Tata Harper Discovery Kit + Purifying Cleanser

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Seit ich das Kennenlernset von Tata Harper getestet habe, lässt mich diese Marke nicht mehr los. Sie hat mich nachhaltig beeindruckt. Die Augencreme habe ich euch bereits vorgestellt. Ich möchte euch heute ein bischen was über das komplette Discovery Kit erzählen und welche Schritte in der Hautpflege man damit abdeckt.

Das Tata Harper Discovery Kit besteht aus:

  • Regenerating Cleanser 15ml
  • Hydrating Floral Essence 15ml
  • Rejuvenating Serum 10ml
  • Repairative Moisturizer 10ml
  • Replenishing Nutrient Complex 3ml
  • Restorative Eye Crème 1ml
  • Resurfacing Mask 7,5ml

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Zusätzlich habe ich Pröbchen getestet, und zwar von

  • Refreshing Cleanser (1 Probe)
  • Purifying Cleanser (3 Proben)
  • Nourishing Oil Cleanser (1 Probe)
  • Aromatic Bedtime Treatment (1 Probe)
  • Moisturizing Mask (1 Probe)

Der erste Schritt der Gesichtspflege ist die Reinigung. Tata Harper führt vier Produkte, einen Cremereiniger mit Peelingkörnchen und einen ohne, ein Cremegel und einen Ölreiniger. Alle sorgen dafür, dass die Haut von abgestorbenen Hautpartikeln befreit wird, entweder per Peelingkörnchen oder durch Enzyme oder beides.

Danach versorgt das Gesichtstonikum die Haut mit Feuchtigkeit, Hyaluronsäure (wenn ich es richtig verstanden habe: sowohl niedrigmolekulare als auch hochmolekulare) hilft dabei, diese in der Haut zu binden.

Ein Gesichtsserum sorgt im Anschluss dafür, dass die Haut mit weiteren aufpolsternden und Feuchtigkeit spendenden Inhaltsstoffen versorgt wird.

Jetzt kommt eine Gesichtscreme darüber, die von der Zusammensetzung her nicht so potent ist wie die das Serum; Glycerin findet sich beispielsweise viel weiter vorne in der Liste der Inhaltsstoffe.

Mit der Ölmischung kann man trockene Stellen noch extra pflegen, oder man legt eine dünne Schicht davon über das ganze Gesicht. Persönlich bin ich mit dem Öl als letztem Schritt nicht zufrieden gewesen, ich habe es stattdessen sofort nach der Reinigung aufgetragen, um es mit der Floral Essence gleich richtig schön in die Haut massieren zu können. Hydrolat plus Öl, das habe ich mir so angewöhnt, und das geht auch nicht mehr aus meinem Kopf raus.

Abschließend pflegt man Augen und Lippen, dafür gibt es eine spezielle Augencreme und Lippenpflegestifte.

Als wöchentliche Pflege bietet Tata Harper eine Peelingmaske und eine Feuchtigkeitsmaske an. Erweitert wird Tatas Sortiment durch einige weitere (teilweise viel teurere) Produkte und solche, die ausschließlich über den Direktvertrieb aus den USA zu beziehen sind.

Nun möchte ich euch das Produkt näher vorstellen, dass mich von Anfang an überzeugt hat: den Purifying Cleanser.

Tata Harper Purifying Gel Cleanser

Pröbchen; 125ml in Glasflasche mit Pumpspender | 58€ | Ecocert Organic Cosmetic, vegan | selbst gekauft

Herstellerversprechen und INCI

Purifying Gel Cleanser, ein kraftvoller, entgiftender Cleanser für fettige und problematische Haut.
Dieser Gesichtsreiniger reinigt die Haut gründlich und porentief von Umweltschmutz, überschüssigem Öl, abgestorbenen Hautzellen und Ablagerungen – die Haut ist mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt und im Gleichgewicht.
Eine kraftvolle, reinigende Mischung aus Zucker, Brokkoliextrakt und Fruchtenzymen reinigt die Haut, verfeinert die Poren, während essentielle Öle Hautunreinheiten vermindern. Dieser seifenfreie Gesichtsreiniger hat einen kühlenden Effekt und verhindert das Nachfetten der Haut.

