Category Archives: Anleitungen, DIY, Tutorials

Aromatherapie im Home-Spa

Hab ich euch mit dem Titel gekriegt? Gut so, denn heute stelle ich euch eine Möglichkeit vor, wie jeder aus seiner Dusche eine Aromatherapiesauna machen kann. Wenn euch das Thema Aromatherapie generell interessiert, schaut doch mal bei Ida oder Julia vorbei. Aber zuerst gibt’s hier einen kleinen Kurs in Sachen Home-Spa!

Für Aromatherapie braucht ihr vor allem ätherische Öle. Ich empfehle jedem, sich mal an einer Primavera Schnupperbar oder einer anderen Duftbar durchzuschnuppern. So merkt man schnell, was einem gefällt, und kann sich von den Lieblingsdüften ausgehend weiter zu den Wirkweisen derselben informieren. Ich mag sehr gerne Zitrusdüfte und Blumendüfte, zu diesen Duftfeldern gibt es bereits vorgemischte ätherische Ölmischungen im Handel. Zitrusdüfte wirken stimmungsaufhellend, erfrischend und belebend, Lavendel und Melisse beruhigend; ein paar ätherische Öle mit ihren Wirkungen kennt ihr sicher alle.

Aromatherapiesauna | Feelkraft ätherisches Öl

Auf der Vivaness habe ich die Baldini Mischung Feelkraft ♦ von Taoasis bekommen, besonders gefreut habe ich mich, weil sie in Demeterqualität angeboten wird. Und ihr dürft euch auch freuen, denn zur Zeit gibt es auf der Taoasis-Homepage das Angebot, sich die Mischung kostenfrei zuschicken zu lassen.
Feelkraft Screenshot
Die Mischung duftet nach Zitronengras, Limette und Orange. Prima! Das passt gut zum Sesamöl ♦ von Baensch, in das ich außerdem noch Hagebuttenkernöl und eine Kleingröße Anti-Aging-Öl ♣ von Khadi gemischt habe.

Aromatherapiesauna | Körperöl

Aufgepepptes Massageöl mit Hagebuttenvollfruchtöl, Khadi Körperöl und ätherischen Ölen

Der nächste Teil für meine Aromatherapiesauna ist ein selbstgemischtes Badesalz. Auf ein Espressoglas voll Meersalz nehme ich ein paar Tropfen ätherisches Öl (hier Eukalyptusöl von Provida ♣) und einen Espressolöffel voll Öl (was gerade im Küchenschrank ist). Mischen, fertig! Neben Eukalyptus verwende ich oft Japanisches Minzöl (besonders bei Erkältung) und Teebaumöl, und neben dem oben erwähnten Feelkraft auch das Leichter Lernen ♦ von Primavera. Die Leichter Lernen Mischung riecht auch zitrisch frisch, aber nicht so pieksig, eher rund, voll, weich. Zumindest für meine Nase!

Aromatherapiesauna | Badesalz mit Eukalyptus

Wie wird die Dusche zur Aromasauna?

Ich dusche die Duschwanne heiß aus, schließe den Stöpsel und lasse heißes Wasser ein, so daß die Keramik warm wird. Wir haben eine Duschkabine, die mache ich zu, damit in der Dusche selbst die Wärme verbleibt. Anschließend massiere ich mich großzügig mit dem Aromaöl ein, das ich mir gemischt habe. Wenn ich nach der Dusche sofort ins Bett will und abschalten möchte, verwende ich gerne ein entspannendes ÄÖ (wie Lavendel) als Zusatz zum Massageöl, möchte ich mich eher erfrischen und abschalten, wähle ich Zitrusöle.

Eine 100 ml Flasche reicht mir für drei bis vier Anwendungen, denn ich Öle wirklich sehr, sehr großzügig! An den Füßen beginnend massiere ich das Öl in die Haut, ertaste Verspannungen und versuche meine Muskeln zu lockern. Besonders gut tut so eine Massage nach dem Sport, wenn man leicht verschwitzt ist und das Öl in die warme, schweißnasse Haut einmassieren kann. Wenn ich oben angekommen bin, massiere ich noch einmal zurück, vom Haaransatz im Nacken bis zu den Füßen. Dabei stehe ich auf einem Handtuch, dass eventuelle Öltropfen auffängt.

Anschließend schnappe ich mir mein Badesalz. (Während der Erkältungszeit habe ich gerne mit Eukalyptus und Teebaumöl aromatisiert, das hat mir beim Durchatmen geholfen. Ansonsten wähle ich ein ätherisches Öl, das zu meinem Massageöl passt.) In der Dusche lasse ich das Wasser ab und stöpsele die Wanne wieder zu. Das Wasser, dass ich neu einlaufen lasse, ist so heiß, dass ich es gerade noch ertragen kann. Ich gebe das Badesalz in das Wasser und verteile es gut mit der Brause, so dass sich alle Salzkörner gut auflösen und das ätherische Öl überall in der Duschwanne verteilt wird. Wenn meine Zehen bedeckt sind ist der Wasserstand hoch genug!

