Tag Archives: Transparenz

PR-Samples und eine ehrliche Meinung

Ihr habt ganz sicher schon mal was ähnliches auf einem Blog gelesen:

Ich habe das Produkt kosten- und bedingungslos als PR-Sample erhalten, aber das beeinflusst meine Meinung nicht. Ich teile weiterhin meine ehrliche Meinung mit euch. Was mich nicht überzeugt, kommt nicht auf den Blog.

Solche Nachsätze unter Blogposts ärgern mich häufig – besonders dann, wenn sie so verklausuliert sind wie mein Beispiel oben.

Ich habe dazu einen zweiteiligen Audiobeitrag aufgenommen …

… und ich würde mich wirklich sehr über einen regen Austausch in den Kommentaren dazu freuen.

Zwei sehr gute Blogposts zum Thema Werbung, PR-Samples, Kooperationen und eigene Meinung findet ihr bei Kathrin | ein bischen vegan und bei Jenny | i love spa, beide haben monetarisierte Blogs, verdienen also Geld mit ihren Beiträgen.

Ich möchte euch aber auch einen privaten Blog ans Herz legen, auf dem von vornherein klar ist: „geschrieben wird nur über Produkte, die überzeugen“. Ida | Herbs & Flowers hat meiner Meinung nach eine sehr sehr gute Mischung an bezahlten Inhalten (nämlich wenig für einen Hobby-Blogger) und informativen, hübsch bebilderten Beiträgen (alle!). So viel Mühe und Herzblut, wie sie sich gibt, würde ich mir auch nur bei Produkten und Firmen machen, die mich überzeugen.

 

Wie steht ihr zu den Themen Transparenz, PR-Samples, Werbung, Disclaimer und ehrliche Meinung?

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Filed under Naturkosmetik, Zeitgeist

Rote Lippen

In meinem vorletzten Posting habe ich mehr Beiträge zu dekorativer Kosmetik angekündigt. Heute zeige ich euch zum Auftakt meine beiden liebsten roten Lippenstife.

Alva Brick Red C1 und Dizao 211 Magnolie
Links ist der Alva C1 brick red, rechts der Dizao 211 magnolia ♦. Der Lippenstift von Alva ist vegane und zertifizierte Naturkosmetik, der Farbton ist ein blaustichiges rot. Der farbige Lippenbalsam von Dizao ist nicht vegan, da er Bienenwachs enthält, doch er ist USDA zertifiziert mit einem Bioanteil von 90%. Im Vergleich zu brick red ist er noch etwas blaustichiger.

Alva Brick Red C1 und Dizao 211 Magnolie
Aufgetragen sieht man, dass sich die Farben gar nicht so sehr voneinander unterscheiden. Brick red ist eher gut pigmentiert, man sollte ihn am besten auf grundierten Lippen und mit einem Konturenstift auftragen. Magnolia ist ein pflegender Balsam mit sehr großem Farbanteil, die Farbe ist allerdings eher sheer und lässt die eigene Lippenfarbe durchblitzen.

Alva Brick Red C1 und Dizao 211 Magnolie
Je nach Auftrag kann man die beiden Farben deckend auftragen oder, mit einem Lippenpinsel, hauchzart über einen Lippenbalsam geben. Brick red hinterlässt einen zarten Stain, also nicht übermalen! Mit dem Finger auf glossige Lippen aufgetupft gibt Magnolia auch ohne Spiegel gleich einen frischeren Look.

Für euch habe ich brick red aufgetragen. Oben seht ihr meine natürliche Lippenfarbe, sie ist sehr unruhig, die Kontur ist nicht scharf. Zudem habe ich am Amorbogen und in den unteren Mundwinkeln helle Stellen um die Lippenkontur. Auf dem unteren Bild habe ich den Lippenstift mit einem Lippenpinsel in zwei Schichten aufgetragen.

Alva Brick Red
Der Weißabgleich hat bei beiden Fotos nicht gleich gearbeitet, darum sieht das untere Foto farblich etwas blasser aus. Die Farbe ist real etwas kräftiger und rötlicher, in etwa so wie auf dem ersten Swatchbild.

Beide Farben sollte man nach dem Essen bzw. nach ein paar Stunden nachlegen. Die Farbe von Alva habe ich zu zwei wichtigen Geschäftsterminen getragen, denn ich wusste, dass ich mich durch den Stain auf sie verlassen kann. Dizao als my lips but better-Balsam hat mich so sehr überzeugt, dass ich weitere Farben geordert habe. Außerdem habe ich ein großes Makeup für euch geschminkt und Fotos gemacht, der Beitrag dazu kommt demnächst. Ihr dürft gespannt bleiben!

Transparenz: ♦ beide Produkte wurden mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Die Links oben im Beitrag sind no-follow Links und führen euch direkt zu den Anbieterseiten, dort findet ihr weitere Informationen zu den Produkten wie INCI-Listen oder Zertifikate.

 

Was ist euer liebstes farbiges Lippenprodukt?

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Transparenz: Update

Vor ein paar Wochen habe ich es bereits anklingen lassen: meine bisherige Kennzeichnung der Produktherkunft ist mir zu klobig. Die Bilder sorgen zwar für Transparenz, stören aber meiner Meinung nach den Lesefluss. Daher habe ich mich entschlossen, neue Zeichen für den Fließtext einzuführen. Es handelt sich um ein Kleeblatt ♣ und eine Raute ♦.

Ein Sternchen (*) möchte ich nicht verwenden. Manche Blogs benutzen es für Produktmuster, andere bei Kooperationsprodukten, wieder andere für nicht mehr erhältliche Produkte oder limitierte Editionen. Mir ist das zu schwammig!

Private Produkte

Ich kennzeichne ab sofort alle Produkte, die auf privatem Weg zu mir gekommen sind, mit einem Kleeblatt (dem Kreuzsymbol von Kartenspielen). Das sind …

  • Produkte, die ich mir selbst ausgesucht und selbst (privat) bezahlt habe
  • Produkte, die ich mir zwar nicht selbst ausgesucht, aber auf die eine oder andere Weise privat bezahlt habe (zum Beispiel Boxen mit unbekanntem Inhalt oder Überraschungspakete)
  • Produkte, die ich durch Tausch von anderen bekommen habe oder aus zweiter Hand zum günstigen Preis erworben
  • Geschenke

Das ♣ ersetzt das bisherige Bild privatkauf

Testexemplare und Produktmuster

Sachen, die ich kosten- und bedingungslos zum Testen und Vorstellen für meinen Blog erhalten habe, kennzeichne ich mit einem (dem Karosymbol von Kartenspielen). Das sind …

  • Produkte, die ich mir selbst ausgesucht, aber nicht selbst bezahlt habe
  • Produkte, die ich weder selbst ausgesucht noch bezahlt habe

Das ♦ ersetzt das bisherige Bild produktmuster

Pröbchen und Sachets werde ich wahrscheinlich nicht mehr kennzeichnen. Man erhält die Einmaltütchen meist zu einem Kauf dazu, und uns allen ist klar, dass sie Werbung der Hersteller für ihre Produkte sind. Wenn ich einen bezahlten Probenservice in Anspruch genommen habe (und viel Zeit und Lust zum Kennzeichnen habe) könnte ich die Herkunft jedoch weiterhin vermerken. Da bin ich mir noch unsicher, wo Transparenz aufhört und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen anfangen 😉 .

