Make-Up am Arbeitsplatz [Routine]

makeup-am-arbeitsplatz_02

Radfahrsaison!
Dreimal pro Woche, bei gutem Wetter an allen Tagen, radle ich zur Arbeit. Nach dem Duschen (Mitarbeiterduschen sei dank!) schminke ich mich auch dort, daher habe ich eine kleine, aber feine Auswahl an Make-Up auf der Arbeit platziert.

Meine Grundausstattung sind Make-Up von Living Nature, Alterra Puder, eine beliebige schwarze Wimperntusche und Lidschatten (LE Alverde) sowie getönte Lippenpflege (Dizao).

Tatsächlich sind in meinem Kosmetiktäschchen ein paar mehr Sachen drin, die sich im Alltag wirklich sehr bewährt haben:

makeup-am-arbeitsplatz_01

Zuerst grundiere ich mein Gesicht mit der Living Nature Foundation in pure sand. Das geht prima aus der Hand aufs Gesicht, ohne Pinsel. Anfangs war ich zu langsam im Auftrag, dann ist die Foundation etwas streifig angetrocknet. Inzwischen habe ich den Dreh raus: ich pumpe ein bis zwei Pumphübe in meine Handfläche, verreibe die Foundation wie eine Tagescreme dazwischen, und presse die Handflächen dann auf Stirn, Wangen und Kinn. Danach verteile ich alles schön, wie beim eincremen, auf dem Gesicht. Mit einem Wassertropfen benetze ich meine Handflächen und verblende den Rest der Foundation an der Kieferlinie den Hals hinunter. An guten Tagen kann ich die flüssige Foundation weglassen.

Um Unreinheiten oder Augenringe abzudecken, tupfe ich – anstatt Concealer zu verwenden – ganz punktuell noch ein bischen Foundation auf die Stellen, die es nötig haben. Da ich Ton in Ton abdecke, gibt es überhaupt keinen Übergang, das Gesicht sieht danach schön harmonisch eingetönt aus. Die Living Nature Foundation hat eine leichte bis mittlere Deckkraft, die sich punktuell sehr gut Schichten lässt, und ich finde das Finish schön natürlich.

Liebe Frau Wuselig, danke, dass du mir auf der Vivaness die Foundation in pure sand überlassen hast. Ich finde sie so gut, dass ich mir in München die Farbe pure honey gekauft habe. Für die werde ich langsam auch zu gebräunt, ich muss sie bald mit der 05 von Hauschka mischen.

Danach fixiere ich die Foundation mit dem Alterra Kompaktpuder in 02 medium. Zum Auftragen verwende ich einen (schlecht gebundenen) Kabuki aus einer limitierten Alverdekollektion. Der Pinsel eignet sich gut, das Puder fein über das Gesicht zu stäuben. Ich glänze schnell speckig, daher ist dieser Schritt für mich unumgänglich. Meine Haut wird samtig matt, ohne totgepudert auszusehen. Auf diesen tollen Puder bin ich dank Valandriel gestoßen, und ich habe ihn schon zweimal nachgekauft: einmal in einer anderen Farbe (ich dachte, 04 sei dunkler getönt als die 02, es ist mir allerdings zu rötlich und nicht wirklich dunkler), und einmal als Doppel zum in der Handtasche lassen.

Durch das samtige Finish kann ich nun den Alterra Quattro Rougepuder mit den Fingern auftragen. Die beiden rötlichen Farbtöne eignen sich gut als Wangenröte, mit dem terrakottafarbenen Ton verblende ich das Wangenrot nach unten (um etwas Tiefe zu schaffen), mit dem Highlighterton nach oben. Dazu nehme ich mit Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger der rechten und der linken Hand jeweils die gewünschte Farbe auf und platziere die Fingerkuppen am Wangenknochen. Der Mittelfinger liegt dabei auf dem höchsten Punkt, der Zeigefinger fühlt die untere Kante des Knochens, der Ringfinger liegt oben auf dem Jochbein. So kann ich die Farben auftragen und gleichzeitig schön ineinander verblenden, was dank des Kompaktpuders außergewöhnlich gut funktioniert.

Als Lidschatten habe ich Farben von Alverde. Das Türkis kennt ihr aus meinem Frühlingsfarbenbeitrag, ein schöner Farbton, um dem Lid ein klein wenig Frische einzuhauchen. Das Lidschattenquattro von Alverde habe ich mir aus zwei Standardpaletten selbst zusammengestellt, ein goldgrüner und ein dunkelgrüner Farbton sowie ein heller und ein dunkler Braunton haben sich als sehr vielseitig gezeigt.

Das schöne: auch diese Lidschatten lassen sich prima mit den Fingern auftragen! Ich habe zwar auch einen Pinsel im Täschchen, aber den benutze ich nie, höchstens mal, um die Kanten ein wenig auszusoften. Mit dem hellen Ton färbe ich das ganze Lid ein, und da die Farben so schön pudrig sind, kann ich die dunklere Farbe schön im äußeren Augenwinkel in der Lidfalte auftupfen und verwischen. Meisterwerke gelingen mir nicht, doch für den Arbeitsalltag ist es eine tolle Sache!

Die zwei Eyeliner – ein mintfarbener aus einer Alverde LE und ein schwarzer, ebenfalls von Alverde – kommen fast genau so selten zum Einsatz wie der Lidschattenpinsel, ich verwende sie kaum. Trotzdem käme mir meine Auswahl ohne diese beiden Produkte unvollständig vor. Theoretisch kann ich beide Produkte gut anwenden, praktisch bin ich zu faul, sie aufzutragen. Höchstens mal ein kleines bischen am äußeren oberen Wimpernkranz den schwarzen.