Aromatherapiesauna | ätherische Öle

Mit den Füßen im heißen Wasser genieße ich ein paar Augenblicke den Duft des ätherischen Öls, der aufsteigt, und atme tief durch. Dann schnappe ich mir die Handbrause und beginne meine Wassermassage. Dabei massiere ich mit einer Hand, mit der anderen Hand halte ich den heißen Wasserstrahl so, dass er der massierenden folgt. Wieder massiere ich von den Füßen bis zum Nacken und zurück.

Das heiße Wasser löst Bestandteile aus dem Massageöl, es bildet sich ein leichter Schaum auf dem Wasserspiegel. Durch die herunterfallenden Wassertropfen wird das Wasser am Boden bewegt und aufgewärmt, so dass die ätherischen Öle im Dampf mit aufsteigen, sowohl die aus dem Badesalz, als auch die aus dem Massageöl. Wenn man will, kann man jetzt zusätzlich in der vollgedampften Dusche etwas Aromatherapiespray vernebeln, so etwas gibt es beispielsweise von Primavera oder Florascent.

Durch die Wasserwärme und die Massage wird die Blutzirkulation in meiner Haut angeregt und Stoffwechselprozesse können schneller ablaufen. Durch den warmen Dampf kann es schon mal vorkommen, dass mein Kreislauf schlapp macht – besonders, wenn ich krank bin. Spätestens dann höre ich sofort auf!

Generell gibt es zwei Möglichkeiten, die Aromadusche abzuschließen. Ich kann mich nach dem Abduschen in meinen Bademantel wickeln, noch fünf Minuten auf dem Sofa nachruhen und anschließend super bettschwer einschlafen (das funktioniert am besten mit Lavendel). Oder ich mische in einer leeren Shampooflasche auf 100 ml heißes Wasser etwas Duschgel (weniger, als ich für eine normale Dusche verwenden würde), schüttele, und emulgiere die Flüssigkeit auf die nasse Haut. Die Waschwirkung ist nicht sehr hoch, nach dem Abduschen ist meine Haut noch immer gepflegt, aber nicht ölig. Ich brause mich noch einmal lauwarm ab und tupfe die Haut danach trocken.

In jedem Fall muss ich nach dem Duschen die Wanne reinigen, am einfachsten geht das mit etwas Neutralreiniger und Wasser, vermischt in einer Sprühflasche. Wanne ausspülen, Reiniger aufsprühen, mit einer Reinigungsbürste kurz durchbürsten, abspülen, fertig. Das ist wichtig, damit der nächste beim Duschen nicht auf einem Ölfilm ausrutscht.

Seit ich wieder aus Neuseeland zurück bin, mache ich das etwa einmal die Woche. Ich kann es mir gar nicht mehr vorstellen, mich am Wochenende nicht vor dem Duschen einzuölen.

 

Wie bindet ihr Aromatherapie in den Alltag ein?

10 Comments

Filed under Anleitungen, DIY, Tutorials

Kerzenlichtfotografie

Das Tageslicht wird weniger und weniger. Auch mittags ist es oft so duster, dass man keine schönen Fotos aufnehmen kann. Mit Kunstlicht kann ich nur schlecht umgehen, ebensowenig mit Blitz. Daher habe ich mir vor anderhalb Jahren eine lichtstarke Kompaktknipse gekauft. Mit nur einem Teelicht als zusätzlicher Lichtquelle habe ich vor ein paar Tagen einige Produktfotos aufgenommen. Auf der einen Seite des Tischs ist das Fenster, auf der Raumseite habe ich ein Teelicht mit Alufolienreflektor aufgestellt. Das Ergebnis sieht ungefähr so aus:

Gesichtsreinigungspeelings und Reinigungsmasken
Seht ihr den warmen Schimmer auf den Behältern und ganz rechts auf der Packung die schwache Reflexion der Kerzenflamme?

