öle mit ihren Wirkungen kennt ihr sicher alle.

Aromatherapiesauna | Feelkraft ätherisches Öl

Auf der Vivaness habe ich die Baldini Mischung Feelkraft ♦ von Taoasis bekommen, besonders gefreut habe ich mich, weil sie in Demeterqualität angeboten wird. Und ihr dürft euch auch freuen, denn zur Zeit gibt es auf der Taoasis-Homepage das Angebot, sich die Mischung kostenfrei zuschicken zu lassen.
Feelkraft Screenshot
Die Mischung duftet nach Zitronengras, Limette und Orange. Prima! Das passt gut zum Sesamöl ♦ von Baensch, in das ich außerdem noch Hagebuttenkernöl und eine Kleingröße Anti-Aging-Öl ♣ von Khadi gemischt habe.

Aromatherapiesauna | Körperöl

Aufgepepptes Massageöl mit Hagebuttenvollfruchtöl, Khadi Körperöl und ätherischen Ölen

Der nächste Teil für meine Aromatherapiesauna ist ein selbstgemischtes Badesalz. Auf ein Espressoglas voll Meersalz nehme ich ein paar Tropfen ätherisches Öl (hier Eukalyptusöl von Provida ♣) und einen Espressolöffel voll Öl (was gerade im Küchenschrank ist). Mischen, fertig! Neben Eukalyptus verwende ich oft Japanisches Minzöl (besonders bei Erkältung) und Teebaumöl, und neben dem oben erwähnten Feelkraft auch das Leichter Lernen ♦ von Primavera. Die Leichter Lernen Mischung riecht auch zitrisch frisch, aber nicht so pieksig, eher rund, voll, weich. Zumindest für meine Nase!

Aromatherapiesauna | Badesalz mit Eukalyptus

Wie wird die Dusche zur Aromasauna?

Ich dusche die Duschwanne heiß aus, schließe den Stöpsel und lasse heißes Wasser ein, so daß die Keramik warm wird. Wir haben eine Duschkabine, die mache ich zu, damit in der Dusche selbst die Wärme verbleibt. Anschließend massiere ich mich großzügig mit dem Aromaöl ein, das ich mir gemischt habe. Wenn ich nach der Dusche sofort ins Bett will und abschalten möchte, verwende ich gerne ein entspannendes ÄÖ (wie Lavendel) als Zusatz zum Massageöl, möchte ich mich eher erfrischen und abschalten, wähle ich Zitrusöle.

Eine 100 ml Flasche reicht mir für drei bis vier Anwendungen, denn ich Öle wirklich sehr, sehr großzügig! An den Füßen beginnend massiere ich das Öl in die Haut, ertaste Verspannungen und versuche meine Muskeln zu lockern. Besonders gut tut so eine Massage nach dem Sport, wenn man leicht verschwitzt ist und das Öl in die warme, schweißnasse Haut einmassieren kann. Wenn ich oben angekommen bin, massiere ich noch einmal zurück, vom Haaransatz im Nacken bis zu den Füßen. Dabei stehe ich auf einem Handtuch, dass eventuelle Öltropfen auffängt.

Anschließend schnappe ich mir mein Badesalz. (Während der Erkältungszeit habe ich gerne mit Eukalyptus und Teebaumöl aromatisiert, das hat mir beim Durchatmen geholfen. Ansonsten wähle ich ein ätherisches Öl, das zu meinem Massageöl passt.) In der Dusche lasse ich das Wasser ab und stöpsele die Wanne wieder zu. Das Wasser, dass ich neu einlaufen lasse, ist so heiß, dass ich es gerade noch ertragen kann. Ich gebe das Badesalz in das Wasser und verteile es gut mit der Brause, so dass sich alle Salzkörner gut auflösen und das ätherische Öl überall in der Duschwanne verteilt wird. Wenn meine Zehen bedeckt sind ist der Wasserstand hoch genug!

Aromatherapiesauna | ätherische Öle

Mit den Füßen im heißen Wasser genieße ich ein paar Augenblicke den Duft des ätherischen Öls, der aufsteigt, und atme tief durch. Dann schnappe ich mir die Handbrause und beginne meine Wassermassage. Dabei massiere ich mit einer Hand, mit der anderen Hand halte ich den heißen Wasserstrahl so, dass er der massierenden folgt. Wieder massiere ich von den Füßen bis zum Nacken und zurück.

Das heiße Wasser löst Bestandteile aus dem Massageöl, es bildet sich ein leichter Schaum auf dem Wasserspiegel. Durch die herunterfallenden Wassertropfen wird das Wasser am Boden bewegt und aufgewärmt, so dass die ätherischen Öle im Dampf mit aufsteigen, sowohl die aus dem Badesalz, als auch die aus dem Massageöl. Wenn man will, kann man jetzt zusätzlich in der vollgedampften Dusche etwas Aromatherapiespray vernebeln, so etwas gibt es beispielsweise von Primavera oder Florascent.

Durch die Wasserwärme und die Massage wird die Blutzirkulation in meiner Haut angeregt und Stoffwechselprozesse können schneller ablaufen. Durch den warmen Dampf kann es schon mal vorkommen, dass mein Kreislauf schlapp macht – besonders, wenn ich krank bin. Spätestens dann höre ich sofort auf!

Generell gibt es zwei Möglichkeiten, die Aromadusche abzuschließen. Ich kann mich nach dem Abduschen in meinen Bademantel wickeln, noch fünf Minuten auf dem Sofa nachruhen und anschließend super bettschwer einschlafen (das funktioniert am besten mit Lavendel). Oder ich mische in einer leeren Shampooflasche auf 100 ml heißes Wasser etwas Duschgel (weniger, als ich für eine normale Dusche verwenden würde), schüttele, und emulgiere die Flüssigkeit auf die nasse Haut. Die Waschwirkung ist nicht sehr hoch, nach dem Abduschen ist meine Haut noch immer gepflegt, aber nicht ölig. Ich brause mich noch einmal lauwarm ab und tupfe die Haut danach trocken.

In jedem Fall muss ich nach dem Duschen die Wanne reinigen, am einfachsten geht das mit etwas Neutralreiniger und Wasser, vermischt in einer Sprühflasche. Wanne ausspülen, Reiniger aufsprühen, mit einer Reinigungsbürste kurz durchbürsten, abspülen, fertig. Das ist wichtig, damit der nächste beim Duschen nicht auf einem Ölfilm ausrutscht.

Seit ich wieder aus Neuseeland zurück bin, mache ich das etwa einmal die Woche. Ich kann es mir gar nicht mehr vorstellen, mich am Wochenende nicht vor dem Duschen einzuölen.

 

Wie bindet ihr Aromatherapie in den Alltag ein?

10 Comments

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10 Responses to Aromatherapie im Home-Spa

  1. Eva

    Wow! Großartige Idee Deine Sauna-Aroma-Dusche!
    Eva hat kürzlich gebloggt: #1Up // KreuzbergMy Profile

  2. Also ich nutze Aromatherapie bisher sehr gerne im Schlafzimmer, zum Entspannen und Einschlafen sowie auch beim Yoga. Ich liebe Träum Schön von Baldini, weil dieser Duft zum Einschlafen mal NICHT nach Lavendel riecht. Ich habe nichts gegen Lavendel, aber zum Einschlafen mag ich penetranten Lavendel-Duft nicht so gerne.
    Ginni hat kürzlich gebloggt: One lovely Blog – 7 Fakten über mich TAGMy Profile

    • Das klingt interessant, muss ich mir merken. Man ist schon ganz schön konditioniert, dass Lavendel in allem Beruhigungskram drin ist – dabei wirken Melisse, Hopfen, Passionsblume und andere Extrakte auch in die gleiche Richtung. Warum also nur Lavendel ÄÖ verwenden?

  3. Wirklich total toll! Von der Aromasauna unter der Dusche habe ich zwar schon gehört, aber es noch nie so detailliert beschrieben bekommen. Ich liebe es heiß zu baden, habe aber leider keine Badewanne. Für mich ist das immer pure Entspannung und danach gehe ich zufrieden schlafen. Vielleicht ist die Aromadusche ein guter Ersatz dafür. Ich habe auf jeden Fall große Lust das auch mal zu probieren. Danke für diesen ausführlichen Bericht! 🙂
    Ätherische Öle liebe ich ja auch. Ich verwende sie zumeist einfach pur auf einem Duftstein, einem Flies oder in einer Duftkerze. Seltener mische ich sie mit einem Basisöl.
    Jess hat kürzlich gebloggt: Belgian Protein WafflesMy Profile

    • Auf der Arbeit habe ich auch ein Duftvlies, da kommen tropfenweise ätherische Öle drauf. Auch sonst nutze ich dort Aromatherapie, das kommt später auf den Blog.

  4. Das klingt nach total Tiefenentspannung 🙂 Ich bin leider nicht so der „Ich massiere mich selbst“-Typ. Und mein Freund will mich so selten massieren. Aber schon toll aromatisiertes Duschbad nach dem die ganze Duschkabine riecht, finde ich total klasse. Klingt auf jeden Fall spannend deine Methode!

    Ich habe dich übrigens für den One lovely Blog Award nominiert. Würde mich sehr freuen, wenn du mitmachst! –> https://lebenswertvoll.wordpress.com/2015/04/20/ich-bin-wieder-hier-one-lovely-blog-award/

    Liebe Grüße 🙂
    lebensWERTvoll hat kürzlich gebloggt: Ich bin wieder hier … One lovely Blog AwardMy Profile

    • Dankeschön für den Award! Ich werde mich demnächst näher damit befassen, diese Woche schaffe ich es leider nicht mehr.

      Mich massiert auch keine anderer (jedenfalls nicht so oft es nötig wäre). Deshalb finde ich es schön, dass sich die mentale Entspannung auf den Körper ausbreitet. Verspannungen kann ich an mehreren Fronten angehen, über Aromatherapie, Bewegung und Entspannungstechniken.

  5. Hanne

    Deine Beschreibung hört sich gut an – Duft und Dampf, hmm. Entspannung pur.
    Der Wasserverbrauch scheint ja nicht gerade gering dabei zu sein, inkl. Wanne-Aufwärmen…

    • Das stimmt. Ich dusche nicht jeden Tag, bei mir mittelt es sich heraus. Dennoch würde ich, auch bei täglichem Duschen, nicht mehr darauf verzichten wollen – es tut meiner Seele einfach zu gut.

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