PR-Samples und eine ehrliche Meinung

Ihr habt ganz sicher schon mal was ähnliches auf einem Blog gelesen:

Ich habe das Produkt kosten- und bedingungslos als PR-Sample erhalten, aber das beeinflusst meine Meinung nicht. Ich teile weiterhin meine ehrliche Meinung mit euch. Was mich nicht überzeugt, kommt nicht auf den Blog.

Solche Nachsätze unter Blogposts ärgern mich häufig – besonders dann, wenn sie so verklausuliert sind wie mein Beispiel oben.

Ich habe dazu einen zweiteiligen Audiobeitrag aufgenommen …

… und ich würde mich wirklich sehr über einen regen Austausch in den Kommentaren dazu freuen.

Zwei sehr gute Blogposts zum Thema Werbung, PR-Samples, Kooperationen und eigene Meinung findet ihr bei Kathrin | ein bischen vegan und bei Jenny | i love spa, beide haben monetarisierte Blogs, verdienen also Geld mit ihren Beiträgen.

Ich möchte euch aber auch einen privaten Blog ans Herz legen, auf dem von vornherein klar ist: „geschrieben wird nur über Produkte, die überzeugen“. Ida | Herbs & Flowers hat meiner Meinung nach eine sehr sehr gute Mischung an bezahlten Inhalten (nämlich wenig für einen Hobby-Blogger) und informativen, hübsch bebilderten Beiträgen (alle!). So viel Mühe und Herzblut, wie sie sich gibt, würde ich mir auch nur bei Produkten und Firmen machen, die mich überzeugen.

 

Wie steht ihr zu den Themen Transparenz, PR-Samples, Werbung, Disclaimer und ehrliche Meinung?

30 Comments

Filed under Naturkosmetik, Zeitgeist

30 Responses to PR-Samples und eine ehrliche Meinung

  1. Liebe Karin,
    ich fühle mich ja fast ein bisschen ertappt. Auch ich arbeite natürlich mit dem Terminus „PR Sample – wurde mir kosten- und bedingungslos zugesendet“. Hinzufüge ich ebenfalls, dass es meine „ehrliche Meinung“ ist, die auf dem Blog landet. Bämm! Genau wie du angesprochen hast.
    Dafür steht nicht da, dass nur überzeugende Produkte auf dem Blog landen – immerhin, was?! 😉

    Ich gebe dir recht, dass man nicht wirklich objektiv bleiben kann – auch andere Dinge, wie die Kommunikation usw spielen da mit rein. Aber ist das nicht ein Stück weit Marketing, was ohnehin für eine bestimmte Entscheidung mit verantwortlich ist und wo ich dann (evtl bei meiner Lieblingsmarke) auch drüber hinwegsehe?!
    Natürlich haben „wir Blogger“ da vl mehr Verantwortung und ich fühle mich gleich nochmal ertappt – größere Flops bzw solche Produkte stelle ich auf dem Blog nicht wirklich vor. Gar nicht unbedingt, weil ich Angst vor keinen Kooperationen mehr habe, sondern weil mir da manchmal meine Zeit etwas zu schade für ist. Das klingt sicherlich mega arrogant und kann wirklich als falsch interpretiert werden.

    Dein Beitrag hat auf jeden Fall was angestupst in mir. Ich weiß gerade nur noch nicht so ganz, wie ich das für mich nutzen und anwenden kann. Mein Blog ist meine „nette“ Oase, auf dem ich mich mit schönen, tollen, liebenswerten Dingen beschäftige. Als Aufklärerin sehe ich mich gar nicht.
    Aber wir hatten ja auch darüber gesprochen, das sich andere (ehrliche) und vl etwas „rotzige“ Beiträge nicht nur gut lesen, sondern auch richtig anfühlen – weil da eben kein Blatt vor dem Mund genommen wird.

    Frage nun: Was kann ich denn drunter schreiben?! Ich möchte ja trotzdem transparent sein.
    Wenn ich einige Artikel lese, welche ein Produkt absolut loben und darunter nur „PR Sample“ steht, kann ich dem Geschriebenen meist gar nicht so viel Glauben schenken. Deshalb habe ich den Zusatz gewählt.

    Grünste Grüße
    Fräulein Immergrün hat kürzlich gebloggt: Reisenachlese: Et kütt wie et küttMy Profile

    • Deinen Blog sehe ich da eher wie Idas Blog: bei dir wird mit Herzblut schöner Inhalt in Szene gesetzt. In den Kommentaren geht es auch ehrlich zu, nicht nur hübsch und toll und positiv. Das finde ich authentisch. Genau so wie auch Theresa arbeitest du auch mal mit Pröbchen und zeigst, welche Dupes es gibt. Das liest sich im Gesamtbild sehr stimmig! Aber du kennst sicher den einen oder andern Blog, der schlecht oder gar nicht kennzeichnet oder nur so versteckt, dass man es gar nicht findet, wenn man danach sucht.

      Im gleichen Sinne positiv finde ich die beiden aktuellen Beiträge von Jenni Pretty Green Woman und Mexicolita. Die gehen ehrlich und transparent mit Kooperationen und Produktmustern um, und das tust du doch auch!

