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Vivaness 2015 #1: A-E

Es wird nicht besser wenn man darauf wartet, die Fotos zu sortieren. Ihr kriegt jetzt einen Textbatzen ohne Fotos und fast ohne Links. Die kommen später oder gesondert. Sonst werde ich der Informationsflut nicht mehr Herr! Scrollt gerne zu den Infos durch, die euch interessieren, oder holt euch zuminest ein “Hot Beverage” für den Komfort.

Karin auf der Vivaness 2015

Die liebe Ohne_Mit hat mir dieses Bild von mir zugesendet. Ich sage nur: farbstark!

Hier sind meine Messeinfos für euch passend zu den Firmen die mit A bis E beginnen.
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Aufgebraucht #7 | Januar 2015

Auch im Januar habe ich einige Produkte geleert. Ich versuche, geöffnete Packungen leer zu machen, damit nichts kippt.

Geleerte Produkte im Januar: Empties

Geleerte Produkte im Januar: Empties

Aromatherapy Rose Cleanser Reisegröße
Den habe ich als Zugabe in einer Frauenzeitschrift aus London dringehabt. Keine Naturkosmetik, zwar okay in der Anwendung, für mich aber kein Nachkaufprodukt.

Eco Cosmetics Gesichtscreme LSF 15
Endlich leer. Als Sonnenschutz für das Gesicht war sie okay, nicht mehr, nicht weniger, kein Begeisterungssturm. Ich habe sie zuletzt für Dekolletée und Schultern aufgebraucht, das war ganz in Ordnung. Inzwischen nutze ich aber die Kimberly Sayer Lotion mit LSF 30 und bin mit der eher zufrieden, für mich ist die Eco Cosmetics Gesichtscreme also kein Nachkaufprodukt.

Eco Cosmetics Volumenshampoo
Habe ich gerne verwendet, ließ sich gut zum Duschen und Haare waschen anwenden (unverdünnt direkt auf den Haaren hab ich das Schamponieren gut hinbekommen, das gibt sonst oft ein Desaster weil sich manches Schampo nur schlecht verteilen lässt). Auch bei verschiedenen Wasserhärten habe ich ein gleiches, vorhersehbares Ergebnis erzielt, was ich besonders auf Reisen schätze. Kein Begeisterungssturm, aber auch kein Flop – das Schampo ist ein solides Produkt und ich bin froh, dass ich eine komplette Packung verbraucht habe. Wenn ich keine Lust habe, weiter nach dem perfekten Shampoo zu suchen, kann ich getrost zu diesem hier zurückkehren.

Green Love Deodorant Vanilla Scent Probiergröße
Diese Probe habe ich mir bei Amazingy bestellt und bin unsicher, was ich von dem Deo halten soll. Es war fester als gebräuchliche Deocremes, nicht so schmelzend wie das von Schmidt’s, in keiner Weise kratzig oder weißelnd, mit sehr (sehr!) dezentem Vanilleduft. Es hat mich gut durch den Tag gebracht, für einen zweiten Tag waren die Shirts abends aber allesamt nicht mehr frisch genug (das Schmidt’s packt das ab und an). Es war aber auf jeden Fall besser als das Deo von Terra Naturi! Bevor ich mir eine Vollgröße kaufen würde, würde ich noch eine andere Duftrichtung ausprobieren. Da ich noch andere Deos aufbrauche, verschiebe ich die Entscheidung Vollgröße oder nicht auf später, aber ich bin nicht abgeneigt.

Hauschka Handcreme, Reisegröße
Mein heimlicher Favorit dieses Aufgebrauchtbeitrags. Ich weiß nicht, warum, aber ich habe diese Handcreme gemocht. In die trockenen Hände einmassiert hat mir eine kleine Menge gereicht, eine schützende, nicht störende Schicht auf den Händen zu hinterlassen. Ich brauche nicht viel Pflege und die meisten Handcremes bisher waren mir zu reichhaltig, aber Hauschka hat mich positiv überrascht. Oft lassen sich Cremes besser verteilen, wenn man die Haut vorher mit Wasser oder Hydrolat befeuchtet, das hat für mich mit dieser Handcreme nicht funktioniert. Neben der Handlotion von Martina Gebhardt ist mir diese Handcreme bisher die liebste. Ich kann mir durchaus vorstellen, sie nachzukaufen – nach dem großen Aufbrauchen wenn meine anderen Handcremes leer sind.

Hauschka Pflegeöl Zitrone Lemongrass Reisegröße
Oh, ein Hautöl, wie kommt das blos in meine Liste? Meine Liebe für Hautöle ist ungebrochen, und die kleinen Größen von Hauschka kommen mir da gerade recht. Das Öl ist stark beduftet, eine große Größe möchte ich (derzeit) nicht aufbrauchen, da ich mich schnell an starken Düften sattrieche. Wer eine Duftbombe mag, dem kann ich dieses Öl ans Herz legen. Es hat nicht besser oder schlechter gepflegt als andere Körperöle, die kleine Größe hat mir für gut zwei Anwendungen gereicht. Ich bleibe bei den Kleingrößen und teste mich weiter durch das Hauschkasortiment.

Martina Gebhardt Young & Active Cleanser
Gewonnen! Also: den hab ich gewonnen! Im Adventsgewinnspiel bei Nixenhaar. Die Gebhardt-Cleanser die ich bisher hatte mochte ich alle, der Y&A macht da keine Ausnahme. Der Geruch ist frisch, die Reinigungswirkung okay, die Nachfettung muss man mögen. Ich mag das besonders morgens unter der Dusche: der Cleanser befreit sanft und schonend die Haut von Abbauprodukten, ohne zu stark den schützenden Fettfilm anzugreifen. Der ist mir wichtig, da sonst meine trockene Fetthaut schnell austrocknet. Ja, den würde ich mir auch in Vollgröße kaufen. Da ich aber so schrecklich neugierig bin, wird es wahrscheinlich einer der anderen Cleanser, die ich noch nicht von MG getestet habe.

Primavera sanft tonisierende Gesichtslotion Kamille Borretsch Reisegröße
Die Lotion eignet sich hervorragend zum Layern, aber meist ist sie mir zu glycerin-klebrig. Daher habe ich die kleine Größe nur verwendet, wenn mir das Hautgefühl und etwaiger Hautglanz nicht so wichtig waren: wenn meine Haut sehr beansprucht, gerötet oder sehr trocken war. Dann habe ich die Lotion nach einem Hydrolat auf die leicht angetrocknete Haut dünn aufgestrichen, gut antrocknen lassen und dann mit einer Creme von Martina Gebhardt nachgepflegt. Passt aber nicht perfekt zu meiner Haut, drum werde ich sie nicht nachkaufen.

