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Maienfelser Gesichtsöle

Vor kurzem habe ich eine kleine Bestellung bei Maienfelser aufgegeben. Ich bin noch immer total begeistert von der Auswahl der Öle und Hydrolate und habe mich diesmal für sechs verschiedene Öle und Ölmischungen entschieden.

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Von links nach rechts: Baumöl Körperöl, Midlife Gesichtsöl, Youngster Fine und Youngster Super Gesichtsöle, Redpower Speiseöl und Wiesenschaumkrautöl.

Seit ein paar Wochen bin ich auf der Suche nach einem Ölserum für mein Gesicht, gerne als Ölmischung mit der meine trockene Fetthaut sehr gut klarkommt. Von Maienfelser hatte ich das Gesichtsöl Youngster super und das Redpower Speiseöl ausgesucht, sie erschienen mir als geeignete Kandidaten.

Die Redpower Ölmischung besteht aus Erdbeernussöl*, Himbeernussöl, Sanddornfruchtfleischöl*, Gojibeerenöl*, Cranberryöl*, Granatapfelkernöl* und Kirschkernöl (* aus kontrolliert biologischem Anbau). Sie trägt keine Zertifizierung, dürfte aber als Biokosmetik durchgehen, da fast alle einzelnen Öle bio sind. Die Farbe ist total schön, ein dunkles orange, im Sonnenlicht gefällt es mir besonders gut.

Redpower Öl im Sonnenlicht

Redpower Öl im Sonnenlicht

Die Miniölfläschchen haben auch interessante Farben, das finde ich bemerkenswert, da den Ölmischungen keine Farbstoffe zugesetzt werden, sondern die Farben tatsächlich nur von den Inhaltsstoffen kommen. Von links nach rechts: Gesichtsöl Midlife, Baumöl, Gesichtsöle Youngster Fine und Youngster Super.

Farben der Öle

Farben der Öle

Baumöl

Bestandteile: Arganöl*, Cocosöl*, Macadamianussöl*, Baobaböl, Babassuöl, Mangobutter, Avocadoöl*, Moringaöl, Essenzen aus Palo Santo, Aloebaum, Backhousia, Sandel Amyris, Atlas-Ceder*, Wacholderholz*, Ho-Scho Kampferbaum, Siamholz, Antsoro, Ravintsarabaum, Sassafras.
* aus kontrolliert biologischem Anbau
Quelle: http://www.maienfelser-naturkosmetik.de

Das Baumöl riecht für meine Nase etwas komisch. Ich mag den Duft nicht. Drum bin ich froh, dass ich nur eine kleine Probe bestellt habe.

Gesichtsöl Youngster Super

Bestandteile: Macadamianußöl*, Sacha Inchiöl, Cocosöl*, Traubenkernöl*, Cameliakernöl*, Meadowfoamöl, Mohnöl*, Walnussöl*, Rizinusöl*, Rosenkernöl*, Ätherische Essenzen aus Lindenblüte, Ylang-Ylang*, Rosenholz*, Mandarine*.
* aus kontrolliert biologischem Anbau
Quelle: http://www.maienfelser-naturkosmetik.de

Mit dieser Ölmischung bin ich bisher am allerbesten ausgekommen. Sie zieht bei mir auch in größeren Mengen schön in die Haut ein und liegt danach nicht auf. Sie lässt sich gut mit Cremes und Lotionen mischen. Da auf der anderen Seite des Zauns das Gras jedoch viel grüner ist, möchte ich ein paar andere Ölseren austesten. Damit ich danach weiß, das ich nichts verpasst habe.