INCI: Caprylic/Capric Triglyceride, Helianthus annuus (Sunflower) Seed Oil, Capric/Caprylic/Triglycerides, Water (Aqua), Glycerine, Propanediol, Glyceryl undecylenate, Aroma**, Sucrose Stearate, Decyl Glucoside, Oryza sativa (Rice) Extract*, Glyceryl Caprylate, Lactobacillus/Punica granatum Fruit Ferment Extract, Papain, Curcuma Zedoaria Root Oil, Magnesium Aluminum Silicate, Sucrose Palmitate, Zingiber Officinale Root Oil, Salix alba (Willow) Bark Extract*, Eugenia Caryophyllus Flower Oil, Sucrose Laurate, Abies PectinateLeaf Oil, Foeniculum Vulgare Oil, Aloe Barbadensis Leaf Extracts, Kaolin, Bioflavanoids, Leuconostoc ferment filtrate, Montmorillonite, Mica, Brassica Oleracea Italica (Broccoli) Extract, Superoxide Dismutase, Soybean Peroxidase, Citral, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Linalool, Limonene
*aus organischem Anbau **therapeutisch-hochwertige, essentielle Öle

Inhaltsstoffe

Der Gelreiniger basiert auf Neutralöl und Sonnenblumenöl. Diese Öle sind nicht besonders teuer, haben aber (für mich) einen Vorteil: meine Haut kommt sehr gut damit zurecht. Neutralöl, das (meistens?) aus Kokos gewonnen wird, ist ein leichtes Öl das sich gut verteilen lässt und schnell in die Haut einzieht. Ebenso Sonnenblumenöl: es hat einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, was meine Haut sehr mag. Glycerin stört mich in dieser Formulierung nicht, ich wasche den Reiniger wieder ab. Interessant finde ich Inhaltsstoffe wie Papain, Montmorillonite und Kaolin, sie haben eine peelende Wirkung. Fermentierter Granatapfelextrakt und fermentierter Rettichextrakt wirken Feuchtigkeit bewahrend. Und dann sind da noch jede Menge anderer Öle und Extrakte, die reinigende, beruhigende oder schützende Wirkung haben.

Geruch und Konsistenz

Für meine Nase duftet der Reiniger nach Rosen und Pflanzenextrakten, und durchaus auch etwas minzig. Die Konsistenz ist gelig, erst cremig, nach dem Auftrag eher ölig. Fast wie ein Chamäleon, denn der Reiniger lässt sich abspülen wie ein hydrophiles Reinigungsöl.

Anwendung

Da der Reiniger sich auf der trockenen Haut recht ölig anfühlt und auch ölig verhält, kann man ihn super verteilen. Nach ein paar Sekunden wird er richtiggehend glitschigt, das erleichtert das Gleiten auf der Haut für eine kleine Gesichtsmassage. Manchmal lasse ich den Reiniger ein paar Minuten auf der Haut, das ist problemlos möglich weil er nicht antrocknet. Danach emulgiere ich ihn mit nassen Händen auf (er wird sofort milchig) und spüle ihn ab.

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Mein einziger Krirtikpunkt: die flüssige Emulsion brennt in den Augen. Solange der Reiniger ölig ist, kann ich ihn ohne weiteres auch an den Augen anwenden. Doch sobald er mit Wasser emulgiert ist, darf er nicht in meine Augen gelangen. Unter der Dusche lässt sich der Reiniger abspülen, ohne dass meine Augen irritiert werden. Nur mit dem Kopf über dem Waschbecken, wenn ich mit der hohlen Hand Wasser an mein Gesicht drücke, kriege ich es nicht so gut hin. Daher habe ich mich entschieden, nach dem Aufemulgieren sofort mit einem Konjacschwamm oder einem Gesichtstuch von Barbara Hofmann die Emulsion abzunehmen. Danach kann ich mein Gesicht abwaschen (splashen) wie gewohnt.