Sensisana Gesichtsölkapseln (2 verschiedene)
Die Kapseln sind (meines Wissens nach) vegetarisch und enthalten ein Öl oder eine Ölmischung. Ich habe fast immer ein paar der Kapseln daheim, denn sie eignen sich perfekt für die Reise. Wenn ich also ein Wochenende oder ein paar Tage weg bin, packe ich gerne solche Kapseln ein anstatt einer Pipetten- oder Tropferflasche mit Öl. Die Menge einer Kapsel reicht mir für ca. vier Anwendungen oder für eine ausdauernde Gesichtsmassage. Immer wieder gern!

Sensisana Kalmus Hautcreme Probiergröße
So gern ich die Cremes von Martina Gebhardt mag, so wenig hat sich diese von Sensisana für mich von denen MGs unterschieden. Kein Nachkauf. Höchstens die Kameliencreme. Wenn ich im Lotto gewonnen habe.

Sensisana Kalmus Lotion Probiergröße
Hier gilt das gleiche wie oben: ich hatte für mich keinen Mehrwert der Sensisanalotion im Vergleich zu den Lotionen von Martie Gebhardt. Kein Nachkauf.


Was waren eure Lieblinge, die im Januar leer geworden sind?

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Aufgebraucht #4 | Oktober 2014

Nach dem September ist der Oktober dran, es sind nicht ganz so viele Produkte, die ich geleert habe. Vor allem, weil ich nicht alle Probegrößen aufgehoben habe. Nur Masken und Peelings zeige ich euch, denn die habe ich vermehrt benutzt. Fast bin ich wieder Up-to-Date, merkt ihr’s?

Aufgebrauchte Produkte im Oktober

Oktober Empties

Almawin Cleanut Waschmittel
Ich habe schon einige unterschiedliche Waschmittel getestet, für Weiß-, Bunt- und Kochwäsche, Sport- und Wollklamotten, … dazu Fleckentferner und Duftspüler. In ein paar Wochen gibt’s einen gesonderten Beitrag dazu, diese kleine Flasche ist nur ein Appetitmacher. Mir gefallen seifenbasierte Waschmittel weniger gut als solche auf Waschnuss oder Kokostensidbasis, und beduftete Produkte besser als unbeduftete. Nach einigen Flaschen Seifenwaschmittel hat unsere Wäsche angefangen zu muffen … iiih!

Martina Gebhardt Rose Cleanser
Im großen und ganzen ist der Rose Cleanser von Martina Gebhardt wie der Shea Cleanser, blos mit Rose. Irgendwie mag ich Rose nicht obwohl ich versuche, sie toll zu finden, drum würde ich mir diesen Cleanser auch nicht nachkaufen. Glücklicherweise hat Martina Gebhardt genug Auswahl!

Baensch Zitrus Rosmarin Massageöl
Transparenz: Dieses Produkt wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.
Als Massageöl hat es sich gut gemacht, als Körperöl zum Einreiben nach dem Duschen nicht. Benutzt habe ich es vorwiegend für ayurvedische Massagen vor dem Duschen, bei denen man sich komplett einölt, ruht, und dann abduscht. Der Duft war nicht zu stark und, wie man ihn sich vorstellt, wie Zitronenschale mit etwas Rosmarin. In meinem Testkit von der Vivaness waren drei Öle von Baensch – noch zwei zu verbrauchen. Wie ihr seht lasse ich mir wirklich Zeit, die Produkte zu testen! Ich habe geschmult, von Baensch gibt es neue Produkte, Seifen denke ich. Die muss ich mir mal genauer anschauen.

Dr. Hauschka Gesichtstonikum Spezial
Früher geliebt, jetzt nicht mehr: inzwischen empfinde ich es als zu austrocknend. Eine Reisegröße habe ich noch, dann ist es endlich weg. Meine Haut hat sich verändert, den Alkohol merke ich viel stärker als noch vor einem Jahr.

Dr. Hauschka Intensivkur 04
… hat bei mir nicht funktioniert, ich bin wohl zu jung dafür. Ein Bioladen in der Gegend hat diese Hautkuren vor einigen Monaten aus dem Sortiment genommen, ich konnte dieses Fläschchen für unter 20€ ergattern. Das Geld hätte ich mir jedoch sparen können. Vor anderthalb Jahren habe ich mal Intensivkur 02 benutzt, ich habe fast geweint, als ich die knapp 50€ auf den Tresen geblättert habe. Die hat zu meiner Haut gepasst und ich wäre auch irgendwann wieder bereit, eine neue Sprühflasche zu kaufen. Jedoch nicht so lange ich noch Hydrolate aufbrauche und mit dem Gesichtstonikum spezial kämpfe.

Peeling und Heilerdemaske von Cattier
Das Peeling mag ich immer noch nicht so gern, irgendwoher ist dieses Sachet aufgetaucht, obwohl ich es schon vorher nicht so gern gemocht habe. Die Rosa Maske ist okay, kann aber nicht an die Vetivermaske von Khadi heranreichen. Werde ich beides nicht nachkaufen.

Living Nature Clay Mask
Auch so eine Heilerdemaske, Single-use-unit (zu deutsch: Einmaltütchen), fertig angerührt. War okay, hat mich aber nicht vom Hocker gerissen. Für das Geld kaufe ich lieber wieder eine trockene Maske zum selbst anrühren.

Alviana Gesichtsmaske
An die kann ich mich kaum noch erinnern, was kein gutes Zeichen ist. Eigentlich gibt es bisher nur eine cremige Maske, die mich überzeugen konnte, und das ist die Provida Organics Bachblütenmaske. Ich werde aufhören, diese Einzelpackungen zu kaufen, das Geld lohnt sich nicht für meine Haut.

 

Eines der gezeigten Produkte wurde mir kosten- und bedingungslos von NATRUE auf der Vivaness 2014 zur Verfügung gestellt, es handelt sich hierbei um das Massageöl von Baensch.
produktmuster
Der Rest ist ein …
privatkauf

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Mit Proben toben #1 – Duschprodukte

Mein Sommerurlaub ist lange vorbei. Jedesmal, wenn ich die Fotos sehe, werde ich ein bischen wehmütig, habe Fernweh. Hier wird es immer herbstlicher, verregneter, und ich krame immer mehr meiner Urlaubsfotos raus. Vor ein paar wenigen Monaten war ich auf Fuerteventura, es war traumhaft! (Weil ich in letzter Zeit öfter drauf angesprochen werde: die Fotos sind nicht nachbearbeitet. Ich habe lediglich von 3:4 auf 2:3 einen schönen Bildausschnitt herausgesucht und für den Blog skaliert. Sonst nichts.)

