7 Skin Method | Toner, Hydrolat, Gelserum, Gesichtswasser & Co.

Wer mich kennt oder schon länger hier mitliest, der weiß, dass ich absoluter Fan von Hydrolaten bin. Für mich ist eine Gesichtspflege ohne Hydrolat kaum möglich, und von keiner Produktsparte verbrauche ich so viel wie von Tonern, Gesichtswassern und geligen Varianten. Für mich ist dabei entscheidend, dass ein Gesichtswasser kein Reinigungsprodukt ist – na gut, manchmal vielleicht schon – sondern viel eher der erste Schritt der Gesichtspflege.

Derzeit liest man auf Blogs öfter mal über den Trend 7 Skin. Dieser kommt aus Asien, wenn ich mich recht erinnere, aus Korea. Dort wird die Produktart des geligen Toners auf koreanisch als Skin bezeichnet, 7 Skin bedeutet hier, dass man 7 Schichten Toner aufträgt, bevor die restliche Pflege aufgetragen wird.

Drei Schichten Hydrolat gebe ich sowieso fast jeden Morgen auf mein Gesicht, schon seit Jahren. In den letzten zwei Wochen habe ich es mit sieben Schichten probiert, mit unterschiedlichen Produkten und mit wechselndem Erfolg. Heute gebe ich euch einen kleinen Einblick in die Produkte die ich benutzt habe und empfehle euch Toner, die ihr gut in eure Pflegeroutine einbauen könnt.

Dabba Madesüßblütenwasser

Diese Flasche des Dabba Hydrolats habe ich bei einem Einkauf der Naturdrogerie dazubekommen. Danke, Uwe!

Dieses Blütenwasser ist ein fast reines Hydrolat, es wird nur konserviert durch ein Fermentextrakt (Fermentation wie bei Kombucha oder Sauerkraut). Fermentierte Inhaltsstoffe helfen der Haut dabei, Feuchtigkeit zu halten, deshalb sind sie mir als hautpflegende Konservierungsstoffe in Hydrolaten die allerliebsten. Der Sprühkopf der Braunglasflasche versprüht einen feinen Nebeln, der mein Gesicht gut benetzt.


Der Duft des Mädesüßwassers ist krautig und etwas süßlich, er erinnert mich an Kamille. Als ätherischer Inhaltsstoff ist Linalool ausgewiesen, der kommt vom Hydrolat, weil noch Reste des ätherischen Öls enthalten sind.
Ich mag solche krautigen Düfte sehr! Generell finde ich alle Hydrolate von Dabba toll, da kann man fast nichts falsch machen.


Dieses Hydrolat kommt nicht nur alphabetisch in erster Reihenfolge, es ist für Hauttypen wie mich auch meine erste Wahl für die 7 Skin Methode. Der feine Nebel legt sich wie ein Hauch auf die Haut, durch die Verdunstung kühlt es etwas, doch durch das Ferment fühlt sich meine Haut nicht ausgetrocknet an. Zudem gibt es kleine und große Packungen, das ist super für unterwegs oder als Geschenk oder wenn man sich durchprobieren möchte. Nach sieben Schichten bildet sich ein leichter Film auf der Haut, der sich beim Anfassen nicht klebrig anfühlt, aber beim Grimassen schneiden schon. Ich musste das für euch testen, ehrlich, sonst könnte ich darüber gar nicht authentisch Auskunft geben über das Hautgefühl.

Farfalla Rosenblütenwasser


Dieses Rosenblütenhydrolat habe ich mir im Müller Naturshop selbst gekauft.
Auch dieses Blütenwasser enthält neben dem Hydrolat noch Leuconostoc/Radish Root Ferment Filtrate, den Konservierungsstoff, den auch Dabba einsetzt. Gut, dass Farfalla inzwischen umgedacht hat und nicht mehr mit Alkohol konserviert! Als Duft aus ätherischen Ölen sind Citronellol, Geraniol und Farnesol ausgewiesen. Auch hier gilt: das ist ein Qualitätsmerkmal und zeigt, dass nach dem Destillationsprozess nicht das ganze ätherische Öl dem Hydrolat entzogen wurde.


Für meine Nase riecht das Hydrolat rosig und pudrig-fein, nicht zu aufdringlich, nicht zu altbacken. Der Sprühkopf ist leider nicht so toll, man wird fast schon beregnet, wenn man sich Gesicht und Dekolletée einsprüht.