Gesichtsöl Youngster Fine

Bestandteile: Ramtillkrautöl, Distelöl*, Gurkenkernöl, Andirobaöl, Schwarzkümmelöl*, schwarzes Johannisbeersamenöl*, Callophyllumöl, Sanddornfruchtfleischöl*, ätherische Essenzen aus Gengrigras, Lemon-Mythe*, Weihrauch.
* aus kontrolliert biologischem Anbau
Quelle: http://www.maienfelser-naturkosmetik.de

Hier bin ich gespannt, ob ich es besser vertrage als das Super. Auf dem Papier kann man sich die Inhaltsstoffe schönreden, doch ob sie im Gesicht die erhoffte Wirkung haben, muss man schon austesten. Der direkte Vergleich der beiden Youngsteröle gibt mir also die Möglichkeit, das Einziehvermögen auf der rechten bzw. linken Gesichtshälfte auszutesten und so herauszufinden, ob meine schlauen Überlegungen wirklich so schlau waren.

Gesichtsöl Midlife

Bestandteile: Arganöl*, Avellanaöl, Avocadoöl*, Kirschkernöl, Mandelöl*, Rosenkernöl* und Rosen-Gesamtextrakt*, Palmöl rot*, Baobaböl, Passionsfruchtkernöl, äth. Öl der Rosenblüte.
* aus kontrolliert biolobischem Anbau
Quelle: http://www.maienfelser-naturkosmetik.de

Diese Ölmischung habe ich mir tatsächlich aus Neugier und der Vollständigkeit halber mitbestellt. Wenn ich schon ein neues Öl für mein Gesicht suche, dann sollten auch die anderen Maienfelser Gesichtsöle eine Chance bekommen. Falls es nicht perfekt in meine Haut einzieht – und davon gehe ich aus – werde ich es am Körper verwenden oder Gesichtsmasken damit aufwerten. Gesichtsmassagen lassen sich mit so tollen Ölen natürlich auch machen!

Das Wiesenschaumkrautöl ist so eine Sache für sich. Das Ölsäurespektrum besteht ungefähr aus 63% Eicosensäure, 17% Docosadiensäure und 16% Docosensäure. Die Maienfelser schreiben:

Das Öl ist von außergewöhnlicher Eigenart. Es zählt durch 97 % der langkettigen ungesättigten Fettsäuren zu den stabilsten antioxidativen Pflanzenölen überhaupt (ähnlich dem Jojobaöl). Trotz seines hohen Molekulargewichtes ist es bei Zimmertemperatur flüssig.

Kosmetische Verwendung: Aufgrund seiner Stabilität ist es hervorragend geeignet zur Vermischung mit anderen Pflanzenölen, die durch ihre Zusammensetzung viel empfindlicher sind wie Nachkerze, Hanf, Sonnenblume etc. Das Wiesenschaumkrautöl hat eine hohe feuchtigkeitsspendende und -erhaltende Eigenschaft und ist sowohl für Mischhaut, fette Haut als auch trockene Haut geeignet. Die Haut wird samtweich, elastisch und fettet nicht nach. Außerdem eignet es sich auch gut als Haaröl.
Quelle: http://www.maienfelser-naturkosmetik.de

Ich teste mich gerne durch Öle mit besonderen Zusammensetzungen, so bin ich auch überhaupt erst auf linolensäurebasierte Gesichtsöle gekommen. Diese langkettigen ungesättigten Fettsäuren gibt es so kaum in einem anderen (verfügbaren) Öl, daher war ich sehr gespannt, wie es sich auf der Haut anfühlt. Ob es meinem Broccolisamenöl als Haaröl Konkurrenz machen wird?

Flakonkunst

Flakonkunst

Dieses Foto hat mir besonders gut gefallen. Die kleinen Glasflaschen von Maienfelser sind nicht nur ideal zum Einpacken für unterwegs, sie sehen auch gut aus.

Ein bischen was habe ich natürlich schon getestet, das schiebe ich in diesem Beitrag gleich hinterher.