Auch mit nur zwei Teelichtern lassen sich schöne Fotos aufnehmen. Sogar abends um 18 Uhr. Ohne Kunstlicht. Ohne Softbox. Ohne Lichtkasten. Mit Kerzenlicht, genauer gesagt, zwei Teelichtern.
Kerzenlichtfotografie

So schaut das Setting aus: in der Mitte habe ich ein niedriges Produkt aufgestellt. Die Teelichter schiebe ich so, dass die Schlagschatten des Produkts sich nicht im Hintergrund aufaddieren. Im besten Fall ist das Produkt weich ausgeleuchtet und der Hintergrund sanft angeleuchtet. Aus Alufolie habe ich (zweifach gefaltet) Quadrate gemacht, über eine Flasche gedrückt und mit der Rundung jeweils um ein Teelicht gestellt. Über den Grad der Rundung und die Ausrichtung kann ich flexibel die Reflexion anpassen.
Kerzenlichtfotografie

Von oben der Beweis: ja, sind echt nur zwei Teelichter.
Kerzenlichtfotografie

Auf diese Art und Weise lassen sich auch stimmungsvolle Fotos komponieren. Ich habe vier Teelichter verwendet, eines davon erhöht, eines in einem farbigen Glas, die anderen beiden wie oben gezeigt. Hier sind ein paar Schnappschüsse out of camera ohne weitere Bildbearbeitung, ich habe jeweils nur einen Bildausschnitt im Format 2:3 ausgewählt.

Kerzenlichtfotografie

Gezweig mit Kaffeebohnen und Hanfnüßchen im Kerzenlicht

Kerzenlichtfotografie

Apfel und Gezweig

Kerzenlichtfotografie

Mit ein bischen Bildaufhellung und Schrift vielleicht eine schöne Adventspostkarte?

Kerzenlichtfotografie

Stillleben mit Wurzelholz, Apfel, Gezweig, Kaffeebohnen und Hanfnüßchen

Besonders nett finde ich den Adventsschmuck, den wir im Bioladen vor ein paar Wochen erstanden haben. Es ist ein Wachszylinder mit eingebetteten Apfel- und Orangenscheiben, Zimtstangen und Blättern, der ganz zart ätherische Öle verströmt.

Kerzenlichtfotografie

Kerzenwachs-Teelichthalter aus dem Biomarkt

 

Was sind in dieser dunklen, kalten Zeit eure liebsten Stimmungsmotive?

17 Comments

Filed under Anleitungen, DIY, Tutorials, Zeitgeist

Wie finde ich ein passendes Gesichtsöl? [How to …]

Auf der Suche nach einem passenden Gesichtsöl habe ich richtig Zeit investiert, und ich nehme euch heute mit in meine Gedankenwelt, was passiert, wenn ich mir richtig viel Mühe gebe, ein tolles, neues, für mich passendes Produkt zu finden. Ich gebe euch Gedankenanstöße, wie ihr die Suche für euch selbst anpassen könnt, um nicht unnötig viel herumprobieren zu müssen.

Vorgeplänkel

Meine Gesichtspflegeroutine ist seit einigen Monaten fast immer gleich. Ich schminke mich ab, wenn es nötig ist (Mizellenwasser, Make-up-Entferner etc.) und reinige dann meine Haut mit einer milden Reinigungsmilch (Gebhardt, Santaverde, i+m, Weleda, etc.). Anschließend verwende ich einen Toner (Maienfelser Hydrolate, Hauschka, etc.) und eine Gesichtscreme (Provida, Gebhardt, etc.) in Kombination mit einem Öl (Maienfelser, Einzelöle, etc.). Pro Kategorie habe ich zwei bis vier unterschiedliche Produkte, je nach Hautzustand und Gemüt wechsle ich sie ab.

Womit ich derzeit ganz und gar nicht zu Frieden bin, ist mein Ölserum für tagsüber. Ich hatte eine Mischung von Maienfelser (die ich mochte), sie ist leer, schon seit einer ganzen Weile. Dann habe ich Sacha Inchi für mich entdeckt und auch Arganöl getestet, beide mag ich gern. Hagebuttenkernöl zieht auch gut weg bei mir, aber ich habe nur das aus der vollen Frucht und das ist elendiglich gelb und färbt auf alles ab, wo es drankommt. Dann besitze ich noch Avellanaöl, für den Sonnenschutz. Ich wollte auch gerne Mandel und Aprikosenkern testen, und Traubenkern und …

Fällt euch was auf? Ich erzähle hier von total vielen einzelnen Ölen, die bei mir daheim rumstehen. Aber so einzeln mag ich Öle nicht immer verwenden, ich hätte gerne eine solide Mischung, die ein breiteres Spektrum abdeckt. Darum habe ich auch selber gemischt: Avellana mit Sacha Inchi und Hagebutte, das war vor dem Sommer, um zu testen, ob ich Avellana im Gesicht haben möchte. Diese Mischung ist aber denkbar ungünstig, Hagebutte sollte man abends auftragen (nicht morgens) und Avellana morgens (nicht abends). Also habe ich sie abends aufgetragen und verbraucht.