Einzelne lange Buchten, voneinander getrennt durch Lavafelsen, haben mich täglich zu Spaziergängen eingeladen …
Sommerurlaub

… viel zu schön, um im Pool zu baden, ich war kein einziges Mal im Chlorwasser …
Sommerurlaub Pool

… sondern habe mich mehrmals täglich in die Fluten gestürzt. Vor und nach dem Frühstück, vor und nach dem Mittag- oder Abendessen, oder Zwischendurch.
Sommerurlaub Strand

Dementsprechend hoch war mein Verbrauch an Sonnencreme, Duschgel, Körperlotion und -öl sowie weiteren nützlichen Beautyprodukten. Neben einigen wenigen Vollgrößen habe ich an Kosmetik vor allem Reisegrößen und Probesachets eingepackt. Daheim sah das so aus:
Probentoben 1

Nicht nur im Urlaub, auch danach wieder daheim habe ich Probiergrößen gekillt – einige Sachen habe ich euch schon in meinem letzten Aufgebraucht-Beitrag gezeigt. Dies sind die neuesten geleerten Pröbchen:
Probentoben 2

Und weil das echt krass viel Zeug ist, fange ich heute an, euch meine Proben toben: Duschprodukte zu zeigen! Die Ahnungslose Wissende von Ohnemit hat das Proben-toben ins Leben gerufen und ich mache jetzt auch mit!

Probentoben Duschprodukte
Von links nach rechts: Hauschka Badeöl Lavendel (?), Fitne Silicium Dusch-Shampoo, Hauschka Zitronen Lemongrass Duschbalsam, Tautropfen Fluidum Duschgel, Alverde Pflegedusche Minze Bergamotte, Weleda Wildrosen Verwöhn-Cremedusche – wer denkt sich eigentlich diese Namen aus? – Eco Cosmetics Duschgel und Eubiona Sensitiv Duschgel.

Hauschka Badeöl Lavendel: Ich weiß gar nicht mehr, wie genau es hieß, Bade- und Körperöl oder so. Es hat sich auf die nasse Haut aufemulgieren lassen und sanft gereinigt. Ist aber kein normales Duschprodukt, und da GG auf Lavendel reagiert, kaufe ich es nicht in der Vollgröße.

Fitne Silicium Dusch-Shampoo: Der Gerucht ist relativ neutral, etwas basisch und irgendwie rund. Das Dusch-Shampoo ist fast farblos, leicht gelblich, leicht gelig. Es ist leicht aufzuemulgieren und packt auch Sonnencreme ganz gut, ich habe 15ml mit 100ml Wasser verdünnt und auf den trockenen Körper gegeben um zu duschen. Es fühlt sich auf der Haut ein bischen wie Natronwasser an, so weich, glatt, fast glitschig. Das kenne ich bisher nur, wenn ich im Urlaub mit Wasser aus Enthärtungsanlagen dusche. Es fühlt sich gut an, und hätte ich nicht noch so viel aufzubrauchen, wäre ich einem Kauf nicht abgeneigt. Vielleicht schenkt mir das mal jemand, das wäre cool.

Hauschka Zitronen Lemongrass Duschbalsam: Der Balsam riecht etwas wie Mojito, zitronig, pieksig, mir persönlich etwas zu sehr wie die Weleda Zitruslotion. Also wer diese mag, hat mit dem Duschbalsam das passende Produkt. Die Duschcreme ist weißlich und cremig-dünn. Sie lässt sich ebenfalls in verdünnter Form gut zum Duschen verwenden. Die Haut wird sanft gereinigt sauber. Ist ein solides Produkt, aufgrund des Dufts für mich aber vorerst kein Nachkauf.

Tautropfen Fluidum Duschgel: dazu habe ich mir nix extra notiert, was heißt: Duschgel halt. Ein bischen ernüchternd, dachte ich doch vorher, Tautropfen sei was außergewöhnliches.

Alverde Pflegedusche Minze Bergamotte: Ja, auch damit kann man duschen. Duschgel halt, riecht leicht minzig, zitrusfrisch, macht sauber. Standardprodukt ohne herausragende Eigenschaften. Ist inzwischen ausgelistet, aber in manchen DM Märkten findet man noch Restexemplare.

Weleda Wildrosen Verwöhn-Cremedusche: Was soll ich sagen, eine Duschcreme mit Rosenduft. Standard für mich, wie Tautropfen und Alverde. Brauch ich nicht unbedingt nochmal.

Eubiona Sensitiv Duschgel: farbloses und geruchloses Gel. Das Pröbchen hat mir gereicht, um mich zwischendurch abzuduschen. Mit 5ml Inhalt ist das ganz ordentlich, ansonsten gibt es für mich aber keinen Grund, es nachzukaufen. Wer auf Duftstoffe reagiert, für den kann dieses Duschgel aber interessant sein.

Eco Cosmetics Duschgel: kam wieder mit nach Hause. Ich hatte zu viel dabei, um wirklich alles aufzubrauchen.

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Mein Besuch in der Naturdrogerie in Mainz

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen. Meine Reise ging einmal quer durch Deutschland, von Ost nach West und wieder zurück, an einem Wochenende. An der kreuz und quer verlaufenden Fahrtroute liegt Mainz, und in Mainz ist – wer ahnt es nicht? – die Naturdrogerie.

Normalerweise versuche ich, meine Beiträge fundiert zu schreiben, nicht so viel persönliches einfließen zu lassen und objektiv zu bleiben. Heute mache ich es genau anders herum und schreibe frei von der Leber weg, subjektiv, persönlich. Darum ist mein Posting heute auch viel länger als gewöhnlich, also holt euch einen Tee und macht es euch gemütlich.

Bei der Naturdrogerie habe ich bereits zweimal bestellt (hier geht es zu meinem auspack-Beitrag). Das Sortiment ist schön, und seit der Webshop umgemodelt wurde, komme ich damit auch gut klar. Ich gestehe: manchmal gehe ich online, einfach nur um mir die schönen Bilder anzuschauen, Produkte in den Warenkorb zu legen, zu vergleichen, rauszusortieren, um mich an den Farben der Lidschatten und Lippenstifte zu berauschen und – anstatt ein gutes Buch zu lesen – die INCI-Listen verschiedener Hersteller bei ähnlichen Produkten zu vergleichen. ‘Hier ist Glycerin an fünfter Stelle, aber es ist Alkohol drin; dort steht Glycerin an Platz drei, aber davor kommt ein Hydrolat, nicht Wasser, und auf Alkohol wurde verzichtet … wie das wohl konserviert ist?’

Ein bischen traurig macht mich, dass ich kaum dekorative Kosmetik online kaufen mag. Die Farbkarten sind oft wenig realistisch aussagekräftig, die Textur in einem Bild schwer einzufangen. Da die Zuii Lidschatten ganz oben auf meiner Wunschliste stehen, habe ich also schon wochenlang auf eine Gelegenheit gewartet, vor Ort die Farben noch mal anzuschauen. Die Gelegenheit kam, wie schon gesagt, letztes Wochenende. Am Samstag, eine Stunde vor Ladenschluss, war ich endlich da, in meinem einzig erreichbaren Mekka der Naturkosmetikfarben.