Nach der Reinigung mit dem Purifying Cleanser fühlt sich meine Haut glatt und von innen heraus streichelzart an. Wenn ich ihn regelmäßig anwende fühle ich, wie meine Haut jeden Tag ein bischen weniger verhornt und verschuppt ist und wie die Knubbel unter der Haut nach und nach weniger werden. Meine Poren sind (und bleiben) groß, daran wird auch dieser Reiniger nichts ändern – falls doch, werde ich euch sofort davon berichten.

Persönliche Meinung

Dieser Reiniger hat mich absolut überzeugt! Nicht als Reiniger für jeden Tag, wie Tata Harper es propagiert, aber für ca. drei bis vier Anwendungen pro Woche. Ein paar Tage habe ich ihn morgens und abends benutzt, das war meiner Haut jedoch zu viel Irritation. Ungefähr jeden zweiten bis dritten Tag morgens oder abends angewandt komme ich mit dem Purifying Cleanser am besten zurecht und erziele das schönste Ergebnis: meine Haut ist dann schön glatt und mein Teint wirkt ausgeglichen.

Obwohl der Reiniger für fettige und problematische Haut konzipiert ist, kommt meine trockene Fetthaut sehr gut damit klar, so lange ich es nicht übertreibe und ihn zu oft anwende. Direkt nach dem Abspülen spannt meine Haut auch nicht oder ist übermäßg ausgetrocknet oder irritiert.

Meine Mineralfoundation lässt sich richtig gut auftragen, das Finish wird schon mit weniger Produkt und bei geringerer Deckkraft schön gleichmäßig. Auch flüssige Foundation rutscht besser.

Alles in allem ein tolles Produkt, das ich gerne anstatt eines starken Peelings unter der Woche anwende.

Nachkaufkandidat

Wie würde es die Ahnungslose Wissende formulieren: Folgt nach der Probe die Premiere? Ja, sie folgt. Ich habe mir die Vollgröße des Reinigers gekauft, und ich war sehr ungeduldig, als er bei Amazingy nicht lieferbar war bis Nachschub kam.

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Ja, der Reiniger ist teuer, aber er ist es mir absolut wert. Er wird auch nicht das einzige Produkt aus Tatas Sortiment bleiben, das ich mir kaufe. Da die Anschaffungskosten doch ziemlich hoch sind und ich hier noch sehr viele andere Produkte zum Verbrauchen habe, werde ich nicht auf einen Schlag meine Gesichtspflege komplett auf Tata Harper umstellen. Ehrlich gesagt: das will ich auch nicht. Ich habe ein paar Produkte wirklich lieb gewonnen, zum Beispiel die Summer Time Cream von Martina Gebhardt – diese wird auch mit Tata Harper Bestandteil meiner Gesichtspflege bleiben.

8 Comments

Filed under Naturkosmetik

8 Responses to Tata Harper Discovery Kit + Purifying Cleanser

  1. Oh ha! Das klingt ja richtig überzeugend! Ich kann dich nur zu gut verstehen, liebe Karin. Auch wenn es momentan als Studentin nicht drin ist, SO viel für eine Reinigungsprodukt zu bezahlen, gebe ich an dich schon mal gerne mehr Geld aus für Produkte, die mein Herz höher schlagen lassen. 🙂

    Liebe Grüße,
    Jenni
    pretty green woman hat kürzlich gebloggt: Cremes einfrieren? Ich hab sie wieder aufgetaut!My Profile

    • Liebe Jenni, das ging mir auch so. Ich habe lange überlegt, ob ich mir das Kit kaufe. Denn ich wusste: wenn mir was draus gefällt, was mache ich dann? Kaufen? Nicht kaufen, aber vermissen? Für jeden Tag ist mir das Reinigungsgel zu stark reinigend. Solange ich es nur ab und zu verwende, kommen sowohl Haut als auch Geldbeutel gut klar damit.