Auch dieses Hydrolat ist für Leute, die nicht zu viel auf der Haut haben wollen, eine gute Wahl. Ich empfehle, den Sprühkopf abzudrehen und etwas in die Handfläche zu schütten. Verreiben, auf die Haut drücken, einziehen lassen, wiederholen. Wenn ich ehrlich bin war es auch dieses Hydrolat, dass ich mir direkt nach der Vivaness gekauft habe, dass mich an 7 Skin herangeführt hat. Es verhält sich in etwa wie das Hydrolat von Dabba, aber mir war der blumige Duft dann doch etwas zu viel.

Kivvi Moisturizing Facial Toner


Den Toner habe ich mir selbst gekauft, im Internet. Bei Hilla, Najoba, Naturdrogerie, … ich weiß es nicht mehr.
Hier haben wir ein echtes Gesichtswasser / einen echten Toner, der aus verschiedenen Inhaltsstoffen gemischt ist. Das Produkt basiert auf Aloe Vera und hat eine Menge schöner Inhaltsstoffe, weiter unten auf dem Foto könnt ihr das nachlesen. Den Toner habe ich übrigens nachgekauft, weil er mir so gut gefallen hat!


Der Duft dieses Toners – es gibt mehrere von Kivvi – ist leicht süßlich und ein bischen nach Aloe Vera. Der Duft ist sehr dezent und ich mag ihn gern, auch wenn für mich persönlich Aloe Vera immer auch ein wenig muffig riecht. Vielleicht weil ich mit diesem Unterton etwas moosiges, waldiges verbinde? Ich weiß es nicht. Alkohol ist hier auch keiner drin.


Dieser Feuchtigkeit spendende Gesichtstoner ist mir für 7 Skin zu reichhaltig, das kommt wohl durch die Aloe Vera. Das Gefühl auf dem Gesicht wird schnell klebrig, und da es keinen Sprühkopf gibt, trägt man doch recht viel pro Schicht auf. Dieser Toner ist für mich eher ein Alltagsheld denn ein Kandidat für 7 Skin.

Lovely Day Hyaluron + Bloom Face Toner


Bei einer Bestellung im hauseigenen Onlineshop von Lovely Day habe ich mir die 50ml Größe des Toners gekauft. Ich glaube, die Verpackung sieht jetzt anders aus, und die Farbe des Toners war anfänglich auch kräftiger ins rosa-pfirsichfarbene. Die Farbe kommt übrigens durch Hibiskus!

Hier sind unter anderem Hyaluronsäure und PHA (Fruchtsäure) enthalten, was ziemlich genau in das Pflegekonzept von Lovely Day passt. Es ist auch ein Ferment drin, aber es wird auch mit anderen Inhaltsstoffen konserviert. Und es ist Glycerin drin, dafür kein Alkohol und keine Duftstoffe.


Der Toner riecht nur leicht, etwas blumig (kommt vom Rosenhydrolat) und säuerlich zugleich. Da der Sprühkopf auch eher Marke „Sprinkleranlage“ ist, bin ich damit vorsichtig umgegangen, damit nichts in die Augen kommt – hier habe ich etwas empfindlich reagiert.


Ich gebe es offen zu: hier bin ich bei 7 Skin ausgestiegen. Das Gesichtswasser ist einfach zu potent, schon bei einer zweiten, großzügigen Schicht hat mein Gesicht angefangen zu brennen. Danach habe ich alles abgewaschen und es nicht wieder probiert. Falls eure Gesichtshaut nicht so empfindlich ist, könnte ich mir aber vorstellen, diesen Toner als erste Schicht dünn aufzutragen, um von der Hyaluronsäure zu profitieren.

Maienfelser Naturkosmetik Holunderblütenwasser


Die Maienfelser Hydrolate gibt es, meines Wissens nach, nur im hauseigenen Onlineshop. Dort habe ich mein Exemplar auch gekauft, schon vor einer ganzen Weile, und muss es nun verbrauchen. Da kommt mir mein Ausflug in das Schichten von Hydrolaten sehr gelegen.