Meine nächste Mischung basierte auf Aprikosenkernöl mit Sacha Inchi und Hagebuttenkernöl, die war nicht ganz so leicht wie die andere und für abends gedacht. Jetzt weiß ich: Aprikosenkern zieht bei mir nicht so gut weg wie andere Öle. Mist. Als die Hälfte der Mischung aufgebraucht war, habe ich mit Argan aufgefüllt, so ist es etwas besser. Perfekt ist das jedoch noch nicht, und für Tagsüber fehlt mir noch immer eine Mischung.

Ich bin ja experimentierfreudig, das wisst ihr. Drum habe ich mein Hirn eingeschaltet und überlegt, was ich so kombinieren könnte, ohne noch mehr Zeug rumstehen zu haben. Meine Gedanken sind bei den Khadi Gesichts- und Körperölen hängen geblieben. Daheim habe ich mir die Beschreibungen durchgelesen und wollte daraufhin das Öl „Pink Lotus“ kaufen, im Laden war aber exakt dieses nicht mehr da. Mitgenommen habe ich dann das „White Lily“. In einer Pipettenflasche habe ich halbe-halbe Arganöl mit Whity Lily gemischt, und dieses verwende ich jetzt morgens.

Gesichtsöl selbst gemischt mit Arganöl und Khadi White Lily

So ganz glücklich bin ich immer noch nicht. Ich habe diverse Einzelöle daheim, zwei selbst gemachte Mischungen plus ein Pröbchen Hautfunktionsöl bei unreiner Haut, aber ich fühle mich nicht angekommen. Ich will ein allerliebstes-für-die-Morgenroutine-Ölserum das wirklich gut zu meiner trockenen Fetthaut passt, sie durchfeuchtet und samtweich ohne Glanz oder Film hinterlässt *mit dem Fuß fest auf den Boden stampft*! Es ist keine Eile geboten, ich kann in aller Ruhe meine Recherchen machen um so ein Öl zu finden.

[How to] Perfektes Öl finden: meine Vorgehensweise

Bestandsaufnahme
Ich stelle mir die Fragen: wo komme ich her und wo will ich hin? Ich komme von einzelnen Ölen, die ich selber gemischt habe. Das will ich nicht mehr, sondern eine fertige Mischung. Ich komme von leichten Ölen die sehr gut bei mir einziehen (Sacha Inchi, Hagebutte, Triglyceride, Argan) und möchte dabei bleiben. Ich habe festgestellt, dass Jojoba nicht bei mir einzieht, ich sollte also Mischungen meiden, in denen es auf den vorderen Plätzen der INCI-Liste steht. Ich habe keine Allergien, aber mein Mann verträgt Lavendel nicht, das möchte ich auch berücksichtigen. Meine Anforderungen sind also: ich will eine Ölmischung mit hohem Linolen- und Linolsäuregehalt, gesättigte Fettsäuren sollten nur ganz wenig drin vorkommen, stattdessen lieber mehrfach ungesättigte, und die ätherischen Öle sollten nicht mit Lavendel sein.

Wo suchen?
Meine üblichen Verdächtigen (Naturdrogerie, Ecco Verde, Amazingy, All for Eves, Love Lula, Naturisimo, Being Content, …) bieten eine enorme Auswahl an Produkten, die in Frage kommen. Zusätzlich habe ich mich noch bei Hilla und Maienfelser umgeschaut und bin dem Tipp einer amerikanischen Bloggerin gefolgt.

Wie suchen?
Erstmal versuche ich, eine Produktkategorie wie „Öle und Seren“ oder „Spezialpflege“ aufzurufen, dann muss man nicht so viel suchen, wie wenn man sich nur die Sachen anzeigen lässt, die zu einem Hautzustand passen. Dann öffne ich alle Produkte in einem Hintergrundtab, die mir interessant erscheinen (meine Stichworte: trockene Haut, durchfeuchten, Hautschutzmantel stärken, …). Anschließend schaue ich mir die Beschreibungen und INCI-Listen an und schließe alle Tabs mit Produkten, die einen wässrigen Anteil enthalten (Wasser, Aloe Vera Saft, Hydrolat, …), denn ich will ein Ölserum. Im Anschluß klicke ich alle Tabs weg, bei denen auf den ersten drei INCI-Plätzen Jojobaöl steht. Als Basis möchte ich leichte Öle, also fliegen auch die raus, die auf Olivenöl, Mandelöl, Aprikosenkernöl etc. basieren, denn das habe ich selbst schon getestet (und für nicht passend befunden). Diese Prozedur mache ich mit allen genannten Shops und habe nachher eine wirklich lange Liste mit Produkten, die theoretisch für einen Kauf in Frage kommen.