      Mich stört es, dass ich mit Produken aus der Drogerie – die nicht mal ein Zehntel kosten! – nicht zurecht komme. Ich habe viel probiert, aber es klappt nicht. Hochwertigere Formulierungen kosten gleich richtig Geld. Verglichen mit den zwei, drei Euro für eine Reinigung aus Müller, Rossmann und Co. sind Santaverde, Martina Gebhardt und i+m schon deutlich teurer. Und Tata Harper setzt noch mal ordentlich was drauf.
      Karin hat kürzlich gebloggt: Zeitgeist #5: LieblinksMy Profile

  2. Hach ja, das ist so eine Marke, die ich prinzipiell gut finde und auch die Zusammensetzung der Produkte überzeugen mich teilweise…aber ich glaube, dass ich mir niemals die Produkte kaufen werde. Ich hatte mal irgendwas davon getestet, weiß nicht einmal mehr genau, was es war. Hängengeblieben ist, dass die Wirkung solide war, aber nicht so, dass es mir der hohe Preis wert wäre.
    Ginni hat kürzlich gebloggt: Liebster Blog #4 TAGMy Profile

    • Mit dem Preis wächst auch bei mir die Erwartung: wieso ein high End Produkt kaufen, wenn ein günstigeres bei ähnlich guten Inhaltsstoffen den selben Effekt erzielt? Ich habe noch keins gefunden und hoffe, dass die Flasche nich so schnell leer wird.

  3. Ich weiß genau was du meinst. Seit ich den getönten Lippenpflegestift von Tata Harper benutze, möchte ich ihn auch nicht mehr missen – trotz des sehr hohen Preises.
    So ein Kennenlernset finde ich auch sehr praktisch!
    Elisabeth Green hat kürzlich gebloggt: Green Goods: KuschelpullizeitMy Profile

  4. Ich kann diesen Zwiespalt auch sehr gut nachvollziehen…Deswegen habe ich förmlich „Angst“, etwas aus dem Travel Set von Kahina Giving Beauty zu benutzen, welches ich kürzlich gewonnen habe. Was ist, wenn mir die Produkte gefallen? Sie sind so wahnsinnig teuer und derzeit fahre ich mit meiner Gesichtspflege ganz gut. Außerdem mag ich den Gedanken auch, regionale Produkte zu unterstützen, die in meinem Fall ua CremeKampagne und i+m sind, die beide gute Inhaltsstoffe mit angenehmen Preis verbinden.
    Herrje!
    Dennoch denke ich, dass man sich auch mal was gönnen sollte. Dieses Gefühl, sich hochwertige Pflege angedeihen zu lassen, sich selbst wertzuschätzen, ist ja auch Lebensqualität.
    Viel Freude damit!
    Meike aka Durch grüne Augen hat kürzlich gebloggt: Getestet: Coconut Shampoo und Coconut Conditoner von Desert Essence [Review]My Profile

    • Vielen Dank!
      Mit Kahina habe ich mich noch nicht sehr beschäftigt, das sind die, die viel Arganöl einsetzen, oder? Da wird einem gleich ein bischen mulmig, wenn man so ein Produkt bezahlt: War das wirklich so toll oder will ich nur etwas Luxus? Werde ich langfristig damit klarkommen, und wenn ja, bin ich dann auch bereit, es nachzukaufen?

      Genuine Glow hat viele hochpreisige Produkte auf ihrem Blog, das hat mich ermutigt, den Schritt zu wagen – zumal ich mit Drogerieprodukten oft unzufrieden bin.

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