Enthalten ist nur das reine Hydrolat, das bei Maienfelser stets auf viel Rohmaterial destilliert wird. Ich meine mich zu erinnern, dass das 1:1 ist, dass also aus 1 Kilogramm Pflanzenteilen nur 1 Liter Hydrolat gewonnen wird. Geballte Pflanzenpower steckt in jeder einzelnen Flasche!


Leider bin ich vom Duft etwas enttäuscht, das Hydrolat riecht gar nicht so doll blütig und frisch wie ich es von Holunderblüten gewohnt bin. Der Sprühkopf vernebelt auch nicht fein genug, es kommen immer ein paar Tropfen mit.


Ohne Alkohol, ohne Konservierungsstoffe, ohne ätherische Duftstoffe: dieses Hydrolat eignet sich perfekt für alle, die die 7 Skin Methode ganz minimalistisch ausprobieren wollen. Für mich ist es jedoch so minimalistisch, dass fast ein bischen der Spaßfaktor fehlt. Im Alltag greife ich doch eher zu den Varianten von Dabba oder Farfalla.

Santaverde Aloe Vera Toner Sensitive


Dieser Toner wird auf einigen Blogs hoch gelobt, wegen der Inhaltsstoffe und des feinen Sprühverneblers. Vor kurzem habe ich ihn mir bei meiner Aphrodite gekauft – da war ich schon total angefixt vom Layering.

Neben Aloe Vera ist hier Rosenwasser drin, leider auch etwas Alkohol, und auch etwas Glycerin. Aber man hat mir gesagt, ich soll über meinen Tellerrand schauen, der Alkohol wäre wirklich nur wenig und das Glycerin wäre noch weniger, und bei der Feuchtigkeit spendenden Wirkung würde man das kaum merken. Duftstoffe sind aber keine ausgewiesen.


Für meine Nase duftet das Spray ganz dezent nach Rose und auch nach Aloe Vera. Und: ja! Der Sprühaufsatz vernebelt den Toner super fein! Wahrscheinlich auf die kleinste teilbare Menge, die sich auf molekülebene zusammenkrallt, denn ich bekomme nach dem Sprühen immer einen Hustenanfall. Jetzt habe ich erkannt, woran es liegt, und halte brav die Luft an, wenn ich mich mit dem Toner einnebele. Und dann noch 15 Sekunden extra.


Keine Chance, hiermit 7 Skin auf meiner Haut durchzuführen, der Toner ist viel viel zu reichhaltig. Es bildet sich bald eine klebrige Schicht und es entwickelt sich ein Wärmegefühl. Zwei, höchstens drei Schichten kann ich in sieben Schichten unterbringen, aber das ist kein Spaß für mich. Ich denke, dass das Glycerin meiner Haut nicht gut tut, und durch Aloe Vera ist das Produkt sowieso schon sehr pflegend. Für mich ist dieser Toner auch eher ein Alltagsheld, vor allem für abends, wenn mich das Glycerin nicht so nervt wie tagsüber.

Ich habe gelernt: auch in kleinen Mengen kann mir Glycerin ein Produkt vermiesen. Ich werde den Toner dennoch mit Genuss aufbrauchen, aber nicht zum Layern. Die Haut fühlt sich damit schön vorbereitet an für Mineral Foundation, und davon habe ich genug. Der Toner wird also nicht schlecht werden.

Whamisa Organic Flowers Toner Deep Rich


Bei Amazingy habe ich den gelartigen Toner gekauft, aber er ist auch in vielen anderen Shops erhältlich, zum Beispiel in der Naturdrogerie oder bei Savue. Ich glaube, die Marke hat auf der Vivaness gut eingeschlagen, und ich freue mich, dass es inzwischen mehr Läden gibt, die die Sachen ins Sortiment aufgenommen haben. Ich sage nur: Ferment!


Die Konsistenz dieses Toners fühlt sich nicht wässrig an, sondern gelartig, dickflüssig. Er riecht blumig, krautig, muffig, frisch, falls das für irgend jemand Sinn ergibt. Die Inhaltsstoffe sind zu über 97% biozertifiziert, 94% sind Aloe Maculata Blattextrakt. Ich kenne den Unterschied zwischen Aloe Vera und Aloe Maculata (und Aloe Ferox, btw.) nicht, drum kann ich auch nicht sagen, ob das jetzt besser oder schlechter oder nur anders ist als das Aloe-Zeug, was man sonst so kennt. Es ist ca. 1% Glycerin drin, und auch ätherische Öle sind als Duftstoffe zugesetzt. Leider.