Naturdrogerie Mainz, dekorative Kosmetik

Beim Betreten des Ladens war ich überrascht, wie klein er ist. Zwar nicht winzig aber doch eher gemütlich, hätte ich mir anhand des Onlinesortiments einen größeren Raum vorgestellt. Es war aber trotzdem alles da was man aus dem Shop kennt, sogar ein paar Sachen mehr. Wenn ich mir einen neuen Laden anschaue, drehe ich zwei Runden. Die erste Runde dient der Orientierung und Sichtung. Welche Marken stehen wo? Wie breit ist das Sortiment, oder ist es doch eher tief? Sind die Waren ansprechend und gut strukturiert präsentiert, finde ich mich zurecht? In der zweiten Runde sammle ich dann diejenigen Produkte zusammen, die ich kaufen möchte. Für beide Runden hatte ich eine Stunde Zeit, und das hat gerade so gereicht, obwohl der Laden quadratmetermäßig nicht sehr groß ist.

Zuerst habe ich mir Sonnenprodukte von eco Cosmetics angeschaut, besonders das Öl hat mich interessiert. Auf einigen Blogs habe ich schon davon gelesen, bisher nur gutes. *Schwupps* hatte ich einen Klecks auf der Hand, eine helfende Hand hat mir den Tester gereicht und mich zum Austesten ermuntert. (Geistige Notiz: ja, mag ich, zieht gut ein, muss ich mal im Gesicht testen ob es da auch gut einzieht oder aufliegt.)

Danach stand ich am Regal vor den Khadi Pulvern. Waschnuss als Pulver wollte ich schon immer mal testen, im Eliah Sahil Shampoo ist es auch drin, und das schäumt ausreichend gut. Außerdem kann man es in Seifen versenken *like*. Wer weiß auswendig, welches der drei indischen Kräuter – Amla, Reetha, Shikakai – die Waschnuss ist? Ich wusste es nicht. Aber die Antwort versteckt sich im Onlineshop, der sofort für mich aufgerufen wurde. Reetha ist es! War aber nicht da. Warum nicht? Manche Produkte von Khadi sind nicht zertifiziert, demnach auch nicht im Laden. Reetha allerdings trägt ein Siegel vom BDIH, sollte also verfügbar sein. Das wird geklärt. (Macht aber nix, meine Aphrodite hier daheim hat mir das Pulver bestellt.)

Haarfarben kamen als nächstes, die haben mich nicht sonderlich interessiert. Allerdings die Cremes, Tübchen und Tiegelchen direkt daneben. Joik, Santaverde, Pai, Zuii, … Klasse. Zwischendurch bekam ich eine Tasse grünen Tee in die Hand gedrückt, ebenso wie die anderen Kunden, die gerade im Laden waren. Der Schütteltoner von Joik hat meinen Spieltrieb geweckt, oben ist eine Fettphase, untendrunter der wässrige Anteil:

Joik erfrischendes Gesichtswasser mit Sanddornöl und Aloe

Davon gab es leider keinen Tester, obwohl einer hätte da sein sollen – ein Schelm, wer böses dabei denkt, aber Tester verschwinden ja öfter mal. Vom Joik Toner bin ich zurück auf die Seren von Santaverde gekommen. Eigentlich mag ich sie von der Zusammensetzung her, aber Anti Aging führt mich nicht zu Verzückungsrufen. Außerdem bin ich noch nicht sicher, wie ich mich schlußendlich mit der Thematik Aloe Vera, Glycerin und Hyaluronsäure entscheiden soll (bei Beautyjagd gab es spannende Kommentare dazu, unter anderem von Ulli KS, glaube ich).

Die Pai-Sachen interessieren mich auch sehr, und ich wollte gerne ein Pröbchenset kaufen, wie es online im Pai-Shop erhältlich ist. Leider gibt es das nur dort, in der Naturdrogerie kann man es nicht kaufen. Schade! Ein Reiseset für 25€ war mir etwas zu viel. Die Bodymarmalade von Kivvi gab es allerdings in Kleingrößen, und nachdem in den Kommentaren zur BIOty Box ein bischen geschwärmt wurde, habe ich sie mir für Runde zwei gemerkt.

Hauschka und Co. habe ich links liegen lassen, das kann ich mir auch daheim anschauen. Deko, sage ich nur, Deko, die ist viel interessanter! Studio 78 hat super viele vegane Produkte, besonders die Rouges, die gebacken sind, wollte ich mir näher anschauen. “Nicht ohne Primer!” hieß es. Der fleißige Helfer, der mich bisher mit Testerflakons und Tee bestückt hatte (das war natürlich Uwe, guckstu hier für den Beitrag auf Beautyjagd), drückte mir auch schon ein bischen Zuii-Primer auf die Hand. Mit einem göttlich zarten Lakshmi Flattop habe ich mir die Farben auf den Handrücken aufgetragen und festgestellt, dass sie leider nicht zu mir passen: ein Ton ist zu pink, der andere zu rot, der dritte zu hell. Gut für mein Portemonnaie! Sonst kenne ich allerdings kein festes Rouge in knalligen Farben, vegan und zertifiziert, ohne zweifelhalfte Inhaltsstoffe, deshalb bin ich doch ein bischen traurig.

Die Zuii Puderfoundations habe ich noch angeguckt, auf der Vivaness fand ich einen Ton (Peanut) möglicherweise passend als Bronzer. Im Tageslicht fand ich ihn doch etwas zu rotstichig-warm für mich, so habe ich einen Fehlkauf vermieden. Die Lidschatten allerdings habe ich mir ausgiebig angeschaut, da in der Mitte des Fotos, das ist alles nur Zuii (Living Nature daneben sieht recht dunkel und herbstlich aus):

Naturdrogerie Mainz, Lidschattensortiment

Ich liebe matte Lidschatten. Wenn ein Lidschatten nicht matt ist, sollte er – für mich – ein duochromes Finish haben. Nun bin ich mit matten Lidschatten schon recht gut ausgestattet (Mineralmakeup sei Dank) und es fehlen die Highlights in meiner Schminkkiste. Den Anfang hatte ich bereits mit Purple Ice gemacht, einem weißen Lidschatten mit lila Schimmer. Mein neuer Wunsch ist Mermaid, ein blaugrüner Farbton mit grüngelbem Schimmer.

Zuii Organic Flora Eyeshadow Mermaid

Für mich ist die Farbe hell genug dass ich mich nicht zu sehr angemalt fühle, und abgetönt genug, dass ich nicht wie ein Papagei aussehe. (Geistige Notiz: der Lidschatten mit dem rosa-bronze-gold duochromen Farbton sollte als nächstes bei mir einziehen.) Von meinen beiden Zuii Farben habe ich versucht, Swatches für euch zu fotografieren, das ist absolut nicht einfach. Am Ende vom Beitrag könnt ihr meine Versuche anschauen.