Alle anderen Produkte

… die ich weder privat gekauft, getauscht noch kosten- und bedingungslos erhalten habe, kennzeichne ich direkt im Beitrag mit einem (Pfeilsymbol) und gebe dort an, unter welchen Bedingungen ich sie erhalten habe. Der Pfeil zeigt euch, dass ihr weiter unten im Text zusätzliche Informationen bekommt.

Kurz und knapp im Überblick

♣ (HTML: ♣) für Privatkäufe
♦ (HTML: ♦) für Produktmuster
↵ (HTML: ↵) für mehr Infos am Textende
Bitte gebt mir in den Kommentaren eine Rückmeldung darüber, falls euch die Symbole nicht korrekt dargestellt werden.

 

Wie steht ihr als Leser oder Bloggerkollegen zum Thema Kennzeichnung und Transparenz? Wie weit interessiert euch die Produktherkunft? Wie sieht für euch der Idealfall aus? Habt ihr Vorschläge oder Anregungen?

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Fragàncies del Montseny: Naiada Secrets „Wild Flowers“ Eau de Toilette

Das Produkt, was ich euch heute vorstellen möchte, liegt mir sehr am Herzen. Es ist von einer spanischen Firma, Fragàncies del Montseny, und es ist ein Eau de Toilette aus der Serie Naiada Secrets mit dem Namen Wild Flowers. Es ist ein Produkt, das ich auf der Vivaness geschenkt bekommen habe. Ohne Bedingungen. Ohne Kosten. Ohne Verpflichtungen. Ich mag es so gern und finde es so hübsch, dass es sogar seit Monaten in meinem Blogheader zu finden ist.

Fragàncies del Montseny: Naiada Secrets "Wild Flowers" Eau de Toilette | Flakon

Fragàncies del Montseny: Naiada Secrets „Wild Flowers“ Eau de Toilette
100 ml, 60 €uro

Inhaltsstoffe (9/10)
INCI: Alcohol denat., Parfum*: Citrus aurantium bergamia oil, Lippia citriodora extract, Citrus médica limonum oil, Thymus vulgaris oil, Citrus aurantium (Neroli) flower oil, Jasminum officinale oil; limoneno**, citral**, linalol**, geraniol**, citronellol**, neral**, farnesol**; (*): Aromatic waters and essential oils from certified organic agriculture; (**): from natural essential oils.

Fragàncies del Montseny: Naiada Secrets "Wild Flowers" Eau de Toilette |  INCI

Das Eau de Toilette besteht aus (nicht-bio) Alkohol und komplett aufgeschlüsselten duftgebenden Komponenten. Bei meiner Version sind das ätherische Öle von Bergamotte, Zitronenverbene, Zitrone, Thymian, Neroli und Jasmin. 8% des Produkts stammen aus Bioanbau, und da nur die ätherischen Öle aus Bioanbau sind, weiß ich, dass das Parfum aus 92% Alkohol und 8% ätherischen Bioölen besteht. Ich beuge mein Haupt vor dieser Transparenz. Der Bioanteil ist auf jeder Verpackung an prominenter Stelle aufgedruckt!

Zertifiziert von IMO:

At IMO, we provide you with reliable quality control services and certification of organic, eco-friendly and socially-responsible products.

Quelle: imo.ch

Das ist der einzige Kritikpunkt, den ich habe, was die Inhaltsstoffe angeht: der Alkohol ist nicht aus Bioanbau.

 

Verpackung (9/10)

Die Verpackung besteht aus einer äußeren Hülle, einer inneren Schutzpackung und erst dann kommt der Glasflakon. Alles ist wunderschön gemacht, ich finde, da erkennt man die Liebe zum Produkt. Der Flakon besteht aus türkisfarbenem Mattglas mit silberner Zerstäuberkappe, der Aufdruck ist grafisch und spricht mein Herz für aufgeräumtes Design an.

Fragàncies del Montseny: Naiada Secrets "Wild Flowers" Eau de Toilette | Verpackung

Auch bei der Verpackung habe ich nur einen einzigen Kritikpunkt: es gibt keine Testgrößen. Wer im Laden dran schnuppern kann sollte das tun, aber es wäre wirklich toll, solche Minizerstäuber kaufen zu können wie Farfalla sie anbietet.

 

Marketing und Preis (7/10)
Preis per Verkaufseinheit: 60€ per 100ml (Basispreis per 100g/100ml: 60€)
Fragàncies del Montseny: Naiada Secrets "Wild Flowers" Eau de Toilette | Verpackungsinformationen

This eau de toilette contains fresh & soft natural essences. A blend of Bergamot, Citrus and Verbena uplifting mood with radiance and vibration. A vital and sensual feminine fragrance centred around a floral heart of Neroli and Jasmine. Feel yourself reassured and happy with its Mediterranean notes of stimulating thyme.

Quelle: fraganciesmontseny.com

Der Preis ist recht hoch, also für den Erstkauf: 60 Euro muss man für das Eau de Toilette hinblättern. Dafür enthält es allerdings auch 100 Milliliter, das ist eine ganze Menge, sonst sieht man eher 30ml oder 50ml Flakons. Der Zerstäuber zerstäubt sehr fein, man kommt mit sehr wenig Produkt ziemlich lange aus. Da ich neben diesem Parfum noch ein weiteres nutze schätze ich, dass ich noch ein bis eineinhalb weitere Jahre an dem Flakon sprühen werde. Geöffnet habe ich ihn vor ca. einem halben Jahr und es fehlt kaum was. Ich finde es toll, dass hier keine unhaltbaren Werbeversprechen abgegeben werden. Alles ist ziemlich transparent und man kann auf der Homepage jede Menge Hintergrundinformationen nachlesen über das Anbaugebiet und die Firmenphilosophie.