Die Auswahl weiter einschränken!
Solche Ölmischungen, die mir irgendwie negativ aufgefallen sind, habe ich aussortiert. Nun mache ich es andersrum, ich markiere mir die Produkte, die mich durch irgendetwas ansprechen, meine Neugier wecken, mich zum Ausprobieren animieren. Das kann eine gut klingende Mischung an ätherischen Ölen sein, oder dass das Öl auf einem besonderen Öl basiert oder dass viele Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau stammen oder so. Wenn ich nur noch diese Mischungen in der Auswahl lasse, bin ich bei ungefähr zehn bis 15 Produkten angekommen. Das ist mein Rest, aus dem ich dann tatsächlich Produkte herausfische, die für einen Kauf in Frage kämen.

Der Rest: analysieren
Als Resultat meiner Recherchen haben sich folgende Produkte herausgearbeitet, ich habe sie hier mal für euch aufgelistet. Zuerst kommt der Hersteller, dann der Name des Produkts, und in Klammern (die Produktgröße in ml | der Preis pro Verkaufseinheit | der Preis umgerechnet auf 100 ml):
Antipodes Joyous (30 ml | 48€ | 160€ per 100 ml)
Flow Cloudberry Serum (20 ml | 38€ | 190€ per 100 ml)
ila Spa Face Oil for Glowing Radiance (30 ml | 93€ | 310€ per 100 ml)
Joik Silky Facial Serum (30 ml| 20€ | 67€ per 100 ml)
Living Nature Spezialpflegeöl – Special care oil (100 ml | 30€ | 30€ per 100 ml)
Maienfelser Gesichtsöl Youngster fine (50 ml | 15€ | 30€ per 100 ml)
Maienfelser Gesichtsöl Youngster super (50 ml | 15€ | 30€ per 100 ml)
Maienfelser Redpower Speiseöl (60 ml | 12,50€ | 21€ per 100 ml)
May Lindstrom The Youth Dew (20 ml | 120€ | 600€ per 100 ml)
Pai Echium & Amaranth Age Confidence Oil (30 ml | 55€ | 184€ per 100 ml)
REN Vita Mineral™ Omega 3 Optimum Skin Oil (30 ml | 30€ | 100€ per 100 ml)
Suti Nourish (30 ml | 32£, 41€ | 137€ per 100 ml)
Suti Rejuvenate (30 ml | 32£, 41€ | 137€ per 100 ml)
Vice 1960 V60 Facial Oil Radiance (15 ml | 28€, 35$ | 187€ per 100 ml)

Jetzt markiere ich mir folgende Kriterien:
# Kostet das Produkt in der Vollgröße weniger als 25 €uro? (virtuelle Schmerzgrenze)
* Kostet das Produkt auf 3 Monate gerechnet weniger als 35 €uro? Der 100ml Preis sollte unter 465€ liegen. (virtuelle Schmerzgrenze)
+ Erkenne ich das Öl als leichtes Öl?
~ Habe ich ein gutes Bauchgefühl dabei, es zu testen?
° Möchte ich es testen, weil es sich so schön liest?
Wie komme ich auf die Zahlen? Meine Erfahrung. Ich brauche nur ein bis vier Tropfen je nach Öl pro Anwendung, und mit 1 ml komme ich durch zehn bis 15 Anwendungen, sagen wir mal zwölf, das lässt sich gut rechnen. 1 ml = 12 Anwendungen, 10 ml = 120 Anwendungen, 30 ml = 360 Anwendungen => Jahresration. Pro Vierteljahr verbrauche ich rechnerisch 7,5 ml (mit einer Schmerzgrenze von 35 Euro!), auf 100 ml umgerechnet komme ich auf [35:7,5×100] 465 €uro.

*+~° Antipodes Joyous
*+~ Flow Cloudberry Serum
*+~ ila Radiance
#* Joik Silky
* Living Nature Special
#*° Maienfelser fine
#*+~° Maienfelser super
#*+~° Maienfelser Redpower
° May Dew
*° Pai Confidence
*+~ REN Optimum
*° Suti Nourish
*+~ Suti Rejuvenate
*° Vice Radiance

Also gut, dann sortieren wir mal nach Anzahl der Zustimmungen:
#*+~° Maienfelser super
#*+~° Maienfelser Redpower
*+~° Antipodes Joyous
*+~ Flow Cloudberry Serum
*+~ ila Radiance
#*° Maienfelser fine
*+~ REN Optimum
*+~ Suti Rejuvenate
#* Joik Silky
*° Pai Confidence
*° Suti Nourish
*° Vice Radiance
* Living Nature Special
° May Dew

Jetzt sortieren wir innerhalb danach, ob ich es als leichtes Öl einschätze und ob ich ein gutes Bauchgefühl habe (+~):
#*+~° Maienfelser super
#*+~° Maienfelser Redpower
*+~° Antipodes Joyous
*+~ Flow Cloudberry Serum
*+~ ila Radiance
*+~ REN Optimum
*+~ Suti Rejuvenate
#*° Maienfelser fine
#* Joik Silky
*° Pai Confidence
*° Suti Nourish
*° Vice Radiance
* Living Nature Special
° May Dew

Somit habe ich mir selber meine Auswahl weiter eingeschränkt auf die folgenden Öle:
Maienfelser super sowie Redpower, Antipodes Joyous, Flow Cloudberry Serum, ila Radiance, REN Optimum und Suti Rejuvenate. Das sind immer noch sieben Stück, aber ich habe mit geschätzt 60 Produkten angefangen, so gesehen ist das eine gute Reduzierung.