Oh, und der Toner kommt in einer Glasflasche mit Schraubverschluss, sprühen ist nicht. Will man aber auch nicht.


7 Skin tauglich? Für mich nicht, leider. Dieser Toner hat die Reichhaltigkeit eines Serums, und ich kann ihn allen unter euch empfehlen, die mit Glycerin und Dufstoffen keine Probleme haben. Mein Gesicht wird schon nach zwei Schichten klebrig und fühlt sich warm an. Das spricht für die Reichhaltigkeit des Produkts, aber mir wird das doch zu viel. Im Wechsel mit dem Toner von Santaverde werde ich den Whamisa Deep Rich Toner gut aufbrauchen können, und vielleicht schaue ich mir danach auch mal die klassiche Variante an. Am liebsten verwende ich dieses Toner-Serum-Gel als Hals- und Dekolletée-Pflege, da fühlt es sich toll an!

Und weil es so schön war, noch ein Produkt für unterwegs, damit man eine achte, neunte oder zehnte Schicht aufsprühen kann!

Primavera SOS Spray


Das Spray habe ich ebenfalls be meiner Aphrodite gekauft, aber Primavera ist ja sowohl im stationären Handel als auch in Internetshops gut vertreten. Ida von Herbs & Flowers hat mich auf dieses Blütenwasser gebracht, sie zeigt es stetig, also ununterbrochen, auf ihrem Blog, zum Beispiel hier (2014), hier (2015), hier (2016) und hier (2017). Danke, Ida!


Durch das enthaltene Bitterorangenwasser ist der Duft bitter und spritzig, Rose rundet aber etwas ab. So fällt das Zaubernusswasser gar nicht mehr auf. Es ist Alkohol enthalten, und ehrlicherweise finde ich den in diesem Produkt sehr erfrischend.


Zum Schichten verwende ich das SOS-Spray nicht, aber ich sprühe es gerne tagsüber oder abends auf mein Gesicht. Manchmal fühle ich mich selbst ganz warm, oder aber meine Ohren werden warm und rot. Dann sprühe ich das Tonic auf, was auf mich sehr erfrischend wirkt. Ich komme dann auch ein bischen runter, so eine kleine Auszeit tut mir ganz gut. Der Sprühkopf ist übrigens toll, er sprüht gerichtet, aber dennoch fein vernebelt. Die Flasche werde ich also mit anderen Produkten nachbefüllen, den werfe ich nicht weg, den Sprühkopf.

Fazit

Ich habe schon fast immer, seit ich Naturkosmetik benutze, Hydrolate auf meiner Haut geschichtet. Zwei bis drei Schichten tropfnass auf mein Gesicht aufzusprühen oder aufzudrücken und langsam einzupressen, das gehört für mich zu meiner ganz normalen, alltäglichen Pflegeroutine am Morgen. Drum habe ich dieses Experiment total gerne durchgeführt! Es hat mir auch Spaß gemacht, deswegen neue Produkte zu kaufen und auszuprobieren.

Dennoch war dieses Experiment für mich nur ein Experiment, und ich werde wieder zu meiner Routine mit 3 Schichten Hydrolat zurückkehren. Aber hey, der Hype vor 7 Skin war 3 Skin, und das habe ich – ohne es so zu nennen oder von dem Trend zu Wissen – für mich als tauglich und sinnvoll praktiziert. Ohne viel Schnickschnack und Schischi. Und da gehe ich wieder hin. Den ganzen fancy stuff werde ich als erste Schicht auf Gesicht, Hals und Dekolletée dünn auftragen, und dann gibt es ein bodenständiges, gutes Hydrolat drüber. Auch wenn die vielleicht für viele da draußen langweilig sind.

Für mich sind und bleiben Hydrolate die Helden des Alltags, und ich will nie ohne sein. In zwei bis drei Schichten. Nicht mehr, nicht weniger.

Schaut bei Instagram mal nach #7skinmethod, da bekommt ihr viele weitere Inspirationen zum Thema. Oder stöbert mal hier im Blog über die Schlagworte unten, in meinen Aufgebraucht-Beiträgen habe ich inzwischen schon recht viele Hydrolate und Gesichtswasser gezeigt und kurz gereviewt.