      • Liebe Karin,
        vielen Dank für deine Antwort. Da hüpft mein Herz – ganz ehrlich. Ich versuche den Inhalt abwechslungsreich zu gestalten und zwischen PR Samples, selbstgekauftem oder Pröbchen zu wechseln.
        Ja, bei Jenni und Mexi fand ich die Kennzeichnung auch sehr deutlich und gut. Und ich fand deinen Kommentar unter Jennis Post echt gut – warum nicht sich gegenseitig Kooperationen gönnen.
        Danke!

  2. Bis letztes Jahr habe ich hin und wieder Testprodukte bekommen. Um ehrlich zu sein, ich wäre von Anfang an nie auf die Idee gekommen, nur über die positiven Aspekte zu schreiben oder gar Produkte, die mir nicht gefallen, unter den Tisch fallen zu lassen. Kennst du ciao.de? Dort habe ich mit dem Schreiben von Produktrezensionen begonnen und der Blog war eine logische Fortsetzung. Damals schon habe ich auch von Produkten geschrieben, die mir nicht gefallen haben. Als Warnung sozusagen. Inzwischen weise ich aber natürlich darauf hin, dass vieles eine Sache der Wahrnehmung ist.

    Seit diesem Jahr nehme ich keine PR-Samples mehr an. Nicht wegen dem Negativimage, das Blogger inzwischen deswegen (teilweise) haben, sondern weil ich selbst bestimmen will, worüber ich schreibe. Und nicht so viele Produkte anhäufen will! Um ehrlich zu sein, es ist eine wirkliche Erleichterung.

    Ach ja, mich ärgert ganz was anderes. Wenn dieser Passus, von dem du sprichst, am Ende eines Berichtes steht und vorher nichts darauf hinweist, dass es sich um ein PR-Produkt handelt. Da fühle ich mich manchmal schon ziemlich veralbert. Ich finde immer, es gehört in den ersten Absatz, dass das Produkt zur Verfügung gestellt wurde.

    Liebe Grüße,
    Andrea

    • Liebe Andrea, ich empfinde das genau wie du. Ich lese einen Beitrag, und da stehen solche Sachen drin wie ‚habe ich mir ausgesucht‘ oder ‚fand ich sofort toll und habe es besorgt‘. Ich warte dann immer wann aufgeklärt wird, ob es selbst gekauft wurde oder von einem Shop oder einer PR-Agentur zur Verfügung gestellt. Bei einigen NK-Bloggern, die das im Vorhinein klar stellen, finde ich das nicht nur okay, sondern ausgesprochen prima! Aber dieses hin- und her geschwurbel, das mag ich nicht.

      Mir werden auch manchmal die Produkte zu viel, dann muss ich mich auf eine kleine Auswahl im Alltag beschränken, dann geht es wieder.

  3. Erst einmal muss ich kurz loswerden, dass dieser Audiobeitrag echt gut geworden ist! Ich bin sonst kein so großer Fan von Podcasts, aber dir konnte ich gerade echt gut folgen und fand das zuhören auch angenehm 🙂
    Ich hab zu diesem Thema ziemlich die gleiche Meinung wie du und habe ich mich über den Satz „das beeinflusst meine Meinung nicht“ auch schon oft geärgert. Nicole und ich haben uns sogar in Köln noch darüber unterhalten, dass die Tatsache, dass das Produkt nicht selbst bezahlt wurde, natürlich einen großen Unterschied macht!
    Ich habe damit am meisten Schwierigkeiten wenn das Produkt ziemlich teuer war und ich nicht 100% einschätzen kann, ob ich es mir für diesen Preis auch selbst gekauft hätte. Zu einem Nachkauf kann ich dann oft auch nichts sagen, weil dafür einfach noch zu viele andere Produkte aus der selben Kategorie im schrank stehen.
    Das Sternchen benutze ich allerdings auch und ich schreibe dann auch erst ganz zum Schluss, was es bedeutet. Da das in so vielen Textformen die gängige Art ist, also wenn ich nicht um Beauty-Blogs geht, finde ich das eigentlich auch angemesse. Außerdem hat das Sternchen bei mir immer die selbe Bedeutung, sodass meine Leserinnen mitlerweile wahrscheinlich sowieso auf den ersten Blick bescheid wissen.
    Du ermutigst mich auch gerade wieder dazu, endlich mal wieder einen „Crap“ Post zu schreiben. Diese Kategorie war mir am Anfang immer super wichtig und trotzdem habe ich sie in letzter Zeit ein bisschen vernachlässigt. Ich finde negative Reviews nämlich wie du, genauso spannend und wichtig, wie die Lobeshymnen.
    Auf jeden Fall ist das ein wichtiges Thema, das du da ansprichst und ich finde es ziemlich schön, dass sich in unserer Community so viele Gedanken darüber gemacht werden.
    Liebe Grüße!
    Annabell hat kürzlich gebloggt: Fair Fashion | Von Rückfällen und BabyschrittenMy Profile

    • Liebe Annabell, ich fühle mich geschmeichelt, danke für das Lob 🙂 .

      Ja, der Preis eines PR-Samples ist so eine Sache. Ich selbst versuche, Produkte im Preisbereich zu kaufen die ich als PR-Samples bekomme und umgekehrt. Also ich habe schon mal 60€ für ein Gesichtsreinigungsgel bezahlt, und ich habe schon mal 50€ für eine Creme ausgegeben. Ich weiß wie es sich anfühlt, das zu bezahlen. Aber das ist auch nur jeweils ein Exemplar gewesen. So pingelig, wie ich mit diesen Sachen umgehe, möchte ich auch mit PR-Samples umgehen.