Mein nächster Schritt wird sein, von diesen sieben Ölen jeweils eine Probe zu bekommen wo es möglich ist, und die Proben dann miteinander gegenzugleichen. Letztendlich zählt nur, wie meine Haut das Öl annimmt, das kann man nicht mit Zahlen und Statistiken herausklamüsern – das muss man testen!

Warum mache ich diesen Terz überhaupt? Das war doch irre viel Arbeit!
Ich habe sehr oft das Gefühl, dass ich etwas übersehe, dass da draußen vielleicht ein noch besseres Produkt ist, zu dem ich wechseln könnte. Doch ich suche gerade ein Gesichtsöl, dem ich gerne treu bleiben möchte, und dazu muss es sich gegen andere Spitzenkandidaten durchsetzen. Die Crème de là Crème passender Kandidaten habe ich eingeköchelt auf die angenehme Anzahl von 7 (in Worten: sieben), und wenn da tatsächlich eine Ölmischung dabei ist, die mich glücklich macht, kann ich sagen: „Das habe ich fein gemacht. Da draußen in der lieben weiten Welt gibt es sicher kein anderes Öl, mit dem ich so gut zurecht komme wie mit dem, das ich aktuell habe!“

Klar, ab und an werde ich auch was neues austesten, ich bin sehr neugierig. Doch es ist ein tolles Gefühl, ein Produkt zu haben, zu dem man immer wieder zurückkommen kann. So etwas habe ich derzeit nicht, und ich möchte da hin gelangen.

Zusammengefasst
Bestandsaufnahme machen: Vorlieben, Abneigungen, Allergien, etc. notieren und ein Profil des Produkts erstellen, wonach man sucht
Wo anfangen: In welchen Läden und Onlineshops stöberst du gerne? Besuche (virtuell) unterschiedliche Läden und Anbieter, damit du ein breites Angebot zur Auswahl hast.
Wie suchen: Öffne die Produktkategorie für das Produkt, das du suchst. Schränke dich nicht dadurch ein, dass du über die Auswahl deines Hautzustandes nur einen Teil der Produkte anzeigen lässt. Schau dir die einzelnen Produkte an und notiere dir, welche Sachen zu deinem Profil aus der Bestandsaufnahme passen.
Auswahl einschränken: Markiere jetzt nur die Produkte, die dir positiv auffallen, dich ansprechen, zum Verwenden einladen. Es sollten höchstens zehn bis 15 Produkte übrig bleiben.
Analysieren: Überleg dir, wie viel du für den Kauf eines solchen Produkts ausgeben willst (Erstkaufhürde), und wie viel es dir wert wäre, es dauerhaft zu benutzen. Sind Produkte auf der kleinen List, die wirklich gut zu deinen Anforderungen passen? Oder solche, bei denen du ein wirklich gutes Bauchgefühl habt? Gibt es etwas, von dem du glaubst, es unbedingt testen zu müssen? Notiere deine Antworten jeweils neben die Produkte.
Gewichtet sortieren: Welche Sachen haben die meisten Fragestellungen erfüllt? Besonders wichtig ist, dass die Inhaltsstoffe passen und/oder dein Bauchgefühl, aber auch, dass du dir das Produkt auch wirklich leisten kannst.
Proben ordern und testen: Jetzt kommt der spaßige Teil, nämlich Pröbchen oder Reisegrößen der Produkte zu finden, die ganz oben auf der Hitliste stehen. Teste dich durch und finde dein Lieblingsprodukt! So bist du sicher, dass du dein Geld in etwas investierst, das Herz und Verstand genau so lieben wie dein Körper.

Wenn ihr so vorgeht, habt ihr vielleicht nicht mehr so ein flaues Gefühl im Magen, richtig viel Geld für ein einzelnes Produkt auszugeben. Mir geht es nämlich so, ich habe unheimlich Schiß davor, Fünfzig Euro oder mehr für etwas auszugeben, dass ich danach nicht verwende.

So. Ich geh‘ jetzt Pröbchen zusammensuchen. Wäre doch gelacht, wenn ich mir zu Weihnachten nicht eine Vollgröße Gesichtsöl-Serum unter den Baum stellen könnte!