Das Redpower Öl hat sich für mich als Gesichtsöl nicht als ideal herausgestellt. Ich habe eine Versuchsreihe durchgeführt: am ersten Tag 6 Tropfen, am zweiten Tag 5 Tropfen, am dritten Tag 4 Tropfen und so weiter. Jeweils morgens habe ich das Öl in das hydrolatfeuchte Gesicht einmassiert, abends habe ich zum Öl zusätzlich eine Lotion verwendet. Nehme ich viele Öltropfen, dann liegt das Öl auf der Haut auf und zieht nicht gut ein. Bei nur ein oder zwei Tropfen zieht das Öl zwar mehr oder minder gut weg, aber ich habe nicht das Gefühl, dass meine Haut durchfeuchtet ist. Das ist mit dem Youngster Super viel eher der Fall.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich pulvrige Masken nicht nur mit Wasser oder Hydrolat anrühren werde, sondern ein paar Tropfen dieser Ölmischung hinzugebe. Dadurch werden Heilerdemasken nicht so schnell fest und trocknen die Haut weniger aus. Oder, wie oben schon geschrieben, ich verwende das Öl als Körperöl. Oder – total abwegig bei diesem Speiseöl – ich esse es.

Zum Wiesenschaumkrautöl kann ich bisher nur folgendes sagen: ich verwende es gerne als Handöl. Wenn die Hände noch nass sind trockne ich sie nicht ab, sondern gebe auf die Oberseite insgesamt zwei Tropfen Öl. Erst verreibe ich es auf der (bei mir viel pflegebedürftigeren) Oberseite, dann auf der restlichen Hand. Ich massiere dabei die Muskeln der Daumen und die Finger, Handwurzelknochen und an jedem Finger das Nagelbett. Dazu nehme ich mir ein paar Minuten Zeit: solch eine intensive Pflege benötige ich nur, wenn meine Hände viel geleistet haben, und dann haben sie diese Aufmerksamkeit auch verdient. Sind die Hände trocken dauert es noch zwei, drei Minuten, bis das Öl wirklich eingezogen ist. Dann kann ich auch wieder am Rechner tippen und Türklinken anfassen und Klamotten glattziehen, ohne Öldatscher zu hinterlassen. Das kann ich auf den Tod nicht ausstehen!

 

Verwendet ihr auch Öle in der Körper- oder Gesichtspflege? Was mögt ihr lieber: reine Öle oder Cremes & Lotionen?

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Wie finde ich ein passendes Gesichtsöl? [How to …]

Auf der Suche nach einem passenden Gesichtsöl habe ich richtig Zeit investiert, und ich nehme euch heute mit in meine Gedankenwelt, was passiert, wenn ich mir richtig viel Mühe gebe, ein tolles, neues, für mich passendes Produkt zu finden. Ich gebe euch Gedankenanstöße, wie ihr die Suche für euch selbst anpassen könnt, um nicht unnötig viel herumprobieren zu müssen.

Vorgeplänkel

Meine Gesichtspflegeroutine ist seit einigen Monaten fast immer gleich. Ich schminke mich ab, wenn es nötig ist (Mizellenwasser, Make-up-Entferner etc.) und reinige dann meine Haut mit einer milden Reinigungsmilch (Gebhardt, Santaverde, i+m, Weleda, etc.). Anschließend verwende ich einen Toner (Maienfelser Hydrolate, Hauschka, etc.) und eine Gesichtscreme (Provida, Gebhardt, etc.) in Kombination mit einem Öl (Maienfelser, Einzelöle, etc.). Pro Kategorie habe ich zwei bis vier unterschiedliche Produkte, je nach Hautzustand und Gemüt wechsle ich sie ab.

Womit ich derzeit ganz und gar nicht zu Frieden bin, ist mein Ölserum für tagsüber. Ich hatte eine Mischung von Maienfelser (die ich mochte), sie ist leer, schon seit einer ganzen Weile. Dann habe ich Sacha Inchi für mich entdeckt und auch Arganöl getestet, beide mag ich gern. Hagebuttenkernöl zieht auch gut weg bei mir, aber ich habe nur das aus der vollen Frucht und das ist elendiglich gelb und färbt auf alles ab, wo es drankommt. Dann besitze ich noch Avellanaöl, für den Sonnenschutz. Ich wollte auch gerne Mandel und Aprikosenkern testen, und Traubenkern und …

Fällt euch was auf? Ich erzähle hier von total vielen einzelnen Ölen, die bei mir daheim rumstehen. Aber so einzeln mag ich Öle nicht immer verwenden, ich hätte gerne eine solide Mischung, die ein breiteres Spektrum abdeckt. Darum habe ich auch selber gemischt: Avellana mit Sacha Inchi und Hagebutte, das war vor dem Sommer, um zu testen, ob ich Avellana im Gesicht haben möchte. Diese Mischung ist aber denkbar ungünstig, Hagebutte sollte man abends auftragen (nicht morgens) und Avellana morgens (nicht abends). Also habe ich sie abends aufgetragen und verbraucht.