      Nachkaufen kann ich (leider) auch kaum was, da ich oft noch Produkte der gleichen Kategorie besitze.

      Ein Sternchen ist ja schon eine Kennzeichnung, da weiß man, dass es irgendwo erklärt wird. Das ist doch okay, wenn man klare Worte wählt.

      An deinem Blog mag ich so gern dass du zeigst, dass man auch mit kleinem Geldbeutel Abwechslung UND tolle Produkte bekommen kann.

      Ich freue mich immer über solche Flop-Beiträge. Sie helfen mir sehr, meine Haut und deren Pflegebefürfnisse mit denen der Bloggerin zu vergleichen. Das funktioniert oft besser als bei Beiträgen, was man gerne mag.

  4. Hallo Karin,

    ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.^^ Das Thema hatte ich letztens mit Mexicolita und Washing Green – Ich bin gefühlt noch in der Findungsphase, wie kennzeichne ich richtig, so dass es zum einem transparent ist für meine LeserInnen und zum anderen den gesetzlichen Bestimmungen entspricht und ich mich damit wohl fühle. Ich mag beispielsweise den Begriff Werbung nicht, weil ich es einfach irreführend finde. Klar, ein bezahlter Beitrag ist Werbung, aber das ist auch ein unbezahlter Beitrag. So wie ich über ein Produkt auf meinem Blog berichte, werbe ich dafür. Das war mir spätestens innerhalb des ersten Bloggerjahres klar. Dazu kommt, dass bei klassischer Werbung der Inhalt vorgegeben wird und das ist bei mir definitiv nicht der Fall. Deswegen hatte ich anfangs den Begriff Sponsored Post gewählt, weil ich dachte, dass damit jeder etwas anfangen kann. Die Kennzeichnung in der Überschrift lasse ich -aus Platzgründen- weg. Das ist meines Erachtens und rechtlich okay, da der Hinweis „gesponsert“ direkt als erstes Wort im ersten Absatz steht und noch dazu durch Formatierung optisch hervorgehoben ist. Inzwischen bin ich dazu übergegangen zusätzlich eine Erklärung unter dem Post einzufügen die du so toll findest. Übrigens danke für das Feedback. 🙂

    Was PR Samples betrifft, lautet dieser Nachsatz bei mir „… kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Der Beitrag spiegelt meine ehrliche Meinung wieder“. Das kommuniziere ich auch genau so im Vorfeld an das Unternehmen, von dem ich Produkte bekomme und weise explizit darauf hin, dass es alleine meine Entscheidung ist, ob, wann und wie (positiv oder negativ) ich darüber schreibe.

    Über den Zusatz „was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog“ hatte ich auch schon nachgedacht. Allerdings komme ich hier aus einer anderen Richtung als Du. Ich halte das nämlich so wie Fräulein Immergrün. Ich investiere sehr viel Zeit, Mühe und Liebe in meine Blogposts. Umgekehrt ist mir meine Zeit und Energie zu schade dafür über Dinge zu schreiben, die mir nicht gefallen. So könnte aber der Eindruck entstehen, dass ich nur positiv über PR Samples schreibe, weil sie mir kostenlos zur Verfügung gestellt wurden und ich meinen Gegenüber nicht verärgern möchte. Dem ist aber definitiv nicht so und ich denke, dass bei vielen dieser Satz ergänzt wird, um eben diesem Eindruck entgegen zu wirken.

    Natürlich bin ich nur ein Mensch. Deswegen behaupte ich auch nicht, dass mich Bezahlung und Samples nie im Leben beeinflussen würden, denn zu einem gewissen Grad tun sie das natürlich und wenn es nur das ist, dass mir eine Marke besonders sympathisch oder die Kommunikation so toll ist. Das ist menschlich! Ich bin aber speziell in solchen Beiträgen besonders kritisch – mit dem Produkt, aber vor allem mit mir selbst. Am Ende ist es wohl genau das, was meiner Meinung nach wichtig ist: ein selbstkritischer und reflektierter Umgang mit sich selbst. Nur so schafft man es ehrlich zu sein – zu sich selbst und seinen LeserInnen. 🙂

    Liebe Grüße,
    Jenni
    pretty green woman hat kürzlich gebloggt: Die neue Gesichtspflege für empfindliche Haut von CATTIERMy Profile

    • Das hast du echt super formuliert, Jenni

    • So, jetzt komme ich zu einer ausführlichen Antworten. Es stimmt, Werbung ist so ziemlich alles, was wir auf unseren Blogs schreiben und zeigen – wir werden aber nur selten dafür bezahlt. Wenn ich auf deinem Blog einen bezahlten Beitrag lese, freue ich mich jedes Mal: da schätzt jemand deine Arbeit wert, und deine Beiträge sind es auch wert, wertgeschätzt zu werden. Dann ist es nur toll, wenn du dafür bezahlt wirst, anstatt Hinz oder Kunz mit konventionellem Blog, die bloß unreflektiert Sachen zeigen.

      Mir wird mehr und mehr bewusst, dass mich so ein Nachsatz erst dann ärgert, wenn ich das Vertrauen in einen Blogger und seine Authentizität verliere. Wenn ich überlegen muss, ob ich gerade eine Produktkooperation lese oder einen Beitrag, bei dem Geld geflossen ist. Oder eben nicht. Oder halt doch. Denn solchen Bloggern gönne ich die PR-Samples und die bezahlten Kooperationen nicht. Aber eine Kooperation bei Ida, bei dir, bei Theresa oder Liv? Kein Problem! Da finde ich es total cool, dass die Kohle bei den „Guten“ landet.