 

Was ist euer liebster Schritt nach der Gesichtsreinigung / vor der Pflege?
Was haltet ihr vom Schichten oder Layer der 7-Skin-Methode?

15 Comments

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15 Responses to 7 Skin Method | Toner, Hydrolat, Gelserum, Gesichtswasser & Co.

  1. Uh, spannend. Das wär für meine Haut auch viel zu viel. Hydrolate ohne Alkohol liebe ich auch unheimlich. Ich hab so langsam wirklich das Gefühl dass an nur auf diese Art überhaupt wirklich Feuchtigkeit in die Haut schleusen kann. Und mit Aloe Vera (ist ja in vielen solchen Produkten enthalten).
    Ich weiß nicht so ganz was ich von dem Gelayere halten soll. Ich mein, die Natur schafft eigentlich so gut wie perfekte, eigenständige Systeme. Unsere Haut muss also dazugehören. Klar, erhöhter Stress, Umwelteinflüsse, da kommt schon einiges zusammen was Pflegebedarf erhöht. Plus die Individualitäten des Einzelnen.
    Aber ich merk mit meiner Haut immer wieder, weniger ist mehr.
    Ich hab kontinulierlich abgebaut mit Pflegeprodukten und bin das erste Mal in meinem Leben seit der Pubertät wieder glücklich mit meiner Haut. Sie ist nicht perfekt und feinporig, aber ich kann sogar im Laden stehen ohne Foundation tragen zu müssen.
    Seit ich auf die Dabba Hydrolate und hochwertige Öle umgestiegen bin und sogar nur noch dann mein Gesicht reinige, wenn ich Makeup getragen habe (wirklich, weniger ist mehr, Alltagsschmutz ist wohl okay-er als selbst reinzarme Reinigungsmilch? ok Haut?), ein Mal die Woche eine Heilerdemaske (Hautschüppchen) mache und ab und an die Revitalisierende Maske von Dr. Hauschka (Eitelkeit wegen der Poren), hat sie sich enorm aufgeklärt. Der letzte Schub Verbesserung kam dann mit der Ölziehkur Anfang des Jahres.
    Und mach ich mal mehr, merk ich sofort den Unterschied. So ein Experiment würde ich also nie durchführen, weswegen ich so dankbar bin, dass du es tust und darüber berichtest.
    Wahrscheinlich layern die Asiaten nur ganz bestimmte Hydrolate, oder? Aber sieben Schichten? Wie kommen die darauf, hast du darüber etwas erfahren können? Muss wohl auf Erfahrungswerten beruhen. Ich mein, den Zen-Charakter dahinter verstehe ich. Rituale schaffen die den Parasympathikus anregen und geistige Klarheit schaffen. Zeit für die abendliche Pflege im 10 Schritten. Aber dann noch mal sieben Schichten Hydrolat? Nur vor der Pflege oder auch hinterher? Hm…. kurios 🙂 Und wirklich sehr spannend. Und wertvoll davon gehört zu haben. Ja, whamisa ist im kommen. Find ich toll. Und dass Farfalla die Hydrolate nun auch anders konserviert ist ja Gold wert. Das wusste ich noch gar nicht. Klasse!

    Also, vielen lieben Dank für die Info, du Liebe.
    Ich wünsch dir ein paar ruhige Feiertage.
    Lena

    • Hallo Lena! Ich habe getestet, ob ich mit 7 Schichten Dabba ohne weitere Pflege auskomme. Weil ich gerne eine Pflege hätte, die ich systematisch für die Nacht runterfahren kann. Leider reichen die 7 Schichten Hydrolat nicht aus, um meine Haut glücklich zu machen. Ich fahre mit den Fettcremes von Martina Gebhardt bisher am besten. Zu denen komme ich immer wieder zurück.

      Ich verwende routinemäßig (z.B. nach dem Duschen) erst ein ganz leichtes Öl, dann Hydrolat, dann Creme, und dann an den trockenen Stellen noch mal Creme oder einen wasserfreien Balm. Für mich wäre es ein Fortschritt, mehr Hydrolatschichten, aber weniger Produkte zu benutzen.

      Wenn du mit weniger Produkten in einer minimalistischen Routine eine schöne Haut hast, ist das beneidenswert. Ich habe meine Haut jahrelang unwissentlich falsch gepflegt und muss nun die Rechnung bezahlen. Sobald ich nachlässig bin oder krank werde wird meine Haut automatisch schlimmer.