Meine nächste Mischung basierte auf Aprikosenkernöl mit Sacha Inchi und Hagebuttenkernöl, die war nicht ganz so leicht wie die andere und für abends gedacht. Jetzt weiß ich: Aprikosenkern zieht bei mir nicht so gut weg wie andere Öle. Mist. Als die Hälfte der Mischung aufgebraucht war, habe ich mit Argan aufgefüllt, so ist es etwas besser. Perfekt ist das jedoch noch nicht, und für Tagsüber fehlt mir noch immer eine Mischung.

Ich bin ja experimentierfreudig, das wisst ihr. Drum habe ich mein Hirn eingeschaltet und überlegt, was ich so kombinieren könnte, ohne noch mehr Zeug rumstehen zu haben. Meine Gedanken sind bei den Khadi Gesichts- und Körperölen hängen geblieben. Daheim habe ich mir die Beschreibungen durchgelesen und wollte daraufhin das Öl “Pink Lotus” kaufen, im Laden war aber exakt dieses nicht mehr da. Mitgenommen habe ich dann das “White Lily”. In einer Pipettenflasche habe ich halbe-halbe Arganöl mit Whity Lily gemischt, und dieses verwende ich jetzt morgens.

Gesichtsöl selbst gemischt mit Arganöl und Khadi White Lily

So ganz glücklich bin ich immer noch nicht. Ich habe diverse Einzelöle daheim, zwei selbst gemachte Mischungen plus ein Pröbchen Hautfunktionsöl bei unreiner Haut, aber ich fühle mich nicht angekommen. Ich will ein allerliebstes-für-die-Morgenroutine-Ölserum das wirklich gut zu meiner trockenen Fetthaut passt, sie durchfeuchtet und samtweich ohne Glanz oder Film hinterlässt *mit dem Fuß fest auf den Boden stampft*! Es ist keine Eile geboten, ich kann in aller Ruhe meine Recherchen machen um so ein Öl zu finden.

[How to] Perfektes Öl finden: meine Vorgehensweise

Bestandsaufnahme
Ich stelle mir die Fragen: wo komme ich her und wo will ich hin? Ich komme von einzelnen Ölen, die ich selber gemischt habe. Das will ich nicht mehr, sondern eine fertige Mischung. Ich komme von leichten Ölen die sehr gut bei mir einziehen (Sacha Inchi, Hagebutte, Triglyceride, Argan) und möchte dabei bleiben. Ich habe festgestellt, dass Jojoba nicht bei mir einzieht, ich sollte also Mischungen meiden, in denen es auf den vorderen Plätzen der INCI-Liste steht. Ich habe keine Allergien, aber mein Mann verträgt Lavendel nicht, das möchte ich auch berücksichtigen. Meine Anforderungen sind also: ich will eine Ölmischung mit hohem Linolen- und Linolsäuregehalt, gesättigte Fettsäuren sollten nur ganz wenig drin vorkommen, stattdessen lieber mehrfach ungesättigte, und die ätherischen Öle sollten nicht mit Lavendel sein.

Wo suchen?
Meine üblichen Verdächtigen (Naturdrogerie, Ecco Verde, Amazingy, All for Eves, Love Lula, Naturisimo, Being Content, …) bieten eine enorme Auswahl an Produkten, die in Frage kommen. Zusätzlich habe ich mich noch bei Hilla und Maienfelser umgeschaut und bin dem Tipp einer amerikanischen Bloggerin gefolgt.