Update 8. Oktober:
Wegen des Ila Öls habe ich nach Proben gefragt aber keine Antwort erhalten. Vom Joyous gab es auch keine. Daher habe ich vorerst bei Maienfelser bestellt, Youngster und Redpower. Und Wiesenschaumkraut. Und noch ein paar Kleinigkeiten. Bei Maienfelser fällt es mir schwer, mich zurückzuhalten.

Ich teste also erstmal diese beiden gegeneinander, und den Sieger lasse ich dann gegen das nächste Ölserum antreten und so weiter und so fort. Wahrscheinlich wird das nächste das von Flow, denn das kann ich in Deutschland bestellen.

Transparenz:
Ich habe keinerlei Vorteile dadurch, dass ich Firmen oder Produkte genannt habe. Es handelt sich hierbei um meine persönliche Auswahl zur Produktfindung einer Ölmischung, die zu meiner trockenen Fetthaut passen könnte. Wenn ihr einen anderen Hautzustand habt, geht doch meinen Entscheidungshelfer durch und findet Produkte, die zu euch passen – unabhängig davon, was ich in diesem Blogpost genannt habe.

Leave a Comment

Filed under Anleitungen, DIY, Tutorials

DIY Enzympeeling mit Ananas und Seife

Heute zeige ich euch, wie ihr ganz einfach selbst ein Enzympeeling herstellen könnt. Bitte seid vorsichtig beim Hantieren, die Enzyme der Ananas können euch die Hände weich und empfindlich machen, Handschuhe verhindern das.

Ich probiere es heute mal mit einer Bildanleitung, hoffentlich sprengt das nicht euer Smartphone oder Tablet in der Seiteneinstellung.

Enzymseife

Auf 100 g Seife kommen demnach 67 ml Saft, 50 g Seife auf 34 g Saft etc. An einem dunklen, kühlen, luftigen Ort lässt man die Seife durchtrocknen.

Es gibt auch Varianten für so eine Enzympeelingseife, denkt dabei mal an die Zutaten des May Lindström Clean Dirt; Gewürze können aber auch die Haut reizen, testet also vor Verwendung des Peelings aus, ob ihr die Zutaten vertragt.

Enzymseife, Variationen

Die Seifenpampe wird also mit Zusatz und etwas weiterer Flüssigkeit vermischt; damit es keine Klümpchen gibt und sich besser verteilt, schlage ich die Masse mit einem Handrührgerät auf.

Anwendung
Das Gesicht leicht feucht machen, mit dem (getrockneten) Seifenstück über die Haut fahren. Den Seifenfilm auf der Haut mit feuchten Händen verteilen, bis eine cremige Schicht entsteht, evtl. mehr Seife auftragen. Augen und Lippen aussparen, die Peelingseife brennt in den Augen, schmeckt extrem *bäh* und ist für die sensible Haut auch nicht geeignet! Die Seifenschicht leicht antrocknen lassen und nach zwei bis zehn Minuten abspülen. Wenn es unangenehm prickelt oder brennt, sofort runter damit!
Feuchtigkeitscreme ist ein Muß nach diesem Peeling, denn die Enzyme ‚polieren‘ die Hautoberfläche und die Seife kann austrocknend wirken.
So ein Peeling kann man ca. einmal die Woche machen, öfter würde ich nicht empfehlen – dafür ist die Seife als Grundlage nicht so toll geeignet.

In den nächsten Monaten kommen noch ein paar andere Rezepte zu Enzympeelings und Puder-Cleansern, das wird eine kleine neue Reihe hier auf dem Blog.

Welche Enzymreiniger verwendet ihr?

Leave a Comment

Filed under Anleitungen, DIY, Tutorials

DIY Natron Deocreme [Anleitung]

Seit schätzungsweise zwei Jahren benutze ich Deocreme auf Natronbasis. Meine ersten beiden Döschen habe ich von einer Forumskollegin bekommen. Als die leer waren, habe ich angefangen, meine Deocreme selbst herzustellen.

diy_deocreme

Hier habe ich ein Rezept für euch:
1 Teelöffel Zinkoxid
1 Teelöffel weiße Tonerde
2 Teelöffel Backnatron, ganz fein zermörsert
3 Teelöffel Sheabutter, geschmolzen
Ätherische Öle (Salbei, Muskatellersalbei, Krauseminze, Lavendel, …), tropfenweise
+ so viel Mandelöl, dass euch die Konsistenz zusagt

So geht’s:

  • Zuerst mörsere ich das Backnatron bis es nicht mehr so krümelig ist, dann mische ich es mit der Tonerde und dem Zinkoxid.
  • Die Sheabutter schmelze ich in einer kleinen Glasschüssel im Wasserbad.
  • Zu der Sheabutter gebe ich das Pulvergemisch. Das wird eine ziemlich feste Masse …
  • … und ich gebe so viel Mandelöl dazu, bis es ungefähr die Konsistenz von Zahnpasta hat. Gut rühren damit sich alles gleichmäßig verteilt!
  • Anschließend bedufte ich die Deocreme (wenig!) mit ätherischen Ölen. Salbei und Muskatellersalbei wirken durch enthaltenes Farnesol der Geruchsbildung entgegen. Andere ätherische Öle gebe ich nach meiner persönlichen Vorliebe dazu. Derzeit mag ich es zitrusfrisch, in meiner aktuellen Mischung sind Salbei, Blutorange, Mandarine und Krauseminze.
  • Jetzt nehme ich die Schüssel aus dem Wasserbad und lasse die Masse unter gelegentlichem Rühren abkühlen. Durch das Rühren setzt sich nichts ab und die Deocreme bleibt homogen.
  • Wenn das Deo noch etwas mehr als handwarm ist, fülle ich es in ein Gefäß. (In dieser Schraubdose war mal eine Körperbutter aus dem Drogeriemarkt.)

diy_deocreme_02

Wenn man die Tonerde aus dem Rezept weglässt, braucht man auch weniger Öl. Dann sind Natron und Zinkoxid in höherer Konzentration enthalten, daher reicht eine kleinere Menge Deocreme für die tägliche Verwendung. Derzeit mag ich es aber ein bischen pflegender und lasse sowohl Tonerde als auch Mandelöl im Rezept drin.

Pro Achsel verwende ich etwas mehr als eine erbsengroße Menge.

Mich stört es nicht, falls das Natron mal etwas krümeliger ist. Dafür kann ich mir die Duftmischung so aussuchen, wie ich grade drauf bin! Meine letzte Mischung war sehr zitronig mit ätherischem Öl von Zitrone, Limette, Mandarine, Blutorange, Grapefruit, Salbei, Krauseminze. Theoretisch kann man die Deocreme auch mit Parfumöl beduften, aber das mag ich nicht, irgendwie, obwohl ich aus meiner besten Seifensiederzeit noch viele Parfumöle daheim habe.

Rührt ihr euer Deo auch selbst? Wenn ja: was ist eure Lieblingsmischung?

Leave a Comment

Filed under Anleitungen, DIY, Tutorials

Menstruationstassen [FAQ]

Ich bin begeisterte Nutzerin meiner Melunas. Sie haben für mich einen riesigen Unterschied im Alltag gemacht! Seit der Vivaness schwirren überall Bilder und Berichte über Lunettes und Mooncups rum, Erbse hat eine Blogserie gemacht, und auch sonst ist es gerade ‚in‘, über Mondtassen zu bloggen und zu reden. Eigentlich wollte auch ich ’so einen‘ Beitrag machen, aber ich bin davon abgekommen. Warum? Es gibt schon viele gute Postings, da muss ich nicht identisch dazusenfen.

Stattdessen möchte ich hier ein FAQ bloggen, denn immer wieder gibt es spezielle Fragen, die eben nicht in den drölfzig anderen Beiträgen beantwortet werden. Oder man muss sich die Antworten von vielen verschiedenen Seiten zusammensammeln. Zusätzlich zu einigen speziellen Fragen und Antworten verlinke ich euch ganz unten in meinem Beitrag einige Seiten und Blogs, dort könnt ihr andere Erfahrungsberichte lesen und euch weiter informieren.

Wenn ihr noch Fragen habt, schreibt mir gerne eine Mail. Ich kann hier gerne Updates einfließen lassen.

Continue reading

2 Comments

Filed under Anleitungen, DIY, Tutorials

Nägel lackieren für Anfänger

Als ich anfing, meine Nägel zu lackieren, habe ich immer übergemalt. Danach musste ich mit Wattestäbchen, Pads und anderen Hilfsmitteln versuchen, meine Patzer auszubessern. Dabei hatte ich immer nur mäßigen Erfolg. Inzwischen habe ich aber Produkte gefunden, mit denen das Übermalen gar nicht schlimm ist und das Ergebnis trotzdem gut wird.

Es ist ganz leicht, jeder kann das, und damit ihr mir das glaubt habe ich eine bebilderte Anleitung für euch gemacht:
Übersicht | Nägel lackieren für Anfänger
Ihr braucht ein Nagelserum oder alternativ einen fettigen Nagelplfegestift, ich habe ein Fläschchen von Alverde gekauft, es sieht aus wie Nagellack mit grünen Kügelchen drin. Außerdem benötigt ihr einen klaren Unterlack zum Schutz des Nagels vor Verfärbung und einen schönen Nagellack in der Farbe eurer Wahl, und zusätzlich empfehle ich einen Schnelltrockner für den Nagellack.
Continue reading

1 Comment

Filed under Anleitungen, DIY, Tutorials