 

Subjektive Erfahrungen (8/10)

Der Auftrag ist einfach, der Sprühnebel ist super fein und verteilt sich von ganz allein. Da ich das Eau de Toilette als Aromatherapieprodukt verwende sprühe ich lediglich einen Pumphub in meinen Nacken unter die Haarlinie. Ich atme tief ein, wackele ein bischen mit dem Kopf damit die Haare das Eau de Toilette verteilen, und genieße. Der Alkohol verflüchtigt sich schnell, der Duft bleibt, zitrisch frisch, aufmunternd, belebend, aufhellend – finde ich. In der Aromatherapie werden die ätherischen Öle von Bergamotte, Zitronenverbene, Zitrone, Neroli und Jasmin als stimmungsaufhellend beschrieben, als sich-selbst-lieben, fröhlich sein. Dazu habe ich keine Quelle, das habe ich aus jahrelanger Erfahrung für mich selbst mitgenommen, wenn ich Aromatherapieliteratur oder Internetseiten durchstöbert habe. Zitrusöle sind flüchtig, so hält auch dieser Duft nicht sehr lange als intensives Parfum an – das ist es aber auch nicht. Es ist ein Eau de Toilette, und diese enthalten weniger Duftstoffe als Eau de Parfums. In Zahlen: eine Stunde lang etwa kann ich den Duft wahrnehmen, wenn ich mich konzentriere. Danach nur noch, wenn ich mir im Nacken durch den Haaransatz wuschele. Und dann noch mal, wenn ich vor dem Haare waschen meine Haare kopfüber bürste, ganz schwach. Nach dem Duschen ist er weg. Da bleibt nix hängen, auch nicht, wenn ich „Wild Flowers“ exklusiv mehrere Tage hintereinander benutze. Aber bald ist wieder Schal- und Halstuchzeit, ich freue mich total darauf, dass dann der Duft sich ganz langsam, nach und nach, in meinen Lieblingsschals aufbauen wird. Da ich nur so wenig des Eau de Toilettes verwende, trocknet es auch meine Haut nicht aus.

Den Duft kann ich so beschreiben: zitrisch frisch, dabei grün rund, mit Blumen im Hintergrund. Das entspricht auch ziemlich den verwendeten ätherischen Ölen, ist also durchaus vorhersehbar. Aber der Duft ist nicht aufdringlich. Er ist leicht, sacht, wie ein Hauch. Kennt ihr diese Szene aus Bodyguard, wo Sie mit einem Schwert/Säbel durch die Gegend schwingt und Er einen hauchzarten Schal darüberfallen lässt? Der Schal schwebt in Zeitlupe wie eine Feder auf die Klinge zu und wird dann zerteilt. So, wie ich dieses Bild des hauchzarten Schals in Erinnerung habe, ist mein Duftbild des Eau de Toilette. In sich selbst fest, strukturiert, und dennoch sanft und hauchzart. Man muss ihm Raum geben, um seine volle Schönheit erkennen zu können. Dieser Duft konkurriert nicht. Wer ihn tragen möchte, muss mit anderen parfumierten Produkten zurückstecken. Auch das gehört für mich zur Aromatherapie, das bewußte Tragen eines Dufts, das bewußte Wahrnehmen eines Geruchs, das sich Einlassen … ohne diese Bereitschaft funktioniert dieser Duft nicht.

Bei den Inhaltsstoffen muss ich ein bischen meckern, auf hohem Niveau, aber dennoch: warum ist der Alkohol nicht aus Bioanbau? Warum wurde komplett auf Alkohol als Trägersubstanz gesetzt und nicht ein Teil des Alkohols durch Hydrolate ersetzt? Einen Punkt ziehe ich in meiner Wertung dennoch nicht ab, denn die Inhaltsstoffe wurden absolut transparent aufgeschlüsselt (für ein Parfumprodukt hat das Seltenheitswert) und sind an sich keineswegs schlecht. Alkohol und ätherische Öle, so ist ein Duft eben aufgebaut.

Dem Preis stehe ich ambivalent gegenüber. Einerseits ist er meines Erachtens absolut angemessen für das Produkt, denn die ätherischen Öle stammen allesamt aus Bioanbau, und das Volumen des Flakons ist mit 100 ml beachtlich hoch. Andererseits sind 60€ viel Geld, zu viel, um so einen Duft blind über das Internet zu bestellen. Da fehlen mir einfach die Minizerstäuber. Vielleicht in solchen Sets, wie auch Farfalla sie anbietet? Einmal alle Düfte testen und dann den kaufen, der am besten passt? Das wäre schön.

Die Verpackung finde ich wunderschön. Das Papier, den Druck, die Farben, das Design. Und dann erst der Flakon! Ich finde einfach keine Worte, zu beschreiben, wie ich persönlich dieses Zusammenspiel empfinde. Es geht mir nah, trifft mein Herz. Das kommt selten vor.

Der Hersteller bewirtschaftet übrigens ein Biosphärenreservat, erntet die Pflanzen zur Gewinnung der ätherischen Öle selbst, und ist voll auf Biodiversität ausgerichtet.
Roberto Eros, CEO and founder of Fragàncies del Montseny
Roberto Eros, CEO and founder of Fragàncies del Montseny:

I deeply believe in the benefits of aromatherapy. On countless occasions I have been able to witness how Mediterranean aromatic plants bring instant happiness to people through positive emotions that are generated in the limbic system and in the subconscious mind. Personally, I have also experienced the beneficial effects on my physical health.
My challenge when founding Fragàncies del Montseny is to gather all of the ancestral knowledge about the uses of the Mediterranean aromatherapy plants and complement it with data provided by the modern science, about their benefits to the health and wellbeing of people and to guarantee the results through the most rigorous certifying bodies worldwide.
A perfect balance of craftsmanship and contemporary modernity materialises in our products, which are made with essential oils from medicinal and aromatherapy plants, organically grown in the fields of the Montseny Biosphere Reserve.
Our goal for sustainability is comprehensive: from our commitment to the conservation of biodiversity, through the recuperation of abandoned fields, to the people and organisations in which the profits of Fragàncies del Montseny are reinvested.
This is our philosophy, one that motivates us and allows us to offer a mosaic of emotions that are concentrated in the biodiversity of our creations for the wellbeing of mind, body and spirit.

Quelle: http://www.fraganciesmontseny.com/fdm/roberto-eros

 

Erhaltene Karin-Punkte: 33 von möglichen 40
Mein persönliches Fazit:
Kein Duft für Duftwolken, nichts für’s schnelle Konsumieren zwischendurch. Ein Duft, auf den man sich auf der Ebene der Aromatherapie einlassen muss. Wenn man das tut und sich fallen lässt, dann wird man aufgefangen: sanft, weich, hauchzart.

 

Transparenz:
Wild Flowers wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.
produktmuster

Auf der Vivaness bin ich stundenlang um die Stände herumgestrichen und habe Produkte beäugt, INCI-Listen gelesen und mich informiert. Am Stand von Fragàncies del Montseny waren es die Flakons, die mich beeindruckt haben. Wunderschöne Farben, wunderschönes Design, wunderschöne Verpackungen. Also habe ich mich auf den Messestand begeben und mir die Sachen näher angeschaut. Ich war total erstaunt, auf den Verpackungen den Bioanteil aufgelistet zu sehen. Einfach so. Auch bei kleinen Zahlen. Wer brüstet sich schon damit, 8% Bioanteil in einem Produkt verarbeitet zu haben? Genial. Umgedreht, auf der Kartonrückseite, hatte ich dann leichte Atemprobleme: da waren tatsächlich bei einem Parfumprodukt alle Inhaltsstoffe aufgelistet, bei anderen Produkten teilweise sogar zusammen mit der Angabe der Menge der jeweiligen Inhaltsstoffe.