Wie suchen?
Erstmal versuche ich, eine Produktkategorie wie “Öle und Seren” oder “Spezialpflege” aufzurufen, dann muss man nicht so viel suchen, wie wenn man sich nur die Sachen anzeigen lässt, die zu einem Hautzustand passen. Dann öffne ich alle Produkte in einem Hintergrundtab, die mir interessant erscheinen (meine Stichworte: trockene Haut, durchfeuchten, Hautschutzmantel stärken, …). Anschließend schaue ich mir die Beschreibungen und INCI-Listen an und schließe alle Tabs mit Produkten, die einen wässrigen Anteil enthalten (Wasser, Aloe Vera Saft, Hydrolat, …), denn ich will ein Ölserum. Im Anschluß klicke ich alle Tabs weg, bei denen auf den ersten drei INCI-Plätzen Jojobaöl steht. Als Basis möchte ich leichte Öle, also fliegen auch die raus, die auf Olivenöl, Mandelöl, Aprikosenkernöl etc. basieren, denn das habe ich selbst schon getestet (und für nicht passend befunden). Diese Prozedur mache ich mit allen genannten Shops und habe nachher eine wirklich lange Liste mit Produkten, die theoretisch für einen Kauf in Frage kommen.

Die Auswahl weiter einschränken!
Solche Ölmischungen, die mir irgendwie negativ aufgefallen sind, habe ich aussortiert. Nun mache ich es andersrum, ich markiere mir die Produkte, die mich durch irgendetwas ansprechen, meine Neugier wecken, mich zum Ausprobieren animieren. Das kann eine gut klingende Mischung an ätherischen Ölen sein, oder dass das Öl auf einem besonderen Öl basiert oder dass viele Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau stammen oder so. Wenn ich nur noch diese Mischungen in der Auswahl lasse, bin ich bei ungefähr zehn bis 15 Produkten angekommen. Das ist mein Rest, aus dem ich dann tatsächlich Produkte herausfische, die für einen Kauf in Frage kämen.

Der Rest: analysieren
Als Resultat meiner Recherchen haben sich folgende Produkte herausgearbeitet, ich habe sie hier mal für euch aufgelistet. Zuerst kommt der Hersteller, dann der Name des Produkts, und in Klammern (die Produktgröße in ml | der Preis pro Verkaufseinheit | der Preis umgerechnet auf 100 ml):
Antipodes Joyous (30 ml | 48€ | 160€ per 100 ml)
Flow Cloudberry Serum (20 ml | 38€ | 190€ per 100 ml)
ila Spa Face Oil for Glowing Radiance (30 ml | 93€ | 310€ per 100 ml)
Joik Silky Facial Serum (30 ml| 20€ | 67€ per 100 ml)
Living Nature Spezialpflegeöl – Special care oil (100 ml | 30€ | 30€ per 100 ml)
Maienfelser Gesichtsöl Youngster fine (50 ml | 15€ | 30€ per 100 ml)
Maienfelser Gesichtsöl Youngster super (50 ml | 15€ | 30€ per 100 ml)
Maienfelser Redpower Speiseöl (60 ml | 12,50€ | 21€ per 100 ml)
May Lindstrom The Youth Dew (20 ml | 120€ | 600€ per 100 ml)
Pai Echium & Amaranth Age Confidence Oil (30 ml | 55€ | 184€ per 100 ml)
REN Vita Mineral™ Omega 3 Optimum Skin Oil (30 ml | 30€ | 100€ per 100 ml)
Suti Nourish (30 ml | 32£, 41€ | 137€ per 100 ml)
Suti Rejuvenate (30 ml | 32£, 41€ | 137€ per 100 ml)
Vice 1960 V60 Facial Oil Radiance (15 ml | 28€, 35$ | 187€ per 100 ml)