Die Puderfoundations von Marie W. habe ich mir auch angeschaut, obwohl das nicht so ganz meine Preisklasse ist. Nicht bei so wenig Farbauswahl. Tatsächlich sind die Farben zu rötlich, zu bunt, und der Farbkorrektor ist für mich zu gelb. (Daumen hoch für Chrimaluxe, auch wenn sie nicht zertifiziert sind. Farblich besser passendes Mineral Makeup habe ich noch nicht gefunden.) Aber das Puderschälchen mit der Katze, das ist soo süß! In der Auslage waren nur die normalen Schalen, ich habe nach dem Katzennapf gefragt und der wurde mir auch sofort gezeigt. Er ist eingeschlagen in rotes Seidenpapier und steckt in einer hübschen, stabilen Kartonage. Ausgepackt sieht man sofort wie schön das Porzellan ist:

Marie W. Puderschale mit Kätzchen

Die Schale von Marie W. ist von der Haptik her sehr glatt, fast zart in ihrer Oberflächenbeschaffenheit, durchscheinend und liegt gut in der Hand. Der Form nach sammelt sich Mineralfoundation schön in der Mitte des Schälchens und lässt sich gut mit dem Pinsel aufnehmen. Porzellan ist übrigens nicht immer etwas für überzeugte Veganer, denn der englische Begriff Bone China sagt, was möglicherweise drin steckt: um diese spezielle Art Porzellan herzustellen wird der Grundmischung Knochenmehl zugegeben. Dadurch entstehen besonders hohe Transparenz, strahlender Glanz und hohe Festigkeit. Obwohl ich bei Verbrauchsprodukten vegane Varianten bevorzuge, lege ich bei Gebrauchsgegenständen, die jahrelang halten sollen, Wert auf Alltagstauglichkeit. Die ist meiner Meinung nach bei hochwertigem (Knochen-)Porzellan eher gegeben als bei billigem Porzellan oder gar Steinzeug. Ich kann es nicht mit Sicherheit sagen, aber die Puderschale fühlt sich so wertig an und ist so lichtdurchlässig, dass ich auf Bone China tippe.

Vorhang auf für Runde 2! Mein Budget für diesen Einkauf habe ich mir auf rund 50 €uro gesetzt. Das ist genug für einen Einkauf zwischendurch, den ich sonst über’s Internet abgewickelt hätte, man muss eben Prioritäten setzen. Ich habe mir ein Körbchen geben lassen (ein geflochtenes Körbchen mit Baumwollinnentuch, so was kenne ich von meiner Mutter daheim) und bin zum zweiten Mal durch den Laden getigert. Zuerst habe ich mir einen Schokoriegel eingepackt, und direkt danach eine Reisegröße des Go&Home Conditioners. Normalerweise hätte ich ihn nicht gekauft (zu viele Spülungen daheim), aber just für den Haarwaschtag dieses Wochenende hatte ich keinen eingepackt.

Go&Home Conditioner

Neben der Kasse war ein Aufsteller mit Kleingrößen Rosenwasser, 30ml so um die 5€, davon wollte ich schon eine Packung in den Korb legen. Aber ich wusste, 50€, das wird hart. Falls mein Budget noch nicht erschöpft sein sollte könnte ich es an der Kasse schnell noch dazu nehmen. Stattdessen habe ich die Kleingröße der Kivvi Bodymarmalade in den Korb getan, sie kostet auch 5€ und ich komme so schnell nicht mehr ran.

Mit Uwe zusammen habe ich mir vier Pröbchen von Pai ausgesucht, einmal Camellia & Rose Reiniger und Kukui & Jojoba Bead Peeling, dazu die Echium & Macadamia Creme sowie die Avocado & Jojoba Creme. Ein Tuch von Pai, um den Reiniger richtig anzuwenden, habe ich schon daheim.

Pai Scincare Trial Sizes

Den Joik Toner habe ich auch ins Körbchen gelegt, ohne INCI zu lesen, das Produkt ist einzig und allein für meinen Spieltrieb und weil ich das Rot des Sanddorns im Produkt mag. Und natürlich habe ich den Meerjungfrauenlidschatten von Zuii ausgewählt. Ja, ich bin ein echtes Mädchen!

An der Kasse hat Uwe alles aufsummiert und ich bin auf 49,25 €uro gekommen. Punktlandung, oder? Ich habe ein bischen geschmunzelt und meine Überraschung stand mir ins Gesicht geschrieben. Ja, ich überschlage immer den Preis, wenn ich was in den Einkaufswagen lege, aber so nah (von der richtigen Seite) dran zu sein am Budget, das ist bei meinen Rechenkünsten nicht oft der Fall. Mein Gegenüber hat es wohl mißgedeutet und freundlich gefragt: “Zu teuer?” Nein, nicht zu teuer, genau eine Punktlandung eben. Wer gute Produkte haben will bei denen weder Rohstofferzeuger noch Hersteller ausgebeutet werden, der muß eine gewisse Bereitschaft haben, auch einen höheren Preis zu bezahlen als man das in einer konventionellen Drogerie gewohnt ist. Auch das Bereithalten von Pröbchen und Testflakons muss ein Anbieter irgendwie umschlagen, und das erkennt man an einem fairen Preis.

Meine Beute für rund 50 €uronen, der Schokoriegel hat es nicht auf das Gruppenfoto geschafft:
Naturdrogerie kompletter Einkauf August 2014

Für mich ist ein gewaltiger Unterschied zwischen billig und preisgünstig. Billig, das ist, wenn auf dem Kassenzettel kleine Preise stehen und die Endsumme niedrig ist. Preisgünstig ist eine Sache, wenn man für das, was man bezahlt, einen guten Gegenwert bekommt.

Kivvi Organic Cosmetics Body marmalade Bergamot & Litsea

Nehmen wir mal die Bodybutter von Kivvi, sie ist mit 5 €uro für 15ml teuer (das Gegenteil von billig). Allerdings sind die Inhaltsstoffe ausgesucht und gut (vegan, 86% Bioanteil), das Produkt wird (so weit ich weiß) in einem Familienbetrieb in Manufaktur in Lettland hergestellt und sichert so mehr Arbeitsplätze als würde es in einer Fabrik produziert. Der Duft gefällt mir. Die Rezensionen, die ich gelesen habe, berichten gutes: zum komplett eincremen braucht man wenig, die kleine Menge reicht für drei Anwendungen. Verpackt ist die Probiergröße in einem Aluminiumtiegel ohne Umverpackung, das Produktschild ist aufgeklebt. Die kleine Dose liegt gut in der Hand und lässt sich, leergemacht und gereinigt, sicher weiterverwenden. So betrachtet habe ich ein preisgünstiges Produkt gekauft. Es entspricht so vielen meiner Kriterien dass es ein Frevel wäre, weniger für die kleine Schraubdose zu bezahlen als 5 Euro. Bei der Vollgröße relativiert sich der Preis pro Anwendung, und falls ich die Bodybutter wider erwarten doch doof finde, spare ich mir das Geld für den großen Tiegel.