Cosmos Body Series
Fotocredit: fraganciesmontseny.com

Mein Interesse an den Packungen hat dann das Interesse einer Dame an meiner Wenigkeit geweckt, und so sind wir ins Gespräch gekommen. Wir haben uns wirklich lange unterhalten, und ich konnte an vielen Produkten Probeschnuppern und mich sogar mit dem Firmengründer bekannt machen (Sprachbarrieren zwischen Deutsch und Spanisch haben der Sympathie keinen Abbruch getan). Zum Abschied durfte ich mir, trotz meines unbekannten Blogs, ein Eau de Toilette mitnehmen. Zusammen mit dem Gefühl, dass hier tolles geleistet wird und neue Standards gesetzt werden bezüglich Transparenz in der Kundeninformation.

Ich möchte Fragàncies del Montseny gerne unterstützen, so wie ich es auch mit anderen kleinen Firmen oder Manufakturen tue. Fragàncies del Montseny stelle ich persönlich für mich in eine Reihe mit Maienfelser Naturkosmetik und Eliah Sahil/Planet Pure. Da arbeiten Menschen mit Herzblut an einer Sache, da wird Transparenz an den Tag gelegt, die andere Firmen verweigern.

Log Fragancies del Montseny
Fotocredit: fraganciesmontseny.com

Selbst wenn die Inhaltsstoffe bei anderen Produkten nicht so super sein sollten wie bei meinem Produkt, die Sache an sich ist auf jeden Fall unterstützenswert. Ich werde Produkte der Firma kaufen und auch darum bitten, weitere Produktsamples zu bekommen. Lieber kaufe ich mir ein einziges Produkt von so einer kleinen Firma, das ich mit Liebe aufbrauche, als fünf andere Sachen, die ich verschwenderisch anwenden muss, damit sie endlich leer werden und ich zum nächsten übergehen kann. Bei den hohen Preisen wird es sicherlich bis zum Frühling dauern, bis ich mich entschieden habe, und auch wieder Platz in meinem Vorrat ist.

Hier noch mal Fotos für euch, *klick* macht groß.

Welche Firmen oder Produkte sind euer Herzblut?

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November Blues

Es ist November, und hier sollte ein Aufgebrauchtbeitrag erscheinen. Oder ein Eingekauftposting. Oder sonst etwas sinnvolles. Ich habe einiges in Arbeit, aber ich komme nicht hinterher. Noch nicht mal für den Liebster-Award habe ich Zeit *seufz*.

Ich habe einige Sachen zugeschickt bekommen, die Sachen von Indemne und Maybritt Krewald habt ihr schonmal gesehen. Für eine ausführliche Review brauche ich Ruhe und Zeit, und die habe ich gerade nicht. Was sollen da erst Provida, c/o Gerd, Barbara Hofmann und die anderen sagen? Die wundervollen Päckchen sind ausgepackt, teilweise schon fotografiert, aber für mich ist die weitere Arbeit, die mit den Blogpostings verbunden ist, gerade zu viel. Gerade erst habe ich es geschafft, alle Give-Aways meiner Geburtstagsverlosungen zur Post zu bringen und fühle mich geschlaucht.

gesammelt

Da taucht ein Gedanke auf: Transparenz. Authentizität. Habe ich die Sachen nicht kosten- und bedingungslos erhalten? Bedingungslos, so wie es oft unter Blogpostings zu lesen ist? Wenn ich mich so gestresst fühle, dann nehme ich mich wohl selbst in die Pflicht, möchte Erwartungen an mich selbst erfüllen, die ich nicht haben sollte, weil niemand außer mir sie an mich stellt. Darum sage ich an dieser Stelle: Danke dafür, dass ich in den letzen Wochen einiges zum Testen erhalten habe. Ich werde mir nach und nach die Zeit nehmen, alles zu benutzen, vorzustellen und von meinen Eindrücken zu berichten. Trotzdem muss auch noch genügend Raum sein für meine eigenen Gedanken, die ehrlichen, knallharten, supersanften Beiträge und meine Reihen wie Seborrhoea Sicca und Reinigungsmilchen oder die BBB.

Ich möchte euch meine Pinsel zeigen, plus die, die ich bekommen habe; ich möchte euch ein sündhaft teures Gesichtsserum zeigen, das ich nicht liebe, und dessen Rezension mich belastet; ich möchte euch von meiner Aphrodite erzählen, die ihre persönlichen Tester mit mir teilt; ich habe einen Berg an Pröbchen, die ich verbrauchen will, und einen ebenso großen Berg zum Proben toben, der noch rezensiert werden will; ich möchte meine Liebe zu Martina Gebhardt Produkten Ausdruck verleihen und der Konkurrenz, die von Provida kommt; ich möchte meine Breakouts von innen und von außen angehen und endlich meine fiesen Unterlagerungen im Kieferbereich loswerden, mit denen ich kämpfe, seit hier vor einigen Wochen eine Zeit lang das Trinkwasser gechlort wurde; ich habe ein paar Lieblingsprodukte, die ich gerne genauer hier vorstellen möchte; ich möchte euch zeigen, welche Produkte ich zur Wäschepflege verwende, aber ihr merkt schon: es ist einfach alles zu viel gerade.

Den großen Berg an To do’s werde ich mir häppchenweise vornehmen. Ich bin genau so gespannt wie ihr, was ich als nächstes hier auf dem Blog hochlade, denn ich habe keine weiteren Blogpostings vorbereitet. Nur jede Menge Fotos und Gedanken, die von einer Seite meines Hirns auf die andere rutschen …

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Bloggeplauder #2

In den letzten Tagen habe ich mich etwas bemitleidet: „Die anderen Blogger waren alle auf der on beauty, blos ich nicht! Die haben sich untereinander kennen gelernt, voll viele neue Produkte gesehen, sich mit den Machern hinter den Firmen unterhalten und hatten total das Messe-Feeling. Wie gemein!“

Dann habe ich mir eingestanden, dass das natürlich Quatsch ist. Dass ich neidisch bin.

Wenn man mit der Ehrlichkeit sich selbst gegenüber angefangen hat, sollte man weitermachen.
Frage: Habe ich einen Messebesuch überhaupt verdient?
– Ja: ich blogge schön regelmäßig, gebe meine Meinung von mir , stelle Produkte vor, gebe Tipps und Anwendungshinweise, na klar habe ich (mir) einen weiteren Messebesuch verdient!
– Nein: wenn ich das nächste Mal eine Messe besuche, möchte ich nicht mehr die zurückhaltende Bloggerin sein, die nicht weiß, wo sie hingehört, was sie wert ist.

Da kommen wir der Krux näher.