      Ich finde, bei dir liest man auch immer mit raus, dass du ehrlich bist, selbstkritisch und reflektiert. Beispielsweise bei deinen Lippenstift-Beiträgen. Ich kann das gar nicht festmachen an was das liegt, aber die finde ich sehr authentisch.

  5. Corinna

    Hallo zuammem
    Ich bin Mutter, 47 Jahre alt und habe sehr gerne Naturkosmetik und lese sehr gerne Blogs darüber. Ich lese auch sehr gerne Artikel wie diesen hier über ein Bloggerleben und seine Problematik. Da kann der Leser auch viel lernen und selber besser einen Artikel einschätzen. Ich möchte aber auch ein paar Denkanstösse als Leserin meinerseits geben. Ich habe das App Bloglovin. Ich finde das ziemlich praktisch. So kann ich mehrere Blogger einfacher folgen.
    Ein Blogger muss sich vielleicht bewusst machen, dass wir Leserinnen Blogs lesen im Zug, Im Bett, im Auto bei einer roten Ampel, auf dem Handy oder IPad. Das heisst Kleinformat oder Grossformat. Und zwar mehrere Blogs. Dann finde ich Blogs cool, die weniger mehr sind. Das heisst, die am Anfang eine einfache übersichtliche Transparenz haben, die auch ein Laie versteht ( ohne grosse Sucherei, den die Ampel geht ja wieder mal auf grün :-)), dann gut recherchierte Produkte, ob schlecht oder gut sei dahin gestellt. Dann Themen, die nicht schon -zig andere Blogs geschrieben haben, die alle ein bisschen gleich tönen und man das Gefühl bekommt, dass alle die gleichen PR-Samples erhalten? Ich möchte es nur als Input geben, dass ich es als Leser es nicht gerne kompliziert mag. Blogs lesen macht Spass und ist interessant. Ich mag klare und ehrliche Blogs. Und möchte mir eigentlich nicht erst Gedanken machen; Wie hat der Blogger das Produkt nun erstanden, wo steht es? Oben ? unten? Muss ich mir als Leser dabei etwas denken? Ist mir nicht mehr wichtig, wenn ich merke, dass der Blogger sich wirklich mit dem Produkt auseinander gesetzt hat und gut recherchiert hat, so dass der Leser das auch spürt und weiss was ihn erwartet, wenn er das Produkt kauft. Dann wird es mir egal, ob das Produkt bezahlt oder nicht bezahlt wurde. Man muss auch ein Produkt nicht schlecht oder für gut stempeln, sondern eher wie ein Erlebnis erzählen, ist viel spannender und der Leser kann sich selber entscheiden, ob es nach seinem Gusto ist oder nicht. So, das waren Gedanken zusammengefasst von einer einfachen, nicht mehr ganz jungen Leserin , die sehr gerne gutgeschriebene Blogs mit eigener Note liest. Herzliche Grüsse

    • Hallo Corinna,
      Da hast du was ganz wichtiges angesprochen: den Spaß an der Sache. Blogger bloggen, weil sie gern schreiben, Leser lesen, weil sie sich informieren möchten und kurzweiligen Zeitvertreib suchen. Wenn für beide Seiten der Spaß- und Genussfaktor im Vordergrund steht, und beide Seiten auch Spaß haben, ist alles okay. Erst dann, wenn da was schief läuft, fühlt es sich komisch an. Das merkt der Leser!

      Ich nehme mir für mich mit, auch öfter mal einen kurzen, knackigen Blogpost zu veröffentlichen. So was wie „Fingerfood“ anstatt ein „Drei-Gänge-Menü“. Ich finde das einen sehr guten Gedanken von dir, dass der Leser seine Blogger mit der Zeit kennt und weiß, auf was er sich einstellt und auf was er sich verlassen kann. Dann sind kurze Erlebnis-Beiträge sehr viel mehr wert als rein objektive Produkrezensionen.

      Ich freue mich total, dass du dich zu Wort gemeldet hast 🙂 .

  6. Ich freue mich, wenn sie auch Leser zu Wort melden, denn für die schreiben wir Blogger ja – auch wenn wir immer auch Leser sind. Ich hoffe allerdings, dass nicht wirklich jemand an der roten Ampel Blogposts liest. Nicht, weil ich mich nicht gewertschätzt fühle oder weil ich so ausufernd schreibe, einfach weil es ablenkt und das gefährlich werden kann.

    Jenni hat ja schon geschrieben, dass wir uns erst kürzlich darüber unterhalten haben. Ich möchte wissen, wenn Geld für einen Post geflossen ist. Aber den Begriff „Werbung“ finde ich tatsächlich auch schwierig. Jenni gibt sich ja sehr viel Mühe bei diesen und das ist für mich einfach keine plakative Werbung, wie die klassische. Es wird eben nicht nur die Fläche bereitgestellt, sondern etwas eigenes Kreatives geschaffen.