Ihr merkt, für mich ist ein Produkt nicht nur das, was ich in den Händen halte, es ist für mich die Wertschöpfungskette zusammen mit dem Endergebnis. Mein Wissen und meine innere Haltung machen mich für Verkäufer manchmal zu einer zickigen Kundin. Ich habe oft das Gefühl, besser informiert zu sein über das, was ich vor mir habe, als der Verkäufer. Wenn ich Problematiken anspreche (tierische Inhaltsstoffe, Glycerin und Alkohol, undeklarierte Duftstoffe, niedriger Bioanteil, keine Zertifizierung, …) fühlen sich diese Personen oft an die Wand gedrängt. Kratzbürstig, ihre Stellung verteidigend, wollen sie mich dennoch von ihren Lieblingsprodukten überzeugen – das geht nach hinten los, denn dann ich stelle mich quer. Mein Mann hat mit mir einen Spruch geübt, den ich wiederholen muss, bevor ich einen ‘normalen’ Laden betrete: “Danke, nein, ich wünwsche keine Beratung. Danke, nein, ich komme allein zurecht.” Ich kann minutenlang regungslos vor einem Regal verharren, drei Duschgele in der Hand, und INCIs lesen. Das wirkt auf viele Menschen irritierend.

Nun, bei der Naturdrogerie war das nicht der Fall. Uwe scheint ein echter Beautynerd zu sein und auf meiner Wellenlänge zu liegen. Die Testflakons, die er mir angereicht hat, waren von solchen Produkten, die mich wirklich für einen Kauf interessiert haben. Das kurze Gespräch über Lidschattenpaletten, wie schwer es ist, gute und schöne zu finden die zu einem passen, und wie ansprechend Living Nature das gelöst hat (mit hochwertigen, schwarzen Pappschatullen), ist ein weiteres Beispiel. Auch die kurze Fachsimpelei über gute Pinsel (das Träumchen von oben, der schräge Flattop von Lakshmi) hat mir gefallen. Anstatt mir den Pinsel anzudrehen wurde mir das Gefühl gegeben dass es okay ist, wenn ich mit meinen Pinseln von Biedermann, Eco Tools, Chrimaluxe und Barbara Hofmann zufrieden bin; dass hochwertige Pinsel jahrelang halten und es Verschwendung ist, sie unbenutzt herumliegen zu lassen; dass man für das Geld lieber ein Produkt kaufen sollte, an dem man im Alltag Spaß hat.

Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass ich Uwes Urteil vertraue. Ich vertraue darauf, dass er seine Produkte sehr gut kennt, über Inhaltsstoffe und deren Zusammensetzung hervorragend informiert ist und die Aspekte, die mir wichtig sind, bei der Auswahl umsetzen kann.
“Ich suche ein Produkt x, mir ist y wichtig und ich lege wert auf z. Die Firmen A und B haben etwas, das vielleicht in Frage kommt, weil [insert Pluspunkte]. Welches der Produkte würdest du wählen oder fändest du ein anderes passender für mich?”
Und:ja!, ich würde so ein Produkt kaufen, was bei mir Seltenheitscharakter hat.

Als ich schon fast aus dem Laden draußen war habe ich gefragt, ob ich Fotos machen darf. Fotos? Öh, … Und ich würde sie gerne auf meinem Blog zeigen, weil mir der Besuch so gut gefallen hat. Blog? Äh, … War dann aber auch kein Problem, wie ihr sehen könnt:

Naturdrogerie Mainz, dekorative Kosmetik

Über die Naturdrogerie kann ich guten Gewissens sagen, dass Kunden hervorragend beraten werden und ihnen ein ausgesucht gutes Sortiment präsentiert wird. Wem eine ausführliche Beratung zu viel ist oder wer nur mal schauen möchte, der sollte das sofort sagen, dann kann man in aller Ruhe den Laden durchstöbern. Ich freue mich sehr, einen Laden gefunden zu haben, bei dem ich gerne auch in Zukunft einkaufe. Die Menschen hinter dem Laden, ihre Philosophie, ihre Produktvorauswahl: einfach Klasse. Und falls ich mich das nächste mal nicht zwischen drei grauen, fast identischen Lidschatten entscheiden kann, weiß ich, wen ich frage!

Nein, ich werde nicht von der Naturdrogerie gesponsored. Ich bekomme keine Produkte ‘einfach so’ zugeschickt. Bei meinem Besuch wusste niemand, dass ich blogge. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass jeder Kunde ein ähnlich ansprechendes Einkaufserlebenis im Ladengeschäft haben kann wie ich.

Was habe ich gesehen, das für einen späteren Einkauf in Frage kommt? Sicherlich das Sonnenöl, davon möchte ich gerne eine Probe im Gesicht testen. Ein paar Bloggerkollegen besitzen es, über so eine Connection bekomme ich sicher ein Pröbchen. Selbiges mit dem Zuii Primer, der hat sich auf meinem Handrücken wirklich gut und durchfeuchtend angefühlt. Auch das muss ich im Gesicht testen, es passiert mir leider oft, dass Produkte aufliegen oder sich ein öliger Film absetzt. Wobei ich bei dem Zuii Produkt zuversichtlich bin. Das Rosenwasser in der Kleingröße konnte ich online nicht finden, schade. Mein nächster Einkauf ist jedoch frühestens im Winter, bis dahin gibt es sicherlich noch viele andere Produkte, die mich begeistern.

Hier kommen noch die Swatches der Zuii Lidschatten Purple Ice und Mermaid.

Das ist Mermaid. Seht ihr den Farbverlauf? Das ist mit meinem Fotoapparat fast nicht einzufangen.
Zuii Mermaid Swatch

Dieses Bild zeigt beide Lidschatten ganz normal geswatcht:
Zuii Mermaid Purple Ice Swatch

Über anderen Farben verwendet sehen die Zuii Lidschatten anders aus. Ich habe für euch schwarzen und weißen Lidschatten aufgetragen und die beiden Zuii Farben darüber, zwei verschiedene Fotos um die Vielseitigkeit der Lidschatten einzufangen:
Zuii Mermaid Purple Ice Swatch auf weiß & schwarz
Zuii Mermaid Purple Ice Swatch auf weiß & schwarz 2

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Hauschka Reinigungsmilch

Ein Klassiker unter den Reinigungsprodukten ist die Dr. Hauschka Reinigungsmilch. Ich habe sie schon öfter verwendet, gerade wird eine Reisegröße leer gemacht. Mein Gedächtnis ist genügend aufgefrischt, dass ich euch meine Meinung zu diesem Produkt sagen kann.

hauschka_reinigungsmilch

Reinigungsmilch Dr. Hauschka, 100 % Natur- und/oder Biokosmetik, nach NATRUE- und/oder BDIH-Standard zertifiziert, vegan

Inhaltsstoffe laut Herstellerhomepage (mit Überstzung / Erklärung):
Aqua [Wasser]
Alcohol [Alkohol | konservierend, entfettend, reinigend]
Anthyllis Vulneraria Extract [Auszug aus Wundklee]
Simmondsia Chinensis Seed Oil [Jojobaöl]
Prunus Amygdalus Dulcis Oil [Mandelöl]
Prunus Armeniaca Kernel Oil [Aprikosenkernöl]
Glycerin [Glycerin | feuchtigkeitsbewahrend]
Fermented Grain Extract [Auszug aus Hafer, Roggen und Weizen; fermentiert | Antioxidant]
Cetearyl Alcohol [Fettalkohole | Emulgator, Lipid, Tensid]
Bentonite [Bentonit | Gelbildner, entfettend, reinigend]
Lecithin [Lecithin | Emulgator, feuchtigkeitsbewahrend, hautglättend]
Xanthan Gum [Xanthan | Verdickungsmittel]
Hydrolyzed Wheat Protein [Weizenkeimeiweiß-Hydrolysat | feuchtigkeitsbewahrend, hautstraffend, heilungsfördernd]
Parfum [aus ätherischen Ölen]: Limonene*, Geraniol*, Linalool*, Citronellol*. (*Bestandteil natürlicher ätherischer Öle.)

ToxFox sagt: enthält keine hormonell wirksamen Stoffe.
Cetearyl Alcohol kann aus Palmöl hergestellt sein, da das nicht anders kommuniziert wird, gehe ich davon aus, dass Palmöl verwendet wird. Leider.

Preis pro Flasche zwischen 13 und 20 €uro pro 100 Milliliter
145 ml für 19,00 € (Grundpreis: 13,10 €/100 ml)
30 ml für 6,50 € (Grundpreis: 21,70 €/100 ml)
10 ml für 2,00 € (Grundpreis: 20,00 €/100 ml)
Im Vergleich zu den anderen Reinigungsprodukten:
Dr. Hauschka Reinigungsmilch (ca. 13€/100 ml)
Weleda Mandel Reinigungsmilch (ca. 10,65-13€/100ml)
Martina Gebhardt Shea Cleanser (ca. 8,70€/100ml)
Lavera Reinigungsmilch (ca. 5€/100ml)

Die Hauschka Reinigungsmilch ist recht teuer, 13 Euro pro 100 Milliliter finde ich ganz schön happig für ein Produkt, dass nicht auf der Haut verbleibt, sondern abgewaschen wird. Vorteilhaft sind die unterschiedlichen Größen, in denen das Produkt dauerhaft angeboten wird, da kann man sich mal eine Reisegröße zum Testen leisten. Da nicht angegeben ist, ob und welche Inhaltsstoffe aus biologischem Anbau stammen, finde ich den Preis nicht angemessen – die Rohstoffe in nicht-Bio-Qualität reichen lange nicht an den Endpreis heran. Hauschka Reinigungsmilch war die erste wirklich rückfettende Reinigung die ich probiert habe, daher (und weil ich sie vertragen habe) habe ich sie trotz des hohen Preises früher nachgekauft.
Die Inhaltsstoffe finde ich okay, den Preis grenzwertig; Das Preis-Inhaltsstoff-Verhältnis ist für mein Empfinden gerade so ausreichend.

Hier in der näheren Umgebung bekommt man die Hauschka Reinigungsmilch in fast jeder Apotheke und in jedem Bioladen. Auch die Proben- und Sondergrößen sind flächendeckend vorhanden. Die große Größe ist was für daheim, die mittlere Größe was für unterwegs, die kleine Tube reicht zum Austesten ob man die Inhaltsstoffe verträgt. Das hat Hauschka gut ausgeklügelt mit den drei Größen! Ich mag auch die Verpackung, die Glasbehälter lassen sich gut ausspülen und vertragen auch einen Waschgang in der Spülmaschine. Die Pumspender lassen sich ebenfalls mit viel Wasser, Spülmittel und Alkohol reinigen. Danach ist die Glasflasche bereit für eigene Kreationen, in meinem Fall selbst gemischte Öle oder Kräuteressig für Haarspülungen. Mit dem Drumherum bin ich voll und ganz zufrieden!

Die Reinigungsmilch in der Glasflasche kommt also, wie gesagt, mit Pumpspender. Die Entnahme ist ganz einfach, auch mit einer Hand. Sobald man weiß, wie viele Pumphübe man benötigt, bekommt man reproduzierbar gleiche Menge aus dem Flacon. Die Reinigungsmilch ist fast schon eine Reinigungscreme, dickflüssig kann man sagen. Mit nassen Händen kann man sie gut auf das nasse Gesicht aufemulgieren. Wenn meine Haut trocken ist, saugt sie allerdings das meiste des Produkts auf, ich benötige dann regelmäßig 3 ganze Pumphübe zum Reinigen, das ist recht viel. Mit weniger habe ich aber kein Produkt mehr im Gesicht, das ich abwaschen könnte. (Gleiches passiert mir übrigens mit Martina Gebhardt Reinigungslotionen auch!) Ein komplettes Makeup bekomme ich mit einmal waschen nicht ab, da benötige ich eine zweite Reinigung – obwohl die Hauschka Reinigungsmilch als Makeup-Entferner verkauft wird. Auf der Haut fühlt sich die Milch nicht so klebrig an wie die Alternativen von Gebhardt bzw. weniger austrocknend als die Weleda Mandel Reinigungsmilch.

Am liebsten verwende ich die Reinigungsmilch mit einem Konjacschwamm. Der bleibt schön feucht und verteilt alles gut, die Reinigungsmilch trocknet nicht so schnell und zieht auch nicht so arg ein, dadurch ist die Reinigungswirkung besser bzw. ich verbrauche eine kleinere Menge. Wenn ich den Schwamm zwischendurch auswasche, bekomme ich damit die Reinigungsmilch gut runter. Weniger gut zurecht gekommen bin ich mit der Hauschka Reinigungsmilch in Kombination mit kleinen Schwämmchen bzw. Mikrofasertüchern, sie saugen zu viel Produkt auf und trocknen die Haut dabei aus. Auch wenn ich damit nur abwasche, spannt mein Gesicht danach.
Ich mag übrigens den Geruch der Reinigungsmilch, er ist schön kräuterig und blumig nach Rose, Hauschka eben.

Mit bloßen Händen und Wasser kann ich mein Gesicht schlecht abwaschen, das Aufemulgieren gestaltet sich schwierig und führt zu einer kleinen Überschwemmung am Waschbecken. Das geht am besten unter der Dusche. Alternativ mit dem Konjacschwamm, der eignet sich dafür wirklich gut! Oder, was ich letztens auch mal getestet habe, ein Abschminktuch von Barbara Hofmann. Das habe ich allerdings noch nicht sehr ausführlich getestet, da bleibe ich noch zurückhaltend mit Begeisterungssalven. Wenn ich meine drei Pumphübe zum Waschen verwendet habe und mit fließend Wasser oder Konjacschwamm abgespült, ist meine Haut genügend durchfeuchtet und geschützt für die Nacht (fettfreie Nachtpflege). Um sie nicht allzusehr zu strapazieren creme ich dennoch ein.