Wenn man von einer Firma Produkte zur Verfügung gestellt bekommt, dann ist das eine Art der Wertschätzung. Die Firma sieht, dass der Blog gelesen wird, dass sich Leser mit Kommentaren beteiligen. Ein Produkt zu sponsoren tut der Firma nicht weh, sie bekommt dafür ja PR für das Produkt. Bekommt man als Blogger jedoch nur Pröbchen (Trial Sizes, Single-Use-Units, Sachets, Proben halt …) , dann fühlt es sich so an, als sei man nicht mal eine Vollgröße wert. Doch bin ich als Blogger nicht viel mehr Wert als der Gegenwert (Preis) eines Fullsize-Produkts? Mache ich mich nicht selber klein, wenn ich so denke?

Und: gehe ich zu einer Messe, um Produkte abzustauben? Oder bin ich dort, um mich zu informieren, Kontakte zu knüpfen, Menschen zu treffen die mit mir auf einer grünen Wellenlänge liegen? Ich würde sagen, beides; ja, ehrlicherweise muss ich sogar sagen: Beides! Wenn ich noch tiefer in mich gehe schlußfolgere ich, dass dies die falsche Motivation ist.

Was passiert mit den Sachen, die man bekommt? Man verwendet sie oder sie stehen rum und verstauben. Doch eigentlich hat man sie als Blogger bekommen, um darüber zu bloggen. Oder? Blogge ich also darüber, was ich bekommen habe? Nein, denn das wären Vorschußlorbeeren und es könnte andere auf mich neidisch machen (oder sie belächeln mich, weil ich so wenig bekommen habe.) Blogge ich über die Sachen, wenn ich sie gut finde? Nein, das kann ich auch nicht machen, denn dann sieht es so aus, als würde ich alles über den grünen Klee loben. Also über schlechte Sachen bloggen und vernichtende Urteile online stellen? Dann lieben mich die Leser und die Firmen überlegen es sich zweimal, ob ich jemals wieder etwas von ihnen höre.

Falls ich blogge, wie stelle ich dar, woher die Sachen sind? Ein verschämtes * wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt am Ende eines Beitrags oder ein als mich die Firma angeschrieben hat, habe ich freudig zugestimmt, danke für das Produkt? Beides bin nicht ich. Ich bettele nicht, ich schmarotze nicht, ich habe es nicht nötig, mir Sachen zuschicken zu lassen, weil ich mir den Kauf nicht leisten kann. Vielleicht will ich mir den Kauf nicht leisten, weil mich das Produkt gar nicht so sehr anspricht? Und was ist mit dem Nachkauf: ja, aber ich habe noch soo viele andere Sachen zu testen, später vielleicht? Das ist oft tatsächlich der Fall, also dass da noch andere Produkte aufgbraucht werden wollen. Jedes Produkt sollte seine Wertschätzung erfahren. Wenn nicht von mir, dann von jemand anderem. Wenn nicht von mir, dann besser von jemand anderem! Egal, ob darüber gebloggt wird, oder nicht; es sind schließlich Rohstoffe, die von Menschen zu diesem Produkt verarbeitet wurden, und da wir hier von Naturkosmetik reden, sollte das von Bedeutung sein.

Wenn ich doch über ein Produkt berichte, egal ob geschenkt oder selbst gekauft, wie kann ich objektiv und subjektiv vermitteln, was das Produkt für mich ausmacht? Eine Rezeptur kann wunderbar sein aber nicht zu meiner Haut passen. Wie beschreibt man das? Oft hört sich das an, als wollte man nichts negatives über ein Produkt schreiben.

Transparenz muss also her! Transparenz für die Firmen, damit sie wissen, dass ich ihr Produkt nicht auf einer Internetplattform vertickt habe. Transparenz für die Leser, damit sie wissen, aus welchem Grund und mit welchem Ziel ich das Produkt bekommen und getestet habe. Transparenz in der Beschreibung, damit nachvollziehbar bleibt, was geschehen ist. Transparenz für Vergleichbarkeit, also dass gleiche Kriterien zur Erstellung des Blogposts zu Grunde gelegt wurden.

Als Blogger braucht man den Mut, sich selbst in der Informations- und Beautywelt zu orten. Damit man weiß, wo man steht, erkennen kann, wo man hin will, um den nächsten Schritt in die richtige Richtung zu machen.

Für mich ist der nächste Schritt, dass ich ganz aktiv die Produkte ‚verarbeiten‘ werde, die ich auf der Vivaness bekommen habe. Ich will authentisch bleiben, was auch bedeutet, mich mit all den Fragestellungen auseinander zu setzen und die Erkenntnisse hier in den Blog einfließen zu lassen. Ich weiß nicht, in welcher Art und Weise ich die Vivaness aufarbeiten werde, aber im Rückblick werde ich wissen, was ich bei der nächsten Messe darstellen will, wie ich gesehen werden will – damit das äußere Bild, mein Handeln, mit dem inneren Bild, meinem Denken, übereinstimmt. Den Anfang macht demnächst ein Blogbeitrag, bei dem ich mich euch ein klein wenig vorstelle. Mit Foto. Denn das, was ich hier veröffentliche, ist ein Teil von mir, und ihr solltet in Zukunft ein Gesicht zu meinen Texten haben.

Lasst mich gerne wissen, wie ihr über die Problematik von Produktmustern, Transparenz, Authentizität und so weiter denkt. Wie stellt ihr euch das im Idealfall vor?

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Mein Besuch in der Naturdrogerie in Mainz

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen. Meine Reise ging einmal quer durch Deutschland, von Ost nach West und wieder zurück, an einem Wochenende. An der kreuz und quer verlaufenden Fahrtroute liegt Mainz, und in Mainz ist – wer ahnt es nicht? – die Naturdrogerie.

Normalerweise versuche ich, meine Beiträge fundiert zu schreiben, nicht so viel persönliches einfließen zu lassen und objektiv zu bleiben. Heute mache ich es genau anders herum und schreibe frei von der Leber weg, subjektiv, persönlich. Darum ist mein Posting heute auch viel länger als gewöhnlich, also holt euch einen Tee und macht es euch gemütlich.

Bei der Naturdrogerie habe ich bereits zweimal bestellt (hier geht es zu meinem auspack-Beitrag). Das Sortiment ist schön, und seit der Webshop umgemodelt wurde, komme ich damit auch gut klar. Ich gestehe: manchmal gehe ich online, einfach nur um mir die schönen Bilder anzuschauen, Produkte in den Warenkorb zu legen, zu vergleichen, rauszusortieren, um mich an den Farben der Lidschatten und Lippenstifte zu berauschen und – anstatt ein gutes Buch zu lesen – die INCI-Listen verschiedener Hersteller bei ähnlichen Produkten zu vergleichen. ‚Hier ist Glycerin an fünfter Stelle, aber es ist Alkohol drin; dort steht Glycerin an Platz drei, aber davor kommt ein Hydrolat, nicht Wasser, und auf Alkohol wurde verzichtet … wie das wohl konserviert ist?‘

Ein bischen traurig macht mich, dass ich kaum dekorative Kosmetik online kaufen mag. Die Farbkarten sind oft wenig realistisch aussagekräftig, die Textur in einem Bild schwer einzufangen. Da die Zuii Lidschatten ganz oben auf meiner Wunschliste stehen, habe ich also schon wochenlang auf eine Gelegenheit gewartet, vor Ort die Farben noch mal anzuschauen. Die Gelegenheit kam, wie schon gesagt, letztes Wochenende. Am Samstag, eine Stunde vor Ladenschluss, war ich endlich da, in meinem einzig erreichbaren Mekka der Naturkosmetikfarben.