    Der Nachsatz „nur was mich überzeugt, landet auf dem Blog“ finde ich auch extrem schwierig. Egal aus welcher Perspektive. Klar, als Blogger schreibe ich auch lieber über die schönen Dinge. Begeisterung macht eben mehr Spaß als Unzufriedenheit, aber ich gerade das finde ich schwierig. Wenn es um ehrliche Meinung geht, kann mir gar nicht alles gefallen. Und das führt dann zu Verzerrungen, wenn Negatives einfach totgeschwiegen wird.
    strawberrymouse hat kürzlich gebloggt: [Fair Fashion] Stell Dir vor: es ist Glamour Shopping Week und niemand geht hin – Version 2017My Profile

    • Das hat mein Mann auch gesagt, Sandra: wenn man negatives auslässt, ist das eine Verzerrung.

      • Fragwürdig dazu finde ich dann die Begründung, -abgesehen davon natürlich, dass man generell lieber etwas Positives schreibt, das kann ich nachvollziehen- dass es ja vielleicht nur bei einem selbst nicht funktioniert. Aber dann müsste ich ja gar keine Blogposts mehr verfassen, denn nur weil es bei mir funktioniert, bedeutet dann ja auch nicht, dass es bei jemand anderes das auch tut.
        strawberrymouse hat kürzlich gebloggt: [OnTour] Schminkberatung im Salon 2My Profile

      • Stimmt, reziprok – geht auch in die andere Richtung, das Argument …

  7. Sonja

    Um nochmal eine Lesermeinung in den virtuellen Raum zu werfen: Ich achte tatsächlich nicht mehr besonders darauf ob PR-Samples oder bezahlte Kooperationen gekennzeichnet sind. Ich als Leser habe – wie bei jeder Form von Konsum – eine Mitverantwortung. Als ich vor einigen Jahren angefangen habe Blogs zu lesen war ich begeistert – kurz. Aber dann ist mir auch relativ schnell aufgefallen, dass innerhalb eines sehr begrenzten Zeitrahmens auf fast jedem Blog die gleiche Anti-Falten-Wunder-Creme auftaucht, die natürlich jeder ganz wunderbar einzigartig findet und – obwohl 150Euro für 30ml natürlich ne Hausmarke sind – ihren Preis auch wirklich wert ist. Wenn ich Lust auf solche Rezensionen hab kann ich mir auch ne Frauenzeitschrift kaufen.
    Gleichzeitig können PR-Samples für mich als Leser aber auch ganz sinnvoll sein, z.B. wenn ich mir Vergleichsswatches anschauen möchte. Denn mal ehrlich, Normalsterbliche wie ich haben selten 7 Lippenstifte einer Farbfamilie im Schrank.
    Mein persönlicher Ansatz ist nur noch Blogs zu lesen bei denen mich das Gesamtkonzept anspricht. Wenn also in einer Woche 17 Produkte vorgestellt werden gehe ich davon aus, dass die nicht ausführlich getestet wurden. Auch wenn ich nur super überschwängliche Bewertungen lese bin ich sekptisch. Denn ich weiß ja aus eigener Erfahrung, dass nur eins von 30 gekauften Produkten mich tatsächlich richtig begeistert. Ein Blogger hat innerhalb von einem Monat drei ganz tolle Shampoos gefunden? Hm, ich suche auch nach 32 Jahren immer noch.
    Ich versuche auch immer mit zu bewerten ob eine richtige Aussage getroffen wird und vernünftige Angaben gemacht werden. „Eine tolle Creme“ sagt eben nichts. Für welchen Hauttyp? Für welche Jahreszeit?
    Und egal wieviele postitive Bewertungen man liest, man sollte stets seine eigenen Prioritäten und Grenzen im Kopf behalten. Mein Gesicht ist ein Problemfall und daher bin ich auch bereit mehr für ein Öl oder ein Serum zu bezahlen. Für eine gute Bodylotion reicht mir hingegen schon der Gang zum Drogeriemarkt.

    Kurz: Ich versuche kritisch zu bleiben und meine Lese-Zeit nur Blogs zu widmen die mir ehrlich und leidenschaftlich erscheinen.

    • Hallo Sonja, dankeschön, das geht runter wie Öl. Ich habe hier noch total viele Produkte zum rezensieren von der Vivaness 2015 und 2016, aber ich mag den Produkten die Zeit geben, die sie brauchen, bis ich mir wirklich eine Meinung gebildet habe. Drum hinke ich immer total hinterher. Aber ich hoffe, dass ich so den Produkten, den Lesern und mir selbst gerecht werde.

      Gestern habe ich Fotos gemacht von den Sonnencremes von Laboratoires de Biarritz, ich habe 3 Nuancen der 30er LSF („farblos“, hell und dunkel). Zu den Trageeigenschaften kann ich wenig sagen, aber ich habe die Farben miteinander gemischt und gefühlt 1000 Swatch-Fotos gemacht. Die Produkte waren PR-Samples, aber ich finde die Sonnencreme ist eine der besten auf dem Markt – auch wenn ich den Kokosduft wirklich nicht mag.

      Welche Probleme hast du denn im Gesicht? Vielleicht kann ich dir was empfehlen, und sei es nur ein anderer Blog, der auf die Thematik eingeht.

      • Sonja

        Ich finde es total in Ordnung wenn man eine Übersicht der Produkte bringt die man auf einer Messe neu kennen gelernt hat, aber für eine ernshafte Bewertung reicht das eben nicht. Übringens danke für die Swachtes von der Sonnencreme. Ich habe die farblose Variante dieses Jahr im Urlaub ausprobiert und festgestellt, dass sie irgendwie nicht mit meiner Hiro Foundation harmorniert. Eine getönte Variante kommt mir also sehr gelegen.

