Casalfe Haarbürsten

Im Herbst letzten Jahres habe ich Urlaub in Bulgarien gemacht. Anstatt meine Kosmetikeinkäufe im Koffer zu transportieren (denn ich bin nur mit Handgepäck verreist!), habe ich erst daheim meine Mitbringsel bestellt, und zwar im bulgarischen Onlineshop Zoya. Es existieren verschiedene Ladengeschäfte von Zoya, doch in der Nähe meines Hotels gab es leider keines. Die Auswahl ist aber auch im Onlineshop sehr gut, es gibt viele bulgarische Marken. Entdeckt habe ich dort die spanische Marke Casalfe die Haarkämme, Haarbürsten und diverse andere Kosmetikprodukte herstellen. Kurz entschlossen durften zwei der Haarbürsten zu mir kommen. Weil ich sie inzwischen lieb gewonnen habe, möchte ich sie euch heute kurz vorstellen.


Die Verkaufsverpackung der Bürsten besteht aus Pappe, die Sichtfenster sind nicht durch Plastikfolie verstärkt. Finde ich super! Man sieht auch gleich, warum ich die Haarbürsten gekauft habe: sie sollen nicht an den Haaren zerren und ziepen. Was sie, meiner Erfahrung nach, auch nicht tun. Check!

Der Markenaufdruck auf dem Handgriff löst sich schon nach wenigen Monaten, er wird wohl mit der Zeit verschwinden. Mich stört das nicht. Unten im Bild seht ihr die Bürste, die ich viel verwendet habe, oben im Bild liegt die, die ich weniger verwendet habe. Ja, Blogger machen manchmal komische Sachen, um Vorher-Nachher-Bilder für den Blog zu bekommen.

Die Rückseiten meiner Bürsten bestehen komplett aus Holz. Sie fühlen sich angenehm an und liegen gut in der Hand.

Die Vorderseiten jedoch, wie ihr hier sehen könnt, bestehen aus einem Stück Plastik. Die grüne Bürste soll beim Entwirren helfen, die braunrote ist eine Leichtkämmbürste.

Dann schauen wir uns die Bürsten doch mal näher an!
Links die Entwirrbürste hat festere, dickere Borsten, diese sind unterschiedlich hoch, das Noppenbett ist fest.
Rechts die Leichtkämmbürste hat dünnere, biegsamere Borsten, diese sind alle gleich lang, und das Noppenbett gibt nach, wenn man auf die Noppen drückt.

Grüne Entwirrbürste

Unterschiedlich hohe Borsten greifen gut in die Haarsträhnen, ich kann damit gut von unten nach oben wandernd meine Haare entwirren.

Das Noppenbett liegt platt eingefügt auf dem Holzkörper der Haarbürste. Dadurch können sich keine Haare zwischen den einzelnen Noppen und der Bürste verfangen.

Durch die stabilen Borsten kann ich meine Haare sogar in tropfnassem Zustand entwirren. Diese Eigenschaft schätze ich besonders, wenn ich meine Naturlocken aufkneten möchte. Wenn ich in halbtrockenem oder trockenem Zustand bürste, verschwinden die Locken, zurück bleiben nur sanfte Wellen. Mit meinen Holzbürsten kämme ich nur sehr, sehr ungern feuchte Haare, in diesem Fall bin ich wirklich zufrieden mit den Bürsten.

Auch in trockenem Haar benutze ich die Bürste gerne, vor allem, wenn ich über’s Wochenende meinen Nachtzopf mal zwei Tage getragen habe. Flusen aus den Haaren bleiben in der Bürste hängen, und dann wasche ich die Bürste einfach mit einem Nagelbürstchen und etwas Seife oder Shampo aus. Trocknet super schnell und ist fast sofort wieder einsatzbereit, diese Bürste!

Braunrote Leichtkämmbürste

Hier könnt ihr schön erkennen, dass die einzelnen Noppen dünner und länger sind als die der grünen Bürste. Damit lassen sich meine Haare gut und schnell durchkämmen, wobei ich einen glättenden Effekt beim Kämmen feststellen kann. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sonst meine Bürsten Holznoppen haben, und davon viel weniger im Bürstenkopf Platz haben.

Bei der Leichtkämmbürste befindet sich das Noppenbett eingelassen in den Holzkörper, auch hier verfangen sich meine Haare nicht – weder in den Noppen noch an der Verbindungsstelle. Das Plastikteil dieser Bürste besteht ebenfalls aus nur einem Stück.

Die Borsten / Noppen wölben sich mit dem Noppenbett nach oben, so kann sich die Bürste beim Kämmen der Kopfform anpassen.