      Ich habe es sogar mal mit Produktverzicht probiert, Gesicht waschen mit dem Konjacschwamm und sonst nichts, da ist meine Haut total ausgezickt. Genau wie damals, als hier für ein paar Monate das Leitungswasser gechlort wurde …

      Wenn du mit wenig klar kommst, ist das das Beste, was dir mit deiner Haut passieren kann!

      • Aaaaah. Das ergibt Sinn. Hydrolat schichten als alleinige Pflege. Ich verwende im Sommer ja möglichst auch nur ein Hydrolat und da sprüh ich auch ordentlich. Aber ich denk das ist eher ein intuitives ’sprüh sprüh spüh‘ bis alles schön feucht ist. Ich verwende da die Dabba Hydrolate. De kamen bei dir beim Testen noch am besten weg, oder?

        Oh, wie hast du denn falsch gepflegt?
        Ich hab da durch meine eigene Faulheit wohl recht viel Glück gehabt. Ich hab viel ausprobiert, nichts hat geholfen und dann hab ich es irgendwie immer gelassen, bis ich durch eine lange Phase in der ich mich von Rohkost ernährt habe wieder angefangen habe mich mit Inhaltsstoffen zu beschäftigen.

        Aber deine Routine klingt für mich einleuchtend.
        Verspürst du einen Unterschied wenn du Öle wechselst? Also nicht nur von Art zu Art, sondern auch von Firma zu Firma?

        Liebe Grüße
        Lena

      • Ja, ich finde, dass Öle unterschiedlicher Hersteller unterschiedlich sind. Vor allem beim Hagebutten-/Hagebuttenkernöl gibt es große Unterschiede, und das sieht man auch ziemlich gut an der Farbe.

        Ich habe meine Haut falsch gepflegt dadurch, dass ich ihr nicht genug Feuchtigkeit eingeschleust habe, die in der Haut geblieben ist. Wasser oberflächlich in Form von Cremes (o/w) auftragen hilft bei mir kaum, ich brauche w/o-Cremes und/oder einen wasserfreien Balsam obendrüber, um den transepidermalen Wasserverlust zu minimieren. Und das habe ich jahrelang nicht berücksichtigt.
        Karin hat kürzlich gebloggt: Umstieg auf Naturkosmetik | QuicktippMy Profile

  2. Hallo Karin,

    ich gehöre auch zur Fraktion: weniger ist mehr! 7 Schichten -egal von was- könnte ich mir für mich persönlich niemals vorstellen. Besonders bei problematischen Inhaltsstoffen, stelle ich mir das nicht wirklich förderlich für die Haut vor. Von der 7Skin Methode hatte ich schon gehört, aber es spricht mich nicht an. Dennoch danke für die Vorstellung deiner Toner-Sammlung 🙂
    Schöne Ostern!

    LG Brigitte

  3. Von der Methode habe ich durch ein Video von Gothamista gehört und war zunächst etwas skeptisch, da ich aber sowieso drei Gesichtswasser zu Hause habe, Kamille, Ringelblume (die beiden aus Marokko) und Schafgarbe von Maienfelser Naturkosmetik, werde ich es vielleicht mal testen. Denn über mehr Feuchtigkeit sollte sich meine Haut freuen.

    Vielleicht würde eines der Elixiere von Yüli für die 7 Skin Methode funktionieren, am besten im Wechsel (je 3 mal 2 Durchgänge) mit einem reinen Gesichtswasser, das könnte eine gute Kombination sein.

    Ich habe mich jetzt über ein Jahr an sehr minimalistischen Pflegeroutinen probiert und meine Haut ist dadurch nicht besser geworden, eher im Gegenteil.
    Auf 10+ verschiedene Produkte habe ich auch jetzt keine Lust, aber mehr als 1-3 sind es dann eben doch wieder. Meiner Haut gefällt es bisher.

    Früher habe ich übrigens sehr aggressiv und austrocknend gepflegt, manchmal befürchte ich, dass ich dafür auch heute noch bezahle.
    Sabrina @ grün grün hat kürzlich gebloggt: Naturkosmetik: Kritische Töne und Transparenz (aus der Welt der Blogs + Blogger)My Profile

    • Yüli wäre mir zu teuer dafür, muss ich gestehen. Zum Kombinieren finde ich solche angereicherten Gesichtswasser aber gut.