        Auf meiner Haut haben 10 Jahre Akne ihre Spuren hinterlassen, dazu ist sie immer noch Akne-anfällig aber gleichzeit seit ein paar Jahren so trocken, dass sich stellenweise richtig „Platten“ bilden auf denen sich jedes Make-up absetzt. Das einzige Produkt das bisher allen drei Problemen gerecht wurde ist das Pai Rosehip Oil. Übrigens eines der ganz wenigen Produkte das gleichzeitig auf vielen Blogs aufgetaucht ist bei dem ich den Hype verstehen kann.

        @strawberrymouse: Auch wenn du es nicht weißt, auch deinen Blog verfolge ich schon lange. Normalerweise kommentiere ich aber nicht. Hier ging es mir nur darum euch wissen zu lassen, dass es durchaus auch Leser gibt denen die ganze Werbung auf die Nerven geht. Ich habe überhaupt nichts gegen PR-Samples und im Grunde finde ich auch sponsored Posts ok. Natürlich ist ein Blog Hobby, aber es steckt auch Arbeit drin (nehme ich mal an) und ich freue mich, wenn sich das für euch auszahlt. Wenn sowas gekennzeichnet ist, ist mir aber natürlich auch bewusst, dass ein solcher Artikel dann mit großer Wahrscheinlichkeit unkritischer ist. Solange ich finde, dass der Gesamteindruck eines Blogs stimmt lese ich trotzdem weiter, am Ende bleibt es ja immer noch mir überlassen wofür ich mein Geld ausgebe.
        Ich denke, dass es eben auch viel auf die Persönlichkeit eines jeden Lesers ankommt. Wenn ich es toll finde 27 Duschgels rumstehen zu haben kaufe ich natürlich eher ein Produkt das auf irgend einem Blog nichtsagend angepriesen wurde.
        Ich selbst brauche diese Abwechslung aber nicht und bin deshalb froh, dass andere Leute für mich testen. Wenn mich ein auf einem Blog vorgestelltes Produkt interessiert lese ich noch andere Artikel auf anderen Blogs und versuche mir so ein besseres Bild zu machen.
        Es wäre natürlich schön, wenn alle Blogger offen mit dem Thema umgehen und ihre Artikel entsprechend kennzeichnen würden. Ich mache mir da aber keine Illusionen und nehme an das wird nie passieren. Deswegen bleibt am Ende eben als Kriterium nur ob sich ein Blog für mich „ehrlich“ anfühlt.

    • @Sonja: Leser wie Dich wünsche ich mir! Wenn man mehrere Blogs liest, erkennt man, denke ich, durch die oft inflationär gezeigten Produkte, welche Beiträge bezahlt sind/welches PR-Sample sind. Manch einer liest aber vielleicht nur eine handvoll Blogs und dann fällt es eben nicht so schnell auf. Und dann scheint es ja auch die Leser zu geben, die gar nicht soviel wollen und denen ein „das Duschgel befindet sich in einer gelben Tube, es schäumt gut und riecht lecker“ ausreicht.
      Ob PR-Sample oder Sponsored Post, aber wie wirkt es auf Dich, wenn dem ganzen „Werbung“ vorangestellt steht?
      strawberrymouse hat kürzlich gebloggt: [OnTour] Schminkberatung im Salon 2My Profile

      • „Es ist eine Creme. Ich trage sie auf meine Haut auf. Danach fühlt meine Haut sich eingecremt an.“ *gnihihi*

  8. Hallo Karin,

    ein spannender Post, ein spannendes Thema! Ich finde es super, dass in dieser Richtung gerade mehr unternommen wird und es auf einigen Blogs auch transparenter zugeht als bis vor kurzem. Ich denke, die Kampagne „Transparenz im Netz“ hat da auch ihren Teil beigetragen – finde ich toll 🙂

    Ich muss sagen, ich lese selbst eigentlich fast nur NK- oder Nachhaltigkeit-Blogs, und habe den Eindruck, da wurde mit dem Thema eh schon immer ehrlicher umgegangen. Auf konventionellen Blogs fehlt jegliche Kennzeichnung, obwohl vom Gesetzgeber doch glaube ich schon in irgendeiner Form vorgeschrieben, oft immer noch komplett, und da komm ich mir als Leser doch ver*rscht vor. Meist ist es ja auch offensichtlich. Ich verlinke dir hier mal einen genialen Post zum Thema „Matratzen-Sponsoring“ 😀 http://innocentglow.de/schlaftipps-matratzenwerbung-auf-blogs/

    Zu deiner Kritik an der Art der Kennzeichnung: ich bin dem Sätzchen „Was mich nicht überzeugt, landet nicht auf dem Blog“ ebenfalls auf NK-Blogs noch nie bewusst begegnet. Irgendwie gehört es zu meinem Selbstverständnis, auch zu kritisieren und zu mäkeln, ich selbst tu‘ das jedenfalls gern und oft, völlig egal ob gesponsort oder gekauft. Posts müssen Mehrwert bieten, und das tun sie wohl kaum, wenn nur drinsteht „alles super“. Generell verstehe ich aber auch den Konsens aus einigen der vorherigen Kommentare – natürlich schreibt man lieber über das, was man toll findet, und lässt schlechte Produkte auch mal unerwähnt. Vielleicht wäre es eine Idee, monatlich oder vierteljährlich eine Art „Blogparade“ (doofes Wort und eigentlich mag ich sowas auch nicht so gerne), blogübergreifend, mit Fehlkäufen etc. zu initiieren? So wird man als Blogger auch selbst daran erinnert, nochmal über das eher ungeliebte oder schlicht nur unpassende Produkt XY zu schreiben.