Die Noppen der rotbraunen Leichtkämmbürste sind länger und schmaler als die der grünen Haarbürste, sie fächern schön auf und geben besser nach. Auch diese Bürste lässt sich schnell und einfach waschen und ist im Nu wieder trocken.

Gemeinsamkeiten

Beiden Bürsten gemein ist, dass sie die Haare wirklich sanft kämmen, dabei nicht reißen oder ziepen. Da die Borsten samt Noppenbett jeweils aus einem Stück gefertigt sind und keine scharfen Kanten haben, finde ich sie sehr haarschonend.

Im Gegensatz zu Holzbürsten mag ich damit auch meine Haare föhnend in Form bringen. Das kommt zwar nicht so oft vor, doch besonders bei der Leichtkämmbürste habe ich das Gefühl, dass ich die Haare schön glatt föhnen kann. Überkopf, für extra viel Volumen.

Persönliches Fazit

Meine Haare werden länger und länger, ich kann mich inzwischen nicht nur als Langhaar bezeichnen, ich fühle mich auch so. Daher lege ich inzwischen viel Wert auf gutes Haar-Werkzeug, damit ich meine Haare beim Kämmen und Bürsten nicht beschädige. Meine Haare sind recht fein und dünn, ich muss mich vor Haarbruch und Spliss hüten und meine Haare gut pflegen.

Die beiden Holzbürsten vereinen für mich das Beste aus zwei Welten: Holz als nachhaltigen Rohstoff für den Griff und Bürstenkörper, Plastikborsten und Plastikbürstenboden aus einem Stück als haarschonenden Bürsteneinsatz. Besonders direkt vor und direkt nach einer Haarwäsche verwende ich fast ausschließlich diese beiden Bürsten.

Meiner Entwirrbürste (Fake Tangle-Teezer) fallen immer mehr Noppen aus, und wenn sie hinüber ist, werde ich keine solche Bürste mehr nachkaufen. Mir reicht meine grüne Entwirrbürste aus. Zur Massage der Kopfhaut werde ich jedoch weiterhin diese kleinen Plastikmassagestriegel verwenden, da keine andere Bürste aus meinem Bestand meine Kopfhaut so gut reinigt / Hautschüppchen so gut löst wie diese kleinen Wunderdinger.

Im Alltag zwischen den Haarwäschen setze ich nach wie vor auf meine Holzbürsten und Holzkämme. Diese verdrecken nicht mehr ganz so schnell, dadurch brauche ich sie weniger zu waschen und sie werden mir in Zukunft länger halten.

Gekauft habe ich meine Exemplare hier und hier bei Zoya, sie kosten beide knapp unter bzw. über 8 €uro. Die Versandkosten sind mit 6 €uro für den Versand nach Deutschland sehr anständig, meine beiden Bürsten haben also zusammen inklusive Sendung ungefähr 22€ gekostet. Die Herstellerhomepage von Casalfe listet noch viele weitere nützliche Haarsachen, doch ich bin mit den beiden Bürsten, die ich von ihnen habe, vollauf zufrieden.

 

Welche Bürsten verwendet ihr?
Kommen solche Hybridmodelle für euch in Frage, oder bleibt ihr lieber bei Vollholz und natürlichen Materialien?

3 Comments

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3 Responses to Casalfe Haarbürsten

  1. Danke für die spannende Vorstellung der Bürsten!
    Ich benutze seit Ewigkeit lediglich 2 Kämme für meine Haare, einen groben Holzkamm zum Entwirren und einen feineren Kamm zum Kämmen.
    Ehrlich gesagt vermisse ich aber dann und wann das Bürsten der Haare, es ist einfach ein anderes Gefühl als das Kämmen.
    Da meine Haare Zicken sind, die sich schneller verknoten (speziell im Nacken) als ich gucken kann und sehr schnell splissen, habe ich bisher widerstanden.
    Diese Bürsten sehen aber sehr fein aus!
    Meike/ Durch grüne Augen hat kürzlich gebloggt: Geleert und (nicht) gemocht: Oktober bis JanuarMy Profile

    • Hallo Meike,
      ich muss auch darauf achten, meine Haare vorsichtig zu bürsten. Besonders die Spitzen nehmen es mir übel und splissen, wenn ich zu ruppig bin. Ich habe zwar auch Kämme, aber ich gebe zu, die benutze ich vorwiegend im Urlaub oder um einen Scheitel zu ziehen.

  2. Oh, die klingen super. Ich bin ja immer zu faul für Entwirren mit dem Kamm und beim Tangle Teezer sehen meine Locken irgendwie doof ausgebürstet aus. Da gehe ich gleich mal gucken.

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