Naturdrogerie Mainz, dekorative Kosmetik

Beim Betreten des Ladens war ich überrascht, wie klein er ist. Zwar nicht winzig aber doch eher gemütlich, hätte ich mir anhand des Onlinesortiments einen größeren Raum vorgestellt. Es war aber trotzdem alles da was man aus dem Shop kennt, sogar ein paar Sachen mehr. Wenn ich mir einen neuen Laden anschaue, drehe ich zwei Runden. Die erste Runde dient der Orientierung und Sichtung. Welche Marken stehen wo? Wie breit ist das Sortiment, oder ist es doch eher tief? Sind die Waren ansprechend und gut strukturiert präsentiert, finde ich mich zurecht? In der zweiten Runde sammle ich dann diejenigen Produkte zusammen, die ich kaufen möchte. Für beide Runden hatte ich eine Stunde Zeit, und das hat gerade so gereicht, obwohl der Laden quadratmetermäßig nicht sehr groß ist.

Zuerst habe ich mir Sonnenprodukte von eco Cosmetics angeschaut, besonders das Öl hat mich interessiert. Auf einigen Blogs habe ich schon davon gelesen, bisher nur gutes. *Schwupps* hatte ich einen Klecks auf der Hand, eine helfende Hand hat mir den Tester gereicht und mich zum Austesten ermuntert. (Geistige Notiz: ja, mag ich, zieht gut ein, muss ich mal im Gesicht testen ob es da auch gut einzieht oder aufliegt.)

Danach stand ich am Regal vor den Khadi Pulvern. Waschnuss als Pulver wollte ich schon immer mal testen, im Eliah Sahil Shampoo ist es auch drin, und das schäumt ausreichend gut. Außerdem kann man es in Seifen versenken *like*. Wer weiß auswendig, welches der drei indischen Kräuter – Amla, Reetha, Shikakai – die Waschnuss ist? Ich wusste es nicht. Aber die Antwort versteckt sich im Onlineshop, der sofort für mich aufgerufen wurde. Reetha ist es! War aber nicht da. Warum nicht? Manche Produkte von Khadi sind nicht zertifiziert, demnach auch nicht im Laden. Reetha allerdings trägt ein Siegel vom BDIH, sollte also verfügbar sein. Das wird geklärt. (Macht aber nix, meine Aphrodite hier daheim hat mir das Pulver bestellt.)

Haarfarben kamen als nächstes, die haben mich nicht sonderlich interessiert. Allerdings die Cremes, Tübchen und Tiegelchen direkt daneben. Joik, Santaverde, Pai, Zuii, … Klasse. Zwischendurch bekam ich eine Tasse grünen Tee in die Hand gedrückt, ebenso wie die anderen Kunden, die gerade im Laden waren. Der Schütteltoner von Joik hat meinen Spieltrieb geweckt, oben ist eine Fettphase, untendrunter der wässrige Anteil:

Joik erfrischendes Gesichtswasser mit Sanddornöl und Aloe

Davon gab es leider keinen Tester, obwohl einer hätte da sein sollen – ein Schelm, wer böses dabei denkt, aber Tester verschwinden ja öfter mal. Vom Joik Toner bin ich zurück auf die Seren von Santaverde gekommen. Eigentlich mag ich sie von der Zusammensetzung her, aber Anti Aging führt mich nicht zu Verzückungsrufen. Außerdem bin ich noch nicht sicher, wie ich mich schlußendlich mit der Thematik Aloe Vera, Glycerin und Hyaluronsäure entscheiden soll (bei Beautyjagd gab es spannende Kommentare dazu, unter anderem von Ulli KS, glaube ich).

Die Pai-Sachen interessieren mich auch sehr, und ich wollte gerne ein Pröbchenset kaufen, wie es online im Pai-Shop erhältlich ist. Leider gibt es das nur dort, in der Naturdrogerie kann man es nicht kaufen. Schade! Ein Reiseset für 25€ war mir etwas zu viel. Die Bodymarmalade von Kivvi gab es allerdings in Kleingrößen, und nachdem in den Kommentaren zur BIOty Box ein bischen geschwärmt wurde, habe ich sie mir für Runde zwei gemerkt.

Hauschka und Co. habe ich links liegen lassen, das kann ich mir auch daheim anschauen. Deko, sage ich nur, Deko, die ist viel interessanter! Studio 78 hat super viele vegane Produkte, besonders die Rouges, die gebacken sind, wollte ich mir näher anschauen. „Nicht ohne Primer!“ hieß es. Der fleißige Helfer, der mich bisher mit Testerflakons und Tee bestückt hatte (das war natürlich Uwe, guckstu hier für den Beitrag auf Beautyjagd), drückte mir auch schon ein bischen Zuii-Primer auf die Hand. Mit einem göttlich zarten Lakshmi Flattop habe ich mir die Farben auf den Handrücken aufgetragen und festgestellt, dass sie leider nicht zu mir passen: ein Ton ist zu pink, der andere zu rot, der dritte zu hell. Gut für mein Portemonnaie! Sonst kenne ich allerdings kein festes Rouge in knalligen Farben, vegan und zertifiziert, ohne zweifelhalfte Inhaltsstoffe, deshalb bin ich doch ein bischen traurig.

Die Zuii Puderfoundations habe ich noch angeguckt, auf der Vivaness fand ich einen Ton (Peanut) möglicherweise passend als Bronzer. Im Tageslicht fand ich ihn doch etwas zu rotstichig-warm für mich, so habe ich einen Fehlkauf vermieden. Die Lidschatten allerdings habe ich mir ausgiebig angeschaut, da in der Mitte des Fotos, das ist alles nur Zuii (Living Nature daneben sieht recht dunkel und herbstlich aus):

Naturdrogerie Mainz, Lidschattensortiment

Ich liebe matte Lidschatten. Wenn ein Lidschatten nicht matt ist, sollte er – für mich – ein duochromes Finish haben. Nun bin ich mit matten Lidschatten schon recht gut ausgestattet (Mineralmakeup sei Dank) und es fehlen die Highlights in meiner Schminkkiste. Den Anfang hatte ich bereits mit Purple Ice gemacht, einem weißen Lidschatten mit lila Schimmer. Mein neuer Wunsch ist Mermaid, ein blaugrüner Farbton mit grüngelbem Schimmer.