    Liebe Grüße,
    Kati
    Kati hat kürzlich gebloggt: Vegan Beauty Basket // März ’17My Profile

    • Das ist eine sehr gute Idee, Kati! Ein paar mal im Jahr gesammelt über Sachen zu berichten, die nicht „gepasst“ haben, finde ich clever. Vor ein paar Tagen hatte ich eine allergische Reaktion auf eine Reinigungsmilch, und letztes Jahr auf eine Augencreme. Über beides habe ich noch nicht berichtet. Schade eigentlich, wo ich sonst auch gerne mal rummäkele. Ich werde mir Mal Gedanken darüber machen, wie ich da für die Leser einen positiven Mehrwert schaffen kann.

  9. Pingback: Aufgeschnappt #22: Neuigkeiten aus der Welt der Naturkosmetik - herbsandflowers.de

  10. Wichtig ist für mich als Leser und Blogger, dass die Infos zu zugeschickten Produkten oder bezahlten Inhalten gleich am Anfang eines Beitrags kommen. Werden die Infos dazu erst ganz am Ende eingefügt, hat das für mich einen bitteren Nachgeschmack.

    Und eine Kennzeichnung mit „Werbung“ im Titel eines bezahlten Inhalts ist für mich als Leser die beste und klarste Lösung. So ganz verstehe ich die Argumente dagegen ehrlich gesagt nicht. Denn bezahlte Inhalt sind nun mal Werbung, klar können auch unbezahlte Inhalte im Endeffekt eine Werbung für ein Produkt sein. Aber natürlich macht es schon einen erheblichen Unterschied, ob der Inhalt bezahlt wurde oder nicht. Zumindest in meinen Augen.

    Und ich erfahre auch gerne etwas dazu, wie der Kontakt zum Unternehmen zustande kam und abgelaufen ist, so kann ich als Leser besser einschätzen, wie weit die Meinung des Bloggers beeinflusst wurde.

    Und natürlich macht es etwas aus, woher man Produkte bekommt. Da würde ich mich auch niemals rausnehmen. Und wenn es nur eine unterbewusste Beeinflussung ist, daran sollte man sich von Zeit zu Zeit erinnern, so dass man zumindest ein Stück weit gegensteuern kann.

    Ich nehme Testprodukte an, es muss für mich aber Sinn machen, es muss Bedarf für ein neues Produkt bestehen und ich will ohne Vorgaben bewerten können. Auch achte ich darauf, dass der Großteil meiner Produkte selbst gekauft ist, denn ich will nicht nur Inhalte generieren, die nur zustande kommen, weil ich ein neues Testprodukt zugeschickt bekommen habe.

    Kritische Töne sind ein Muss, denn aus eigener Erfahrung weiß jeder, dass niemals alles ein Hit sein kann. Ich habe in den letzten beiden Jahren wenig neue Produkte benutzt, da sammelte sich dann auch wenig an, was nicht funktioniert hat. Aber auch so gab es hier und da mal ein Hydrolat, das ich mir sicherlich nicht noch einmal kaufen werde. Das wird dann auch natürlich mit kurzer Erklärung erwähnt.

    Als Leser will ich unbedingt wissen, was nicht funktioniert hat und warum. Gibt es nur Jubelposts, macht das Weiterlesen des Blogs für mich keinen Sinn. Deswegen lese ich heute auch nicht mehr all zu viele Nk-Blogs.

    So, und jetzt wünsche ich dir und allen Lesern noch einen schönen Sonntag.
    Sabrina @ grün grün hat kürzlich gebloggt: Aussortiert und dann bereut? Tipps, wie du das in Zukunft vermeiden kannst (Minimalismus, ausmisten)My Profile

    • Liebe Sabrina, ich bin total froh, dass ich dich im Netz wieder gefunden habe. Deine Videos damals haben mich nachhaltig beeinflusst zum Thema PR-Samples und Klüngelei mit Herstellern, und ich freu‘ mich total, dass du hier kommentiert hast. Schön, dass du darauf hinweist: „Ich will nicht nur Inhalte generieren, die nur zustande kommen, weil ich ein neues Testprodukt zugeschickt bekommen habe.“ Das finde ich auch einen guten Ansatz, sich dem Thema zu nähern. Ich habe in den letzen Jahren sehr, sehr viel getestet, aber verhältnismäßig wenig darüber gebloggt. Einerseits katapultiert mich das etwas ins ‚Aus‘, weil Hersteller bei mir eben nicht darauf zählen können, dass ihr Produkt auf meinem Blog gezeigt wird. Andererseits habe ich inzwischen ein sehr großes Wissen über die verschiedensten Produkte, und ich kann sie besser einschätzen. Ich glaube, im Fließtext oder im persönlichen Gespräch kommen bei mir viele Marken und Produkte rüber, die keinen eigenen lobhudeligen Blogpost hier haben. Insofern fließt doch viel zurück in den Blog.