      Du bist ja immer noch treuer Fan der Maienfelser, habe ich bemerkt! Ich habe es mal mit deren Cremes probiert, aber irgendetwas mag meine Haut nicht. Den Emulator vielleicht? Dabei mochte ich die Bernsteincreme sehr gern, vor allem den Duft … Ich kann mir gut vorstellen, dass du mit der Myrto-Creme gut klar kommst, in Kombination mit ein paar Schichten Hydrolat wird deine Haut bestimmt gut durchfeuchtet.

      Ich merke, wie meiner Haut Inhaltsstoffe wie Lanolin, Bienenwachs, Milch etc. gut tun. Vielleicht sind die tierischen Varianten für meine Haut besser verwertbar als pflanzliche Alternativen. Leider. Denn ich würde gerne mehr auf Tier in Produkten verzichten. Das war mit ein Grund, warum ich 7 Skin probiert habe.

      Danke übrigens für’s verlinken!

  4. Ich muss ein bisschen klugscheißen, aber ich meine, dass Zimtsäure auch reizt. Und Benzylalkohol wird nicht nur zum Konservieren eingesetzt, sondern ist auch ein deklarationspflichtiger Duftstoff ;D Deshalb habe ich mich an den Kivvi Toner auch noch nicht herangewagt. Ich liebe eher gelige Konsistenzen bei Tonern, deshalb finde ich es auch bei Whamisa schade, dass er nicht reizarm ist. Ich weiche da zur Zeit noch auf Paula’s Choice aus (Earth Sourced-Reihe), weil dieser viele AOX enthält. Allerdings sagt mir die Preispolitik nicht zu und ich werde wohl sehen muss worauf ich dann ausweiche.
    strawberrymouse hat kürzlich gebloggt: Quartalsfavoriten 2017 – die ErsteMy Profile

    • Oh, da muss ich den Beitrag anpassen. Danke für die Info!

    • Sandra, wenn ich dich nicht hätte! Der Benzylalkohol wischt mir immer durch die Finger. Ich bin ohne Laptop unterwegs (Frohe Ostern!) und kann den Abschnitt erst nächste Woche korrigieren. Das mit dem Zimt ändere ich auch, da muss ich mich doch mal schlau machen, wie diese ganzen Duftstoffe in INCI lauten.

      Warst du nicht von dem Toner der Cremekampagne angetan, der +Niacinamide? Und was hältst du von Lovely Day, als Vorbereitung auf Peelings?

  5. Von der 7 Skin Methode habe ich auch schon gelesen. Für mich wäre das too much. 2 Schichten Toner habe ich bisher sowieso genommen, erst mit einem getränkten Wattepad über das Gesicht fahren als Reinigungsschritt. dann doch mal sprühen und andrücken. Vielleicht versuche ich noch eine weitere Schicht. Meine Lieblingstoner sind der Age Protect von Santaverde und Eau extraordinaire von Melvita. Manchmal kommt auch das Rosenwasser von Logona zum Einsatz. Und anschließend halt Pflege.

    Viele Grüße und schöne Ostertage

    • Das klingt sehr vernünftig, liebe Herbstbeauty. Ich bin meist zu faul, mit dem Wattepad nachzureinigen, dabei ist das ganz toll. Ich mag es auch gern, wenn ich mit einem sanften Tuch mein nasses Gesicht abreiben kann, ich sollte das wirklich wieder einführen.

  6. Eine feine Übersicht hast du da zusammengestellt, da bekomme ich direkt Lust, Tonern und Hydrolaten wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken (aktuell bin ich eher im Seren-Rausch). Über meine Vorliebe für das SOS-Spray muss ich jetzt fast selber ein bisschen lachen – zumal es in einem meiner nächsten Blogbeiträge tatsächlich auch schon wieder auftaucht. 😀 Ja, ich mag dieses Wässerchen wirklich sehr und habe es aktuell auch wieder jederzeit in meiner Handtasche dabei.

    Liebe Grüße (und danke natürlich auch fürs Verlinken)
    Ida
    Herbs & Flowers hat kürzlich gebloggt: Statt Blumen: Danke sagen mit dem rosigen Geschenkset von Dr. HauschkaMy Profile

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