Zuii Organic Flora Eyeshadow Mermaid

Für mich ist die Farbe hell genug dass ich mich nicht zu sehr angemalt fühle, und abgetönt genug, dass ich nicht wie ein Papagei aussehe. (Geistige Notiz: der Lidschatten mit dem rosa-bronze-gold duochromen Farbton sollte als nächstes bei mir einziehen.) Von meinen beiden Zuii Farben habe ich versucht, Swatches für euch zu fotografieren, das ist absolut nicht einfach. Am Ende vom Beitrag könnt ihr meine Versuche anschauen.

Die Puderfoundations von Marie W. habe ich mir auch angeschaut, obwohl das nicht so ganz meine Preisklasse ist. Nicht bei so wenig Farbauswahl. Tatsächlich sind die Farben zu rötlich, zu bunt, und der Farbkorrektor ist für mich zu gelb. (Daumen hoch für Chrimaluxe, auch wenn sie nicht zertifiziert sind. Farblich besser passendes Mineral Makeup habe ich noch nicht gefunden.) Aber das Puderschälchen mit der Katze, das ist soo süß! In der Auslage waren nur die normalen Schalen, ich habe nach dem Katzennapf gefragt und der wurde mir auch sofort gezeigt. Er ist eingeschlagen in rotes Seidenpapier und steckt in einer hübschen, stabilen Kartonage. Ausgepackt sieht man sofort wie schön das Porzellan ist:

Marie W. Puderschale mit Kätzchen

Die Schale von Marie W. ist von der Haptik her sehr glatt, fast zart in ihrer Oberflächenbeschaffenheit, durchscheinend und liegt gut in der Hand. Der Form nach sammelt sich Mineralfoundation schön in der Mitte des Schälchens und lässt sich gut mit dem Pinsel aufnehmen. Porzellan ist übrigens nicht immer etwas für überzeugte Veganer, denn der englische Begriff Bone China sagt, was möglicherweise drin steckt: um diese spezielle Art Porzellan herzustellen wird der Grundmischung Knochenmehl zugegeben. Dadurch entstehen besonders hohe Transparenz, strahlender Glanz und hohe Festigkeit. Obwohl ich bei Verbrauchsprodukten vegane Varianten bevorzuge, lege ich bei Gebrauchsgegenständen, die jahrelang halten sollen, Wert auf Alltagstauglichkeit. Die ist meiner Meinung nach bei hochwertigem (Knochen-)Porzellan eher gegeben als bei billigem Porzellan oder gar Steinzeug. Ich kann es nicht mit Sicherheit sagen, aber die Puderschale fühlt sich so wertig an und ist so lichtdurchlässig, dass ich auf Bone China tippe.

Vorhang auf für Runde 2! Mein Budget für diesen Einkauf habe ich mir auf rund 50 €uro gesetzt. Das ist genug für einen Einkauf zwischendurch, den ich sonst über’s Internet abgewickelt hätte, man muss eben Prioritäten setzen. Ich habe mir ein Körbchen geben lassen (ein geflochtenes Körbchen mit Baumwollinnentuch, so was kenne ich von meiner Mutter daheim) und bin zum zweiten Mal durch den Laden getigert. Zuerst habe ich mir einen Schokoriegel eingepackt, und direkt danach eine Reisegröße des Go&Home Conditioners. Normalerweise hätte ich ihn nicht gekauft (zu viele Spülungen daheim), aber just für den Haarwaschtag dieses Wochenende hatte ich keinen eingepackt.

Go&Home Conditioner

Neben der Kasse war ein Aufsteller mit Kleingrößen Rosenwasser, 30ml so um die 5€, davon wollte ich schon eine Packung in den Korb legen. Aber ich wusste, 50€, das wird hart. Falls mein Budget noch nicht erschöpft sein sollte könnte ich es an der Kasse schnell noch dazu nehmen. Stattdessen habe ich die Kleingröße der Kivvi Bodymarmalade in den Korb getan, sie kostet auch 5€ und ich komme so schnell nicht mehr ran.

Mit Uwe zusammen habe ich mir vier Pröbchen von Pai ausgesucht, einmal Camellia & Rose Reiniger und Kukui & Jojoba Bead Peeling, dazu die Echium & Macadamia Creme sowie die Avocado & Jojoba Creme. Ein Tuch von Pai, um den Reiniger richtig anzuwenden, habe ich schon daheim.

Pai Scincare Trial Sizes

Den Joik Toner habe ich auch ins Körbchen gelegt, ohne INCI zu lesen, das Produkt ist einzig und allein für meinen Spieltrieb und weil ich das Rot des Sanddorns im Produkt mag. Und natürlich habe ich den Meerjungfrauenlidschatten von Zuii ausgewählt. Ja, ich bin ein echtes Mädchen!

An der Kasse hat Uwe alles aufsummiert und ich bin auf 49,25 €uro gekommen. Punktlandung, oder? Ich habe ein bischen geschmunzelt und meine Überraschung stand mir ins Gesicht geschrieben. Ja, ich überschlage immer den Preis, wenn ich was in den Einkaufswagen lege, aber so nah (von der richtigen Seite) dran zu sein am Budget, das ist bei meinen Rechenkünsten nicht oft der Fall. Mein Gegenüber hat es wohl mißgedeutet und freundlich gefragt: „Zu teuer?“ Nein, nicht zu teuer, genau eine Punktlandung eben. Wer gute Produkte haben will bei denen weder Rohstofferzeuger noch Hersteller ausgebeutet werden, der muß eine gewisse Bereitschaft haben, auch einen höheren Preis zu bezahlen als man das in einer konventionellen Drogerie gewohnt ist. Auch das Bereithalten von Pröbchen und Testflakons muss ein Anbieter irgendwie umschlagen, und das erkennt man an einem fairen Preis.

Meine Beute für rund 50 €uronen, der Schokoriegel hat es nicht auf das Gruppenfoto geschafft:
Naturdrogerie kompletter Einkauf August 2014

Für mich ist ein gewaltiger Unterschied zwischen billig und preisgünstig. Billig, das ist, wenn auf dem Kassenzettel kleine Preise stehen und die Endsumme niedrig ist. Preisgünstig ist eine Sache, wenn man für das, was man bezahlt, einen guten Gegenwert bekommt.