  11. Liebe Sonja,
    ich freue mich sehr, dass Du Dich zu Wort meldest! Letztlich sind es ja die Leser für die wir bloggen. Deshalb interessiert mich Deine Meinung dazu auch; wir als Bloggende sind da ja manchmal in einer Blase.
    Ich selbst habe für mich ja beschlossen, dass ich keine bezahlten Beiträge mache, weil es für mich auch schwer vorstellbar ist, dass man da wirklich objektiv bleiben kann. Man erbringt schließlich eine Dienstleistung und da negative Kritik am Kunden zu üben, finde ich auch schwierig. Ich weiß aber von Kolleginnen, dass sie sich sehr genau überlegen, ob und für wen sie bezahlte Werbung machen. Bei Anderen ist es offensichtlich, dass sie es nicht tun. Als Blogger erkenne ich diese natürlich und hoffe einfach, dass auch der Leser dies tut.
    strawberrymouse hat kürzlich gebloggt: Quartalsfavoriten 2017 – die ErsteMy Profile

  12. Liebe Karin,
    deinen Beitrag habe ich schon vor einer ganzen Weile gehört, aber glatt vergessen zu kommentieren.
    Das Thema beschäftigt mich auch täglich! Ich selbst bin dazu übergegangen, meine Kennzeichnungen in „kosten- und bedingungslos zum Testen zur Verfügung gestellt“ und „kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt“ zu trennen, weil ich nun ein paar Mal auf Firmen mit einer Idee zu einem Blogpost zugegangen bin (meine Geswatcht-Reihe, zB die 100% Pure Lippenstifte oder Zao Lippenstifte) und da schon irgendwie obligatorisch ist, dass ich die Produkte nun wirklich zeige, denn genau dafür wollte ich sie ja haben. Mittlerweile denke ich, dass solche eigenen Anfragen manchmal sogar authentischer sind, weil man dann wirklich Produkte erhält (wenn die Marke Interesse hat), die man sich ansonsten selbst gekauft hätte und nicht wie es bei Anfragen von Firmen oftmals der Fall ist, dass einem Produkte zugeschickt werden, die man zwar interessant findet, auf die man ohne Anfrage der Firma aber nicht gekommen wäre bzw. diese selbst nicht gekauft hätte. Vielleicht sollte man diese Kennzeichnungen aber nochmals etwas eindeutiger erklären, darüber habe ich schon oft nachgedacht. Auf die Schnelle kam es mir zumindest falsch vor, etwas als „bedingungslos“ zu deklarieren, was im Endeffekt nicht bedingungslos ist (entweder weil ich in der Kommunikation nicht direkt von einer bedingungslosen Zusendung gesprochen habe oder weil es tatsächlich irgendwelche Bedingungen gab, zB tatsächliches Zeigen der Produkte). Mich würde ja schon sehr interessieren, wie ihr anderen Bloggerinnen auf Anfragen eingeht. Nennt ihr dann erst mal eure Bedingungen vor Zusendung (keine Garantie des Zeigens, eigene Meinung, auch wenn diese negativ ausfallen sollte usw.) oder nehmt ihr ohne weitere Besprechung einfach Produkte an und zeigt diese dann unter Umständen einfach nicht? Ich habe jetzt schon oft überlegt, mir so eine Art AGB zu schreiben, die man einfach bei einer Anfrage mitschickt und in der alles steht, was eine Zusammenarbeit betrifft (immer eigene Meinung schreiben, wenn auch negativ, Produkt muss nicht gezeigt werden oder ähnliches). Durch meine Aufgebraucht-Beiträge kommt übrigens wirklich so gut wie jedes Produkt auf meinen Blog, egal ob gemocht oder nicht. Selten gebe ich etwas weiter, ohne meine Meinung darüber zu schreiben, weil ich es selbst nicht leeren kann oder möchte, aber in der Regel wird fast jedes getestete Produkt in irgendeiner Form bewertet. Ich habe auch schon oft überlegt, ob ich generell keine Produkte mehr annehmen sollte (wobei ich auch nicht besonders oft etwas zugeschickt bekomme), einfach um wirklich ganz unabhängig berichten und testen zu können, denn allein dass man ein Produkt zugeschickt bekommt, auf das man ohne Anfrage selbst nicht gekommen wäre und dementsprechend nicht gekauft und getestet hätte, ist ja schon eine Art der Beeinflussung, wenn es auch nicht die Meinung zum Produkt selbst betrifft. Deshalb plane ich auch schon länger die Einführung von Affiliate Links, um wirklich unabhängig zu sein, aber dennoch etwas dazuzuverdienen. Momentan betreibe ich meinem Blog ja auch als reines Hobby, nicht als Gewerbe.
    Hach, so vieles zu bedenken, was ja auch immer einen „moralischen“ Beigeschmack hat, denn man will authentisch bleiben, selbst wenn der Blog in irgendeiner Form professioneller wird. Immerhin ist es ja wirklich so, dass mannender es bei einer Kaufentscheidung helfen will, sodass das passende Produkt für den Leser gefunden wird..man will seinen Leserinnen ja nichts „aufschwatzen“ (Thema Kennzeichnung Werbung“, sondern Möglichkeiten zeigen.
    Ich quatsche wieder viel zu viel x) . Eigentlich wollte ich dir nur sagen, dass ich deinen Beitrag sehr interessant fand und mich selbst unentwegt mit dem Thema auseinandersetze, um für mich einen Weg der Transparenz zu finden.
    Ganz liebe Grüße und Danke für deine Offenheit <3 .
    Theresa vom Projekt Schminkumstellung hat kürzlich gebloggt: Aufgebraucht Nr. 2/17My Profile

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