Basisgarderobe Frühling + Sommer

Zum Frühlingsbeginn habe ich, zusammen mit den mintfarbenen Make-Up-Farben, auch meine Arbeitsgarderobe tauglich für Frühling und Sommer gemacht. Im letzten Jahr hatte ich einige Teile meiner Garderobe “durchgetragen” aber nicht ersetzt, daher konnte ich gezielt auffrischen. Heute geht es also um Klamotten, nicht um Schminke!

Inspirieren lassen habe ich mich unter anderem von Minimalist Beauty mit ihrer bunten Capsule Wardrobe und generell von Into Mind, hier mit einem Quick-Fix-Guide. Das Konzept einer Modulgarderobe wende ich schon konsequent an, wenn ich für eine Reise meine Koffer packe – für die Arbeit habe ich es allerdings noch nie so konsequent durchgezogen wie jetzt!

Basisgarderobe Oberteile

Meine erste Überlegung war mir darüber klar zu werden, welche Wirkung ich nach außen hin durch meine Kleidung haben möchte. Meine Vorstellung war “professionell, business-schick, bequem, variabel, frisch, mit Farbe”, was sich in den Outfits wiederspiegeln soll. Ich darf aber wiederum nicht zu schick angezogen sein, weil es die Kollegen auch nicht sind.

Die zweite Entscheidung war, mich für Silhouetten oder Basiskombinationen zu entscheiden. Da ich für ein halbes Jahr geplant habe, waren gleich ein paar Rahmenbedingungen klar:

  • Ich möchte die Möglichkeit haben, meinen Bewerbungsanzug im Alltag zu tragen. Er besteht aus Hose, knielangem Rock und tailliertem Sakko und ist aus dunkelblauem, glattem Satin genäht.
  • Ich möchte, sofern ich einen finde, noch einen Anzug mit Hose, Rock und Jacke in einer helleren, weniger schicken Variante.
  • Ich möchte auf Stoffhosen ausweichen können und auf eine bequeme, gut sitzende Jeans.
  • Als Oberteile brauche ich Blusen und legere bis schicke Shirts, die sich mit Trägertops kombinieren lassen und unter den Blazern gut ausschauen. Ein Pullover darf auch gern dabei sein.
  • Im Sommer, wenn es warm wird, möchte ich gerne Röcke mit kurzen Shirts zur Auswahl haben.
  • Möglichst viele der genannten Sachen sollte ich aus meinem aktuellen Kleiderschrank finden, nur die Verbindungsteile möchte ich kaufen.

Herausgekommen sind also diese drei Basis-Silhouetten, deren Teile sich untereinander gut kombinieren lassen:

  1. Businesskostüm mit Rock oder Hose, unter dem Blazer eine Bluse.
  2. Stoffhose oder Jeans mit schickem Oberteil
  3. Rock mit Shirt
Basisgarderobe Unterteile


Auf diesem Foto seht ihr die beiden Stoffhosen, die Jeans und den grauen Anzug, die meine Garderobe zusammenhalten. Meine Wildlederturnschuhe haben ungefähr die Farbe der hellen Hose.

Danach habe ich überlegt, wie lange ich bestimmte Kleidungsstücke tragen kann oder will, bevor ich sie wasche. Außerdem, wie oft ich unterschiedliche Outfits tragen möchte. Wenn ich jeden Tag frische Kleidung anziehe und immer komplett anders aussehen will als an den anderen Tagen der Woche, brauche ich sehr viel Kleidung. Mache ich bei beiden Kriterien vernünftige Abstriche, brauche ich gar nicht mehr so viele unterschiedliche Sachen.

  • Kostümhosen und Kostümröcke kann ich ungefähr drei ganze Tage lang anziehen, bevor ich sie waschen muss, und jede dritte Wäsche sollten die Hosen und Röcke zusammen mit dem Jackett in die Reinigung.
  • Ein Jackett kann ich ca. zehn mal tragen, bevor es gereinigt werden muss. Dazu muss ich es allerdings zwischendurch gut lüften!
  • Meine Jeans und Stoffhosen kann ich zwei- bis dreimal tragen.
  • Blusen kann ich zweimal anziehen, dazwischen sollten sie jedoch einen Tag lüften!
  • Shirts auf Baumwollbasis kann ich einmal, manchmal auch zweimal anziehen.
  • Unterziehshirts aus Baumwolle muss ich nach jedem Tragen waschen.
  • Unterziehshirts aus Wolle und/oder Seide kann ich drei bis vier mal tragen, wenn ich sie lüften lasse.

Nachdem ich nun wusste, was ich anziehen möchte, musste ich mich entscheiden, wie oft ich eine gewisse Outfit-Silhouette anziehen mag. Da ich im Frühling eher die Kostümhosen mit den Jacketts anziehe (warm einpacken!) und im Sommer eher die Röcke mit den legeren Oberteilen (kühlend!), bleiben für die Übergangszeit vor allem die Stoffhosen. Ich werde die Klamotten also ziemlich ausgeglichen anziehen.

Basisgarderobe Hauptfarben

Dieses Türkisblau ist die Basis meiner Oberteile.