Kivvi Organic Cosmetics Body marmalade Bergamot & Litsea

Nehmen wir mal die Bodybutter von Kivvi, sie ist mit 5 €uro für 15ml teuer (das Gegenteil von billig). Allerdings sind die Inhaltsstoffe ausgesucht und gut (vegan, 86% Bioanteil), das Produkt wird (so weit ich weiß) in einem Familienbetrieb in Manufaktur in Lettland hergestellt und sichert so mehr Arbeitsplätze als würde es in einer Fabrik produziert. Der Duft gefällt mir. Die Rezensionen, die ich gelesen habe, berichten gutes: zum komplett eincremen braucht man wenig, die kleine Menge reicht für drei Anwendungen. Verpackt ist die Probiergröße in einem Aluminiumtiegel ohne Umverpackung, das Produktschild ist aufgeklebt. Die kleine Dose liegt gut in der Hand und lässt sich, leergemacht und gereinigt, sicher weiterverwenden. So betrachtet habe ich ein preisgünstiges Produkt gekauft. Es entspricht so vielen meiner Kriterien dass es ein Frevel wäre, weniger für die kleine Schraubdose zu bezahlen als 5 Euro. Bei der Vollgröße relativiert sich der Preis pro Anwendung, und falls ich die Bodybutter wider erwarten doch doof finde, spare ich mir das Geld für den großen Tiegel.

Ihr merkt, für mich ist ein Produkt nicht nur das, was ich in den Händen halte, es ist für mich die Wertschöpfungskette zusammen mit dem Endergebnis. Mein Wissen und meine innere Haltung machen mich für Verkäufer manchmal zu einer zickigen Kundin. Ich habe oft das Gefühl, besser informiert zu sein über das, was ich vor mir habe, als der Verkäufer. Wenn ich Problematiken anspreche (tierische Inhaltsstoffe, Glycerin und Alkohol, undeklarierte Duftstoffe, niedriger Bioanteil, keine Zertifizierung, …) fühlen sich diese Personen oft an die Wand gedrängt. Kratzbürstig, ihre Stellung verteidigend, wollen sie mich dennoch von ihren Lieblingsprodukten überzeugen – das geht nach hinten los, denn dann ich stelle mich quer. Mein Mann hat mit mir einen Spruch geübt, den ich wiederholen muss, bevor ich einen ’normalen‘ Laden betrete: „Danke, nein, ich wünwsche keine Beratung. Danke, nein, ich komme allein zurecht.“ Ich kann minutenlang regungslos vor einem Regal verharren, drei Duschgele in der Hand, und INCIs lesen. Das wirkt auf viele Menschen irritierend.

Nun, bei der Naturdrogerie war das nicht der Fall. Uwe scheint ein echter Beautynerd zu sein und auf meiner Wellenlänge zu liegen. Die Testflakons, die er mir angereicht hat, waren von solchen Produkten, die mich wirklich für einen Kauf interessiert haben. Das kurze Gespräch über Lidschattenpaletten, wie schwer es ist, gute und schöne zu finden die zu einem passen, und wie ansprechend Living Nature das gelöst hat (mit hochwertigen, schwarzen Pappschatullen), ist ein weiteres Beispiel. Auch die kurze Fachsimpelei über gute Pinsel (das Träumchen von oben, der schräge Flattop von Lakshmi) hat mir gefallen. Anstatt mir den Pinsel anzudrehen wurde mir das Gefühl gegeben dass es okay ist, wenn ich mit meinen Pinseln von Biedermann, Eco Tools, Chrimaluxe und Barbara Hofmann zufrieden bin; dass hochwertige Pinsel jahrelang halten und es Verschwendung ist, sie unbenutzt herumliegen zu lassen; dass man für das Geld lieber ein Produkt kaufen sollte, an dem man im Alltag Spaß hat.

Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass ich Uwes Urteil vertraue. Ich vertraue darauf, dass er seine Produkte sehr gut kennt, über Inhaltsstoffe und deren Zusammensetzung hervorragend informiert ist und die Aspekte, die mir wichtig sind, bei der Auswahl umsetzen kann.
„Ich suche ein Produkt x, mir ist y wichtig und ich lege wert auf z. Die Firmen A und B haben etwas, das vielleicht in Frage kommt, weil [insert Pluspunkte]. Welches der Produkte würdest du wählen oder fändest du ein anderes passender für mich?“
Und:ja!, ich würde so ein Produkt kaufen, was bei mir Seltenheitscharakter hat.

Als ich schon fast aus dem Laden draußen war habe ich gefragt, ob ich Fotos machen darf. Fotos? Öh, … Und ich würde sie gerne auf meinem Blog zeigen, weil mir der Besuch so gut gefallen hat. Blog? Äh, … War dann aber auch kein Problem, wie ihr sehen könnt:

Naturdrogerie Mainz, dekorative Kosmetik

Über die Naturdrogerie kann ich guten Gewissens sagen, dass Kunden hervorragend beraten werden und ihnen ein ausgesucht gutes Sortiment präsentiert wird. Wem eine ausführliche Beratung zu viel ist oder wer nur mal schauen möchte, der sollte das sofort sagen, dann kann man in aller Ruhe den Laden durchstöbern. Ich freue mich sehr, einen Laden gefunden zu haben, bei dem ich gerne auch in Zukunft einkaufe. Die Menschen hinter dem Laden, ihre Philosophie, ihre Produktvorauswahl: einfach Klasse. Und falls ich mich das nächste mal nicht zwischen drei grauen, fast identischen Lidschatten entscheiden kann, weiß ich, wen ich frage!

Nein, ich werde nicht von der Naturdrogerie gesponsored. Ich bekomme keine Produkte ‚einfach so‘ zugeschickt. Bei meinem Besuch wusste niemand, dass ich blogge. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass jeder Kunde ein ähnlich ansprechendes Einkaufserlebenis im Ladengeschäft haben kann wie ich.

Was habe ich gesehen, das für einen späteren Einkauf in Frage kommt? Sicherlich das Sonnenöl, davon möchte ich gerne eine Probe im Gesicht testen. Ein paar Bloggerkollegen besitzen es, über so eine Connection bekomme ich sicher ein Pröbchen. Selbiges mit dem Zuii Primer, der hat sich auf meinem Handrücken wirklich gut und durchfeuchtend angefühlt. Auch das muss ich im Gesicht testen, es passiert mir leider oft, dass Produkte aufliegen oder sich ein öliger Film absetzt. Wobei ich bei dem Zuii Produkt zuversichtlich bin. Das Rosenwasser in der Kleingröße konnte ich online nicht finden, schade. Mein nächster Einkauf ist jedoch frühestens im Winter, bis dahin gibt es sicherlich noch viele andere Produkte, die mich begeistern.

Hier kommen noch die Swatches der Zuii Lidschatten Purple Ice und Mermaid.

Das ist Mermaid. Seht ihr den Farbverlauf? Das ist mit meinem Fotoapparat fast nicht einzufangen.
Zuii Mermaid Swatch

Dieses Bild zeigt beide Lidschatten ganz normal geswatcht:
Zuii Mermaid Purple Ice Swatch

Über anderen Farben verwendet sehen die Zuii Lidschatten anders aus. Ich habe für euch schwarzen und weißen Lidschatten aufgetragen und die beiden Zuii Farben darüber, zwei verschiedene Fotos um die Vielseitigkeit der Lidschatten einzufangen:
Zuii Mermaid Purple Ice Swatch auf weiß & schwarz
Zuii Mermaid Purple Ice Swatch auf weiß & schwarz 2

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