Die Extreme Carbon Mascara von Alterra ist derzeit meine Lieblingswimperntusche. Sie hat ein Silikonbürstchen (sagt man das so?) und ist recht feucht, daher trennt sie die Wimpern gut und färbt diese tiefschwarz ein. Sie verlängert nicht und macht auch kein Volumen, aber meine durch Foundation und Puder farblosen Wimpern werden gut sichtbar, auch hinter den Brillengläsern. Dafür, dass ich diese Tusche idiotensicher ohne Patzer auftragen kann, ist sie perfekt. Auf Arbeit brauche und will ich keinen dramatischen Wimpernaufschlag. Aber bitte schön, es muss beim ersten Auftragen reproduzierbar gleich gut aussehen! Das leistet diese Mascara für mich. Sie ist ein Alltagsheld.

Mit dem kleinen Interdentalbürstchen könnte ich die Wimpern noch mal trennen, aber der Auftrag mit der Alterra Mascara gelingt so gut, dass ich es fast nie benutze.

Aus der Alverde LE habe ich auch das farblose Brauengel gekauft. Es ist nicht mehr erhältlich, was überhaupt nicht schlimm ist: kauft euch lieber das Gel aus dem Standardsortiment. Das finde ich besser, zudem hat es einen Bürstenaufsatz, mit dem man die Brauen vor dem Fixieren noch etwas von Foundation und Puder befreien kann. Aber gut, ich besitze dieses fixierende Gel nun mal, und es ist ja auch nicht schlecht, aber das andere gefällt mir wesentlich besser von der Anwendung und vom Ergebnis. (Außerdem ist das Gel aus dem Standardsortiment vegan, dieses hier nicht.) Dennoch: für die Arbeit wären mir betonte Brauen zu viel, schön ordentlich dürfen sie jedoch aussehen. Darum ist das Brauengel ein viel genutztes Produkt aus meinem Schminktäschchen.

Last but not least: einer meiner vielen getönten Lippenpflegestifte von Dizao. Anfangs war es der 216 Lotus, ich tausche sie aber nach Lust und Laune. Diese tollen Stifte sind aus keiner Routine mehr wegzudenken, denn sie sind durchweg im Auftrag unkompliziert und lassen sich auch ohne Spiegel nachlegen. Dazu wische ich mit dem Stift über die Lippenmitte und verteile die getönte Tagespflege anschließend mit den Fingerkuppen bis in die Mundwinkel und an den Lippenrand.

Bis auf die Foundation handelt es sich bei allen Produkten um sehr günstige Varianten, die meisten kommen aus der Drogerie. Damit kann ich sehr zuverlässig ein paar Alltagslooks schminken, die mir nicht zu eintönig oder langweilig werden. Sollte mir die Tasche doch mal auf den Fliesenboden fallen und der Inhalt zerbröseln, so what?, dann weine ich den Sachen, bis auf die Foundation, keine Träne nach. Nein, ich gehe zu Rossmann und DM und kaufe Wimperntusche, Puder, Lidschatten und Brauengel nach und ergänze mit Sachen, die ich schon zu Hause habe.

Bei einigen Sachen bin ich inzwischen ein Luxustigerchen geworden, zum Beispiel gefallen mir die Lidschatten von Zuii extrem gut und ich habe mir erst vor kurzem eine 2er und eine 4er Palette gekauft. Ich käme aber nie und nimmer auf die Idee, diese teuren Farben auf der Arbeit zu deponieren.

 

Was sind eure Alltagshelden?
Fahrt ihr auch mit dem Fahrrad zur Arbeit? Schminkt ihr euch manchmal dort?

4 Comments

Filed under Naturkosmetik

4 Responses to Make-Up am Arbeitsplatz [Routine]

  1. Liebe Karin,
    ich finde es toll, dass du nicht nur mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren kannst, sondern dort auch noch duschen kannst! Aber musst du dann nicht viel früher losfahren und auf der Arbeit sein, um das alles noch vor Arbeitsbeginn zu erledigen?
    Deine Produkte hören sich gut an, vor allem die Living Nature Foundation (: .
    Ich habe mir letztens bei der Naturdrogerie Proben mitschicken lassen.
    Liebe Grüße.
    Theresa vom Projekt Schminkumstellung hat kürzlich gebloggt: Aufgebraucht Nr. 11My Profile

    • Ja, ich muss viel früher los. Radeln, umziehen, duschen, anziehen, schminken, das kostet mich 90 Minuten. Fahre ich im Auto mit, dauert eine Strecke ca. 30 Minuten. Ich muss also morgens eine Stunde früher aus dem Haus und zusätzlich abends noch heimradeln.

      … was vielleicht erklärt, warum ich gerade so wenig Zeit zum Bloggen habe …

  2. Den Alterra Quattro Rougepuder habe ich jetzt auch seit kurzer Zeit, verwende ihn aber gar nicht so durchdacht wie Du: Einfach als Rouge, im Pott vermischen, fertig. Dabei klingt das gar nicht so dumm, wie Du es machst, das muss ich auch mal ausprobieren :-)))

    Ich fahre mit dem Auto zur Arbeit, da es für das Fahrrad dann doch etwas weit ist. Da ich in der Stadt wohne und mein Arbeitsplatz aber in der Region ist, bleibt mir nichts andere übrig, denn mit Bus und Bahn wäre ich 3mal so lange unterwegs. Geduscht oder mich geschminkt habe ich bei der Arbeit noch nie, nein. War bisher auch nicht notwendig.
    Ginni hat kürzlich gebloggt: Quartalslieblinge 2015 #2My Profile

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

CommentLuv badge