Jetzt markiere ich mir folgende Kriterien:
# Kostet das Produkt in der Vollgröße weniger als 25 €uro? (virtuelle Schmerzgrenze)
* Kostet das Produkt auf 3 Monate gerechnet weniger als 35 €uro? Der 100ml Preis sollte unter 465€ liegen. (virtuelle Schmerzgrenze)
+ Erkenne ich das Öl als leichtes Öl?
~ Habe ich ein gutes Bauchgefühl dabei, es zu testen?
° Möchte ich es testen, weil es sich so schön liest?
Wie komme ich auf die Zahlen? Meine Erfahrung. Ich brauche nur ein bis vier Tropfen je nach Öl pro Anwendung, und mit 1 ml komme ich durch zehn bis 15 Anwendungen, sagen wir mal zwölf, das lässt sich gut rechnen. 1 ml = 12 Anwendungen, 10 ml = 120 Anwendungen, 30 ml = 360 Anwendungen => Jahresration. Pro Vierteljahr verbrauche ich rechnerisch 7,5 ml (mit einer Schmerzgrenze von 35 Euro!), auf 100 ml umgerechnet komme ich auf [35:7,5×100] 465 €uro.

*+~° Antipodes Joyous
*+~ Flow Cloudberry Serum
*+~ ila Radiance
#* Joik Silky
* Living Nature Special
#*° Maienfelser fine
#*+~° Maienfelser super
#*+~° Maienfelser Redpower
° May Dew
*° Pai Confidence
*+~ REN Optimum
*° Suti Nourish
*+~ Suti Rejuvenate
*° Vice Radiance

Also gut, dann sortieren wir mal nach Anzahl der Zustimmungen:
#*+~° Maienfelser super
#*+~° Maienfelser Redpower
*+~° Antipodes Joyous
*+~ Flow Cloudberry Serum
*+~ ila Radiance
#*° Maienfelser fine
*+~ REN Optimum
*+~ Suti Rejuvenate
#* Joik Silky
*° Pai Confidence
*° Suti Nourish
*° Vice Radiance
* Living Nature Special
° May Dew

Jetzt sortieren wir innerhalb danach, ob ich es als leichtes Öl einschätze und ob ich ein gutes Bauchgefühl habe (+~):
#*+~° Maienfelser super
#*+~° Maienfelser Redpower
*+~° Antipodes Joyous
*+~ Flow Cloudberry Serum
*+~ ila Radiance
*+~ REN Optimum
*+~ Suti Rejuvenate
#*° Maienfelser fine
#* Joik Silky
*° Pai Confidence
*° Suti Nourish
*° Vice Radiance
* Living Nature Special
° May Dew

Somit habe ich mir selber meine Auswahl weiter eingeschränkt auf die folgenden Öle:
Maienfelser super sowie Redpower, Antipodes Joyous, Flow Cloudberry Serum, ila Radiance, REN Optimum und Suti Rejuvenate. Das sind immer noch sieben Stück, aber ich habe mit geschätzt 60 Produkten angefangen, so gesehen ist das eine gute Reduzierung.

Mein nächster Schritt wird sein, von diesen sieben Ölen jeweils eine Probe zu bekommen wo es möglich ist, und die Proben dann miteinander gegenzugleichen. Letztendlich zählt nur, wie meine Haut das Öl annimmt, das kann man nicht mit Zahlen und Statistiken herausklamüsern – das muss man testen!

Warum mache ich diesen Terz überhaupt? Das war doch irre viel Arbeit!
Ich habe sehr oft das Gefühl, dass ich etwas übersehe, dass da draußen vielleicht ein noch besseres Produkt ist, zu dem ich wechseln könnte. Doch ich suche gerade ein Gesichtsöl, dem ich gerne treu bleiben möchte, und dazu muss es sich gegen andere Spitzenkandidaten durchsetzen. Die Crème de là Crème passender Kandidaten habe ich eingeköchelt auf die angenehme Anzahl von 7 (in Worten: sieben), und wenn da tatsächlich eine Ölmischung dabei ist, die mich glücklich macht, kann ich sagen: “Das habe ich fein gemacht. Da draußen in der lieben weiten Welt gibt es sicher kein anderes Öl, mit dem ich so gut zurecht komme wie mit dem, das ich aktuell habe!”