Für “fettfreie Nachtpflege” spannt meine Haut nicht allzu sehr, es ist auszuhalten, dabei ist meine Haut sonst zickig. Das Gesicht fühlt sich glatt an, aber nicht alle Stellen sind gleichmäßig durchfeuchtet. Es ist also noch Raum nach oben. Mit der Zeit, nach einer halben Stunde oder mehr, fühlt sich meine Haut dann durchaus trockener an. Gut, dass ich dann entweder schon schlafe oder eingecremt bin! Zum Vergleich: wenn ich meine Haut mit einem schäumenden Produkt reinige, halte ich es kaum fünf Minuten aus, bis ich vor Jucken und Spannen doch zur Creme greife. Ich mag die Hauschka Reinigungsmilch in Kombination mit meiner Haut!

Kurz und knapp: den Produktauftrag finde ich gut, das Abwaschen oder Abnehmen ganz okay.

Aber:
Hauschka/Wala hat im letzten Jahr eine Strafe von 6,5 Millionen Euro bezahlt. Es ging um vertikale Preisbindung und Knebelverträge. Ich kopiere euch mal ein Zitat aus dem Tagesspiegel:
“Die Geldbuße gegen Wala war laut Bundeskartellamt Folge einer einvernehmlichen Einigung mit dem Unternehmen, um das Wettbewerbsverfahren zu beenden. […] Wala hatte laut Bundeskartellamt ab Sommer 2007 ein „selektives Vertriebssystem“ eingeführt. Nur ausgewählte Händler durften die Produkte von Dr. Hauschka verkaufen und wurden durch Abschluss von Verträgen demnach dazu gezwungen, empfohlene Preise für die Produkte einzuhalten.”
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/millionenstrafe-fuer-dr-hauschka/8577046.html [01.08.2013|05.02.2014]

Meine Kundenzufriedenheit wurde gestört, meine Erwartungshaltung nicht weiter erfüllt. Wala, und damit auch Dr. Hauschka, ist damit bei mir auf der roten Liste. Anthroposophisch ist das nicht, was dort abläuft. Diese Firma verstößt gegen ihre vornehmlichsten Grundsätze! Vorher hatte ich eine ziemlich gute Meinung von der Wala, daher war die Fallhöhe eine sehr große und der Aufprall ernüchternd. Obwohl ich die Reinigungsmilch gerne mag werde ich sie nicht nachkaufen, da ich Wala/Hauschka keinesfalls weiter unterstützen möchte.

Fazit:
Die Reinigungsmilch macht ihren Job, sie ist ganz okay, aber da ist reichlich Luft nach oben. Sie ist mittelmäßig: besser als die Weleda Mandel Reinigungsmilch, um Welten schlechter als der Sheacleanser von Gebhardt. In Schulnoten: befriedigend.
Kein Nachkaufprodukt.

[Update 30. Mai 2014:
Nach weiterer Recherche zur Qualität der Inhaltsstoffe und einem Gespräch zur Unternemensphilosophie mit Mitarbeitern auf der Vivaness werde ich mein Gesamturteil nach oben korrigieren. Die Überarbeitung des Beitrags erfolgt später nachvollziehbar gekennzeichnet.]

Zwei meiner Lieblingsblogger über die Hauschka Reinigungsmilch:
Kleines Gehopse von pretty green wo|man
Hélianthe von Was macht Heli?

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Reinigungsmilchen

Bei der Gesichtsreinigung habe ich ‘mein’ Produkt noch nicht gefunden. Getestet habe ich schon einige Reinigungsmilchen, anfangs die von Alverde, dann Hauschka, aber auch Gebhardt und Lavera waren schon in meinem Badezimmer. Derzeit benutze ich die Weleda Mandel Reinigungsmilch, davor hatte ich die Shealotion von Martina Gebhardt.

In den letzten Wochen habe ich mir eine Auswahl an milden Reinigern zugelegt, im nächsten halben Jahr werde ich sie ausgiebig testen. Nur so, glaube ich, habe ich den direkten Vergleich und finde heraus, welches Produkt (oder welche Produkte im Wechsel) mir für eine gute Gesichtsreinigung taugen.

Als Helfer beim Reinigen kann ich auf ein Ebelin Massagepad, Gesichtsreinigungsschwämmchen und auf einen Konjacschwamm zurückgreifen – ansonsten gibt es nur Waschlappen aus Baumwolle oder Mikrofaser. Ansonsten verwende ich Öle vor dem regulären Abschminken, damit bekomme ich schon einen Teil Make-Up aus dem Gesicht und habe eine Gesichtsmassage dabei. Die Reinigung selbst soll so mild wie möglich sein, am besten ohne zu viel Gerubbel, denn davon rötet sich meine Haut und spannt.

Das sind also die Reinigungslotionen, von links nach rechts:
Weleda milde Reinigungsmilch, Weleda Mandel wohltuende Reinigungsmilch, Martina Gebhardt Rose Cleanser (und Pröbchen Happy Aging Cleanser), i+m Reinigungsmilch Freistil, Dr. Hauschka Reinigungsmilch.
reinigungsmilchen_1
Ebenfalls von links nach rechts seht ihr je einen kleinen Klecks des Produkts.

Nicht von links nach rechts, sondern von oben nach unten seht ihr hier noch mal die Kleckse:
reinigungsmilchen_2
Auf der linken Aufteilung kann man gut erkennen, dass das zweite Hügelchen von oben tatsächlich ein Hügelchen bleibt, das ist das von der Konsistenz her festeste Produkt, die Weleda Mandel Reinigungsmilch. Die linke Aufteilung gibt die Farben im Kontrast zueinander schön wieder.

Auf diesem Bild seht ihr dieselben Kleckse, nach oben hin habe ich sie mit einem Spatel etwas verteilt, nach unten hin mit einem Finger leicht ausgewischt. (In Natura kann man die Unterschiede besser erkennen.) So könnt ihr euch vielleicht die Fließeigenschaft bzw. die Viskosität noch etwas besser vorstellen.
reinigungsmilchen_3

Update 12.02.2014: ich habe günstig eine Santaverde Reinigungsmilch erstehen können, die verwende ich derzeit. Sie fehlt hier natürlich im Artikel, aber es wird ebenfalls ein [Meine Meinung] geben, sobald sie aufgebraucht ist.

Update 11.06.2014: Einen Reiniger von Liz Earle (ihr wisst schon, so ein Hot Cloth Dingsbums) habe ich aus London mitgebracht. Der Santaverde Reiniger ist fast leer, parallel verwende ich gerade schon den von Weleda aus der blauen Glasflasche.

Welche milde, tensidfreie Gesichtsreinigung würdet ihr mir empfehlen?

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