Meine Businessgarderobe besteht inzwischen aus folgenden Teilen, die mit ° gekennzeichneten Sachen habe ich neu gekauft:

  • ein dunkelblauer Business-Dreiteiler aus Satin
  • ein grau gemusterter Dreiteiler aus Baumwolle-Synthetik-Gemisch °
  • ein dunkelblaues Cordjackett
  • eine Stoffhose in mint °
  • eine Stoffhose in türkisgrün °
  • eine gutsitzende dunkelblaue Jeans °
  • ein knielanger Jeansrock
  • eine langärmelige weiße Bluse °
  • eine langärmelige gemusterte Bluse in mint/türkis °
  • ein langärmeliges weißes Shirt mit Bluseneinsatz vorn °
  • mint-grauer Pullover mit silberfarbener Strickerei an Bündchen und Ausschnitt °
  • ein taubenblauses langärmeliges Shirt
  • ein dunkelblaues langärmeliges Shirt
  • eine kurzärmelige weiße Bluse mit blauem Streifenmuster °
  • ein ärmelloses, hellblaues Baumwolltop
  • ein weißes Trägertop
  • ein hellblaues Top aus Wolle-Seide-Gemisch
  • ein türkisblaues Top aus Wolle-Synthetik-Gemisch
  • ein türkisblaues, schickes Seidenunterhemd °
  • ein weißes Wollunterhemd
  • dunkelblaue Ballerinas
  • schwarze Damenschuhe mit kleinem Absatz
  • türkisfarbene Wildlederturnschuhe
  • türkisblaue Doc Martens
  • Halstuch aus grauer Baumwolle und türkis changierendem Organza
  • eine mintfarbene Baumwolltasche
  • je ein Paar mintfarbene und türkisgrüne Socken °
  • ein Unterkleid °

Das sind 33 Teile, was eine ganze Menge ist. Damit komme ich sicher in den Herbst! Ich habe es nicht darauf angelegt, aber 33 ist auch im Project 333 die Anzahl der Klamotten und Accessoires, die für eine Modulgarderobe einer Jahreszeit (3 Monate, daher die dritte Drei) ausgesucht werden.

Am Körper von oben nach unten gesehen wähle ich jeden Tag zwischen:

  • Oberteil (Unterhemd oder Top | Bluse oder Shirt | Pullover | Blazer)
  • Unterteil (Rock | Jeans | Stoffhose | Anzughose)
  • Schuhe (dunkelblaue Ballerinas | türkisfarbene Doc Martens | schwarze Damenschuhe | türkisfarbene Wildlederturnschuhe)

Sollte ich im Herbst keine Lust mehr auf die Farbkombination haben – tja, dann habe ich noch rote Wildlederturnschuhe

 

Was ist euer liebstes Kleidungsstück, dass ihr immer ganz schnell aus der Wäsche wiederhaben wollt?

4 Comments

Filed under Zeitgeist

4 Responses to Basisgarderobe Frühling + Sommer

  1. Puh … ganz schön viele Gedanken hast Du Dir da gemacht! Ich mag das Konzept und es klingt schlüssig, auch die Farben gefallen mir, wenn auch nicht für meine Garderobe. Ich habe mir bisher noch nicht so große Gedanken über meine Garderobe gemacht, muss ich gestehen. Ich versuche Teile zu kaufen, die ich auch im nächsten Jahr noch tragen mag, ich versuche darauf zu achten, dass die Kleidungsstücke fair oder “öko” sind und ich möchte nicht mehr so viele Kleidungsstücke kaufen und besitzen, wie früher. Aber über meine Outfits habe ich mir noch nie so wirklich solch systematischen Gedanken macht, finde die Idee aber prinzipiell gut. Wenn ich so darüber nachdenke, trage ich meistens leider nur zwei Looks: Jeans mit einem schönen Shirt / Pullover oder aber Jeans mit einer schönen Strickjacke / Cardigan und darunter ein Basic. Ja, zugegeben etwas öde. Ich mag meinen Kleidungsstil auch verändern, irgendwie greife ich aber selten zu Kleidern oder Röcken, eigentlich nie.
    Ginni hat kürzlich gebloggt: Dreamteam: JOIK Shimmering Raspberry Body Lotion und der KESEMy Profile

    • Mir ging es genau so wie dir. Jeans, T-Shirt oder langärmeliges Oberteil, Sweatjacke oder Strickjacke, fertig. So wollte ich irgendwann aber nicht mehr angezogen sein, ich wollte schicker sein. Privat funktioniert das nicht so gut, da gibt es auch nicht die Notwendigkeit dazu. Doch für die Arbeitsgarderobe habe ich es durchgezogen! Wenn die Stücke nicht mehr super für die Arbeit zu gebrauchen sind, wandern sie sowieso in die normale Garderobe, und so wird diese dann – Stück für Stück – aufgewertet.

      Meine neue Jeans ist bio und fair, und das blaue Seidenunterhemd ebenso. Klein anfangen und dranbleiben!

      Andererseits ist auch gar nichts dabei, sich mit Jeans und Pulli durchs Leben zu bewegen. Wenn man das möchte, sich damit wohlfühlt, warum etwas ändern? Das wäre nur eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, und eine teure noch dazu.

  2. Wow! Da hast du dir wirklich viele Gedanken gemacht, liebe Karin.
    Die blau/türkis-Töne gefallen mir gut. Kann ich mir gut an dir vorstellen. Und die Kombinationsmöglichkeiten untereinander sind wirklich praktisch. Ich setze mittlerweile auch auf Basics, die zu vielem kombinierbar sind.
    Meine Arbeitskleidung muss in erster Linie bequem, praktisch und nicht zu neu sein;-) Da ich mit Kindern arbeite, ist das mit der schicken Kleidung kein Thema bei mir. Da wird die neue Jeans eher privat angezogen, dass die Knie nicht gleich durchgerippselt aussehen. Und Oberteile muss ich jeden Tag wechseln…
    Daher geniesse ich es, wenn ich privat dann mal etwas schicker herumlaufen kann.
    Alles Liebe
    Regina
    Regina hat kürzlich gebloggt: *Glutenfrei*: Kokos-CupcakesMy Profile

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