Klar, ab und an werde ich auch was neues austesten, ich bin sehr neugierig. Doch es ist ein tolles Gefühl, ein Produkt zu haben, zu dem man immer wieder zurückkommen kann. So etwas habe ich derzeit nicht, und ich möchte da hin gelangen.

Zusammengefasst
Bestandsaufnahme machen: Vorlieben, Abneigungen, Allergien, etc. notieren und ein Profil des Produkts erstellen, wonach man sucht
Wo anfangen: In welchen Läden und Onlineshops stöberst du gerne? Besuche (virtuell) unterschiedliche Läden und Anbieter, damit du ein breites Angebot zur Auswahl hast.
Wie suchen: Öffne die Produktkategorie für das Produkt, das du suchst. Schränke dich nicht dadurch ein, dass du über die Auswahl deines Hautzustandes nur einen Teil der Produkte anzeigen lässt. Schau dir die einzelnen Produkte an und notiere dir, welche Sachen zu deinem Profil aus der Bestandsaufnahme passen.
Auswahl einschränken: Markiere jetzt nur die Produkte, die dir positiv auffallen, dich ansprechen, zum Verwenden einladen. Es sollten höchstens zehn bis 15 Produkte übrig bleiben.
Analysieren: Überleg dir, wie viel du für den Kauf eines solchen Produkts ausgeben willst (Erstkaufhürde), und wie viel es dir wert wäre, es dauerhaft zu benutzen. Sind Produkte auf der kleinen List, die wirklich gut zu deinen Anforderungen passen? Oder solche, bei denen du ein wirklich gutes Bauchgefühl habt? Gibt es etwas, von dem du glaubst, es unbedingt testen zu müssen? Notiere deine Antworten jeweils neben die Produkte.
Gewichtet sortieren: Welche Sachen haben die meisten Fragestellungen erfüllt? Besonders wichtig ist, dass die Inhaltsstoffe passen und/oder dein Bauchgefühl, aber auch, dass du dir das Produkt auch wirklich leisten kannst.
Proben ordern und testen: Jetzt kommt der spaßige Teil, nämlich Pröbchen oder Reisegrößen der Produkte zu finden, die ganz oben auf der Hitliste stehen. Teste dich durch und finde dein Lieblingsprodukt! So bist du sicher, dass du dein Geld in etwas investierst, das Herz und Verstand genau so lieben wie dein Körper.

Wenn ihr so vorgeht, habt ihr vielleicht nicht mehr so ein flaues Gefühl im Magen, richtig viel Geld für ein einzelnes Produkt auszugeben. Mir geht es nämlich so, ich habe unheimlich Schiß davor, Fünfzig Euro oder mehr für etwas auszugeben, dass ich danach nicht verwende.

So. Ich geh’ jetzt Pröbchen zusammensuchen. Wäre doch gelacht, wenn ich mir zu Weihnachten nicht eine Vollgröße Gesichtsöl-Serum unter den Baum stellen könnte!

Update 8. Oktober:
Wegen des Ila Öls habe ich nach Proben gefragt aber keine Antwort erhalten. Vom Joyous gab es auch keine. Daher habe ich vorerst bei Maienfelser bestellt, Youngster und Redpower. Und Wiesenschaumkraut. Und noch ein paar Kleinigkeiten. Bei Maienfelser fällt es mir schwer, mich zurückzuhalten.

Ich teste also erstmal diese beiden gegeneinander, und den Sieger lasse ich dann gegen das nächste Ölserum antreten und so weiter und so fort. Wahrscheinlich wird das nächste das von Flow, denn das kann ich in Deutschland bestellen.

Transparenz:
Ich habe keinerlei Vorteile dadurch, dass ich Firmen oder Produkte genannt habe. Es handelt sich hierbei um meine persönliche Auswahl zur Produktfindung einer Ölmischung, die zu meiner trockenen Fetthaut passen könnte. Wenn ihr einen anderen Hautzustand habt, geht doch meinen Entscheidungshelfer durch und findet Produkte, die zu euch passen – unabhängig davon, was ich in diesem Blogpost